SG Werratal kassiert schnelle Gegentore nach zweimaliger Führung

Artistische Einlage: Im Sprung befördert Angreifer Jannick Rode von der SG Werratal (links) das Leder aufs Tor von Sven Holzschneider im gelben Trikot der niedersächsischen SG Werratal. Foto: eki

Kleinalmerode. So grausam kann der Fußball auch für einen Titelverteidiger sein. Zweimal wähnte sich die SG Werratal aus Hessen im Finale des Turniers in Kleinalmerode nach herrlichen Treffern von Jannick Rode (29.) und Jan Apel bereits im siebten Fußball-Himmel (72.).

Zweimal schlug der Namensvetter aus Niedersachsen kurz darauf unbarmherzig zurück und gewann nach einem 2:2-Unentschieden nach regulärer Spielzeit das fällige Elfmeterschießen mit 7:5 (2:2/1:1).

Jan Apel im Trikot des heimischen Kreisoberligisten war nach der bitteren Entscheidung jedenfalls untröstlich. „Auch nach Toren muss man seine Emotionen im Griff haben und sich sofort wieder konzentrieren“, sagte der enttäuschte Youngster. Eiskalt hatte er in der Schlussphase die 2:1-Führung erzielt und wäre nach seinem ersten Treffer in der SG-Herrenmannschaft beinahe zum Helden geworden, doch mitten in den großen Torjubel aller heimischen Spieler und des stimmgewaltigen Anhangs platzte der erneute Ausgleich durch Yazici noch in der selben Spielminute.

Der Vorjahressieger um Spielmacher Karl-Friedrich Theune war mächtig traurig, der Gegner nach seinem ersten Turniersieg in Kleinalmerode glücklich. Und richtig sportlich verhielten sich die Niedersachsen auch, denn Spielertrainer Florian Best bot abgesehen vom Torhüter wieder nur seine zweite Mannschaft auf, die sich in den Gruppenspielen für dieses Finale qualifiziert hatte.

Und im Finale mussten sich beide Trainer und die gut 250 Zuschauer lange in Geduld üben. Beide Kontrahenten imponierten mit einer dicht gestaffelten Hintermannschaft und ließen kaum Chancen zu. Die zweite der nur zwei Möglichkeiten der Hessen in der ersten Halbzeit nutzte der quirlige Angreifer Jannick Rode zur Führung, als er das Leder nach einer Maßflanke von Goldmann mit dem Kopf in die Maschen torpedierte und Schlussmann Holzschneider dabei keine Chance ließ.

Doch der Favorit hatte die Rechnung ohne den Gegner aus Niedersachsen gemacht, der kurz darauf eiskalt zurückschlug. Wie aus dem Nichts war Ivanic kurz vor dem Wechsel nach einer hohen Hereingabe im Strafraum zur Stelle und überwand Keeper Ingmar Leuverink ebenfalls mit einem Kopfball.

Trainer Dieter Berg vom hessischen Kreisoberligisten sah auch nach der Pause seine Elf als aktivere Mannschaft, doch zunächst brachten einige vielversprechende Möglichkeiten nichts ein. Und dann dauerte die große Freude von Spielern und ihren Fans nach Apels Treffer kurz vor Schluss auch nur Sekunden.

Tore:

1:0 J. Rode (30.), 1:1 Ivanic (38.), 2:1 Apel (72.), 2:2 Yazici (72.). (eki)

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