Dramatik in der Endphase

BSA-Handballer trotzen Böddiger beim 31:31 einen Punkt ab

Zwei Spieler im Blickpunkt: Nach einer starken Leistung sah BSA-Spieler Alexander Klingmann (links) in der Schlussphase ebenso die rote Karte wie sein Kontrahent Jonas Freudenstein (rechts). Foto: per

Bad Sooden-Allendorf. Einen echten Handball-Krimi bekamen die Zuschauer in der Bezirksliga-Begegnung zwischen der TSG Bad Sooden-Allendorf und dem TSV Böddiger geboten. Nach einer vor allem im zweiten Durchgang packenden Begegnung trennten sich beide Teams leistungsgerecht mit einem 31:31 (20:17)-Unentschieden.

Die mit nur zwei Auswechselspielern angereisten Gäste hatten Anwurf und gingen mit dem ersten Angriff in Führung. Es sollte der einzige Vorsprung im gesamten Spiel sein. Von da an nämlich hatte die TSG das Geschehen fest im Griff und erarbeitete sich bis zur Pause mit schnellem und druckvollem Kombinationsspiel einen verdienten Drei-Tore-Vorsprung. Dabei profitierte das Team von Trainer Sebastian Neuenroth allerdings von einem bis dahin völlig neben sich stehenden Gäste-Torhüter Nils Fuhrmann, der überhaupt keine Hand an den Ball bekam und auch die einfachsten Würfe passieren ließ.

Das aber sollte sich im zweiten Spielabschnitt ändern. In gleichem Maße wie Fuhrmann und der Rest der Böddiger Spieler immer stärker wurden, schlichen sich bei den Kurstädtern plötzlich Fehler ein. Vor allem im Angriff lief es nun nicht mehr richtig rund. Immer wieder rannten sich die Gastgeber in der gegnerischen Deckung fest und suchten überhastet den Abschluss.

Hätten Torwart Marcus Soter und der in den Schlussminuten für ihn eingewechselte Attila Dincel nicht mit Glanzparaden das eine oder andere Tempogegenstoß-Tor verhindert, dann wäre die Partie wohl komplett gekippt.

So aber blieb es bis zur Schlusssirene spannend. Und wie! Erst ließ sich Alexander Klingmann fünf Minuten vor Schluss von einem Gegenspieler provozieren, beleidigte ihn und sah vom unmittelbar daneben stehenden Schiedsrichter die rote Karte.

Als beim Stand von 31:31 noch 90 Sekunden zu spielen waren vergaben beide Teams gleich mehrfach die Gelegenheit, bei Tempogegenstößen für eine Vorentscheidung zu sorgen. Die beste Chance vereitelte Attila Dincel, als er den Heber eines auf ihn zustürmenden Gegenspielers über die Latte lenkte. Der letzte Angriff der Partie gehörte dann den Hausherren. Als diese mit dem Schlusspfiff noch einen Freiwurf zugesprochen bekamen, schnappte sich Burkhard von Velsen (mit acht Toren bester TSG-Werfer) den Ball. An der Mauer vorbei zirkelte der Routinier das Leder in Richtung gegnerisches Gehäuse. Und als Fans und Mitspieler schon den Torschrei auf den Lippen hatten, zeigte TSG-Keeper Fuhrmann, dass er sein Handwerk doch versteht. Mit einer Blitzreaktion fischte er den Ball aus dem unteren Eck und hielt für die Gäste den Punktgewinn fest.

TSG Bad Sooden-Allendorf: Soter, Dincel - Niemczyk (1), Amlung (4), Vogeley (4), von Velsen (8/5), Klingmann (3/1), Fischer (3), Neuenroth, Scharf, Hasselbach (2), S. Lauer (5), Roselieb (1). (per)

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