FC Großalmerode im letzten Heimspiel in der Gruppenliga gegen Calden chancenlos

Bitteres 0:8 zum Abschied

Treffer Nummer sechs: An FC Großalmerodes Torhüter Daniel Gude (rechts) und Verteidiger Timon Alt vorbei trudelt das Leder zur zwischenzeitlichen 6:0-Führung der SG Calden/Meimbressen ins Netz. Foto: eki

Großalmerode. Es sollte ein ordentlicher Abschied von den eigenen Fans im letzten Heimspiel dieser Saison in der Fußball-Gruppenliga werden, doch daraus wurde für Absteiger FC Großalmerode nichts. Nochmals eine deftige 0:8 (0:5)-Packung kassierten die chancenlosen Tonstädter im Schwarzenbergstadion gegen einen klar besseren Rivalen.

„In der ersten Halbzeit stand meine Mannschaft gar nicht auf dem Platz und hat geradezu wie ein Kaninchen vor der Schlange gekuscht“, sagte FC-Trainer Osman Duygu nach dem Angsthasen-Fußball seiner Schützlinge in den ersten 45 Minuten.

Ganz anders der Tabellenfünfte aus Calden. Der ungemein lauffreudige Thomas Schindewolf und seine Mannschaftskameraden waren überall auf dem (ungemähten) Platz zu finden und drängten die Tonstädter meist in die Defensive.

„Eigene Angriffe haben in den ersten 45 Minuten kaum stattgefunden und eine Torchance hatten wir auch nicht“, bilanzierte Duygu den schwachen Auftakt seiner Elf. Und die hatte sogar noch Glück, dass mit Daniel Gude der beste FC-Spieler im Kasten stand. Schon nach drei Minuten zeichnete sich Großalmerodes Keeper das erste Mal aus und parierte einen von Schindewolf getretenen Foulelfmeter. „Wenn das so weitergeht, dann droht sogar eine zweistellige Niederlage“, befürchtete Stadionsprecher Axel Behnke nach dem Kabinengang beider Mannschaften.

Diese Worte bewahrheiteten sich aber nicht, weil die heimischen Kicker nach dem Wechsel nun endlich ihr Herz in beide Hände nahmen und nicht nur den Gegner gewähren ließen. Denis Mende und Maik Hildebrand tauchten sogar zweimal gefährlich vor dem Gehäuse des ehemaligen Witzenhäuser Torhüters Steven Berndt auf, schossen aber zu unplatziert.

Dennoch war der leistungsmäßige Klassenunterschied zwischen beiden Kontrahenten unübersehbar. Daniel Gude musste noch einige Male im zweiten Abschnitt Kopf und Kragen riskieren, damit sich die Befürchtungen eines zweistelligen Debakels nicht bewahrheiteten. „Vermutlich hätte sogar ein C-Ligist an diesem Tag gut gegen uns ausgesehen“, bilanzierte Duygu den Abschied aus der Gruppenliga.

FC Großalmerode: D. Gude - S. Nickel, Brethauer (30. Krauss), T. Alt, Schäfer - Christl, Rycka, M. Spangenberg (46. J. Alt/60. Frankenstein), K. Ludolph - Mende, Hildebrand.

Tore: 0:1 Plettenberg (18.), 0:2 Utsch (25.), 0:3 Neth (27.), 0:4 Utsch (30.), 0:5 Schindewolf (40.), 0:6 Neth (54.), 0:7 Neutze (76.), 0:8 Lindner (83.). (eki)

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