Handball-Bezirksliga A: Kreisrivale Jestädt/Grebendorf wird Favoritenrolle gerecht

BSA-Kampf vergeblich

Erfolgreich: Viermal traf BSA-Rückraumwerfer Scharff (am Ball) gegen den Kreisrivalen Jestädt/Grebendorf. Hier stellt sich HSG-Spieler Ramon Menthe am Kreis in den Weg. Foto: per

Bad Sooden-Allendorf. Samstagnachmittag, kurz vor sechs: „Auswärtssieg, Auswärtssieg“ hallt es durch die Eilse-Sporthalle. Während die Bezirksliga-Handballer der HSG Jestädt/Grebendorf ausgelassen singen und feiern, gibt es im Lager der TSG Bad Sooden-Allendorf nur betretene Gesichter. Gerade hatten die Kustädter das Derby in eigener Halle auch in der Höhe völlig verdient mit 21:32 (11:14) verloren.

In der ersten Halbzeit bekamen die mehr als 100 Zuschauer (knapp die Hälfte davon hatte die HSG mitgebracht) noch ein einigermaßen ausgeglichenes Spiel geboten. Nachdem die Gastgeber nach drei Minuten beim 2:1 noch zum ersten (und letzten) Mal in Führung gelegen hatten, drehten die in Bestbesetzung angereisten Jestädter auf und zogen über 3:3 (8.) auf 8:3 (14.) davon. Möglich machte diesen Zwischenspurt einerseits HSG-Keeper Alex Dick, der die gegnerischen Werfer mit seinen Glanztaten zur Verzweiflung brachte, andererseits aber auch eine Zeitstrafe für Tim Vogeley, die von den Gästen gleich mit mehreren Tempogegenstoß-Toren bestraft wurde.

Großer Kampf

Erst als Vogeley selbst nach acht torlosen Minuten seines Teams das Leder erstmals wieder im Netz versenken konnte, besannen sich die Badestädter ihrer Stärken und bliesen zur Aufholjagd. In dieser hitzigsten Phase der Partie mit vielen Nickeligkeiten hüben wie drüben kämpfte sich die TSG bis auf zwei Tore heran (9:11/26.), um dann am Ende aber doch mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Kabine zu gehen.

Nach dem Seitenwechsel erwischte das Team von Trainer Sebastian Neuenroth dann den besseren Start und hatte beim Stand von 13:15 die Chance, per Siebenmeter den Rückstand auf ein Tor zu verringern. Fabian Amlung scheiterte jedoch an Dick. Es war der Anfang vom Ende für die TSG. Während die Gäste nun Ernst machten und vor allem durch ihre gefährlichsten Werfer Alexander Hobbie (11 Tore) und Henrik Stelzner (7) Treffer um Treffer erzielten, lief bei der Neuenroth-Sieben plötzlich gar nichts mehr zusammen. Über 20:14 (42.) zog die HSG auf 26:15 (51.) davon und sorgte so dafür, dass die Partie schon lange vor dem Ertönen der Schlusssirene entschieden war. Es war ein hochverdienter Sieg des Tabellen-zweiten, der den Kurstädtern in den entscheidenden Phasen in allen Belangen überlegen war. „Immerhin haben meine Jungs bis zum Schluss gekämpft und sich nicht wie zuletzt in Landeck frühzeitig komplett aufgegeben“, konnte Sebastian Neuenroth der Niederlage auch etwas Gutes abgewinnen. „Trotzdem liegt noch viel Arbeit vor uns“, so der TSG-Coach.

Tore TSG Bad Sooden-Allendorf: A. Neuenroth (2), Scharff (4), Noll (3/2), Vogeley (1), Amlung (3) Klingman (4/1), Fischer (3), Roselieb (1).

Tore HSG Jestädt/Grebendorf: Sauer (1), Klug (2), Ebert (2), Ständer (1), Vogeley (1), Hiebental (3), Stelzner (7), Menthe (2), Schröder (2), Hobbie (11/5).

Von Per Schröter

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