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Chancen-Wucher kostet den Lichtenauer FV beim 0:2 gegen Willingen die Punkte

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Von: Andreas Arens

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Engagiert aber glücklos: Cedric Mimbala (rotes Trikot) und sein Lichtenauer FV erspielten sich Chancen, doch Willingen (rechts Jan Albers) hielt dagegen – und traf ins Tor.
Engagiert aber glücklos: Cedric Mimbala (rotes Trikot) und sein Lichtenauer FV erspielten sich Chancen, doch Willingen (rechts Jan Albers) hielt dagegen – und traf ins Tor. © Moritz Ziegler

Es war eine Partie unter dem Motto Pleiten, Pech und Pannen au Sicht des Lichtenauer FV. Die Fußballer aus „HeLi“ haben ihr Verbandsliga-Heimspiel gegen den abstiegsgefährdeten SC Willingen mit 0:2 (0:0) verloren.

Hess. Lichtenau – Bei der Niederlage ließ der LFV eine Reihe bester Möglichkeiten ausgelassen. Zu allem Überfluss verletzte sich ein weiterer wichtiger Spieler.

Beginnen wir also mit den Pannen, wenn man das Verletzungspech der Lichtenauer salopp so nennen kann. Torhüter und Kapitän Gheorghi Bantis musste gegen Willingen unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff ausgewechselt werden. Ohne Einwirkung eines Gegenspielers zog er sich eine Verletzung am linken Fuß zu. „Er weiß nicht, woher das kam, plötzlich hatte er kein Gefühl mehr im linken Fuß“, schilderte LFV-Teammanager Erkan Kilci die Blessur seines Schlussmannes.

Schon vor Beginn hatten die Lichtenauer mit Jan Kaufmann, Dennis Salioski, Sergiu Fondos und Arnold Breidt auf vier Stammspieler verletzungsbedingt verzichten müssen – ein herber Schlag. Vor allem in der Innenverteidigung tat sich so ein großes Loch auf, das Spielertrainer Alexandru Cucu mit sich selbst füllte. Als zentraler Verteidiger dirigierte die Nummer 8 das Spiel fast wie eine Art Libero.

Das funktionierte zu Beginn ziemlich gut. Drückend überlegen waren die Lichtenauer vor allem in den ersten 20 Minuten. Doch nun kam das Pech ins Spiel – und auch eine Prise Unvermögen vor dem Tor. Dabei zeigten die in der Hinrunde als Abwehrspieler gesetzten Cedric Mimbala und Maxim Antoniuc vor allem in der ersten Halbzeit gute Leistungen.

Doch sowohl Mimbala aus zehn Metern (15. Minute), als auch Mathias Tadeis-Gambetta (17.) und Antoniuc scheiterten im Minutentakt. Dabei zeigte auch Willingens Keeper Yannick Wilke, dass er zu den bestern der Liga gehört. Die größte Chance der ersten Hälfte vergab Antoniuc in der 16. Minute: Nach schöner Einzelleistung von Mimbala, der sich über rechts durchsetzte und von der Grundlinie zurückpasste, traf die neue Nummer 9 aus acht Metern nur den Pfosten.

Auch im zweiten Durchgang erspielte sich der LFV eine Reihe von Großchancen. Eine im Fußball-Jargon sogenannte Tausendprozentige vergab Gambetta. Wiederum nach schöner Einzelleistung von Mimbala, der sich über rechts durchsetzte, und auch selbst hätte abschließen können, bekam Gambetta den Ball – aber irgendwie doch nicht so ganz (48.).

Diese verstolperte Großchance änderte alles. Plötzlich war Willingen obenauf. Als LFV-Ersatztorwart Alfred Biserkin einen Schuss nur abprallen lassen konnte, war Florian Heine zur Stelle – 0:1 (53.). Sebastian Müller sorgte für den Endstand (64.). Damit war die Pleite perfekt. Lichtenaus Teammanager Erkan Kilci meinte nur: „Wir hatten Chancen für fünf Tore. Aber wenn du die nicht nutzt, gewinnst du eben kein Spiel.“

Statistik

Lichtenauer FV - SC Willingen 0:2 (0:0)

Lichtenauer FV: Bantis (45. Biserkin) – Dickel, Cucu, Dietz – Sinan Üstün, Grosu (62. Ljatifi), Orschel, Schneider (62. Hoffmann) – Antoniuc – Mimbala, Tadeis-Gambetta.

SC Willingen: Wilke – Peters, Albers, Schilling, Löber 46. Friedrich) – Bott, Butterweck, Vogel, Querl (85. Saure) – Heine, Müller (80. Kesper).

Schiedsrichter: Daniel Heist (Hertingshausen).

Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 Heine (53.), 0:2 S. Müller (64.)

Von Andreas Arens

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