Rot-Weiß Fürstenhagen schlägt SG Meißner in einem tollen Relegationsspiel mit 4:3 - Fortsetzung folgt

Fußballfest mit sieben Treffern

Prickelnde Zweikämpfe: Immer was los war im Relegationsspiel vor beiden Toren. Hier entwischt Rot-Weiß-Angreifer Reinhold Gaber (links) Meißners Verteidiger Thomas Lehmann. Foto: eki

Fürstenhagen. Das Finale der Champions League am Vortag machte Appetit auf mehr, und der SV Rot-Weiß Fürstenhagen und die SG Meißner übertrafen noch alle Erwartungen. 500 Fans in Fürstenhagen sahen ein umkämpftes und rassiges Relegationsspiel um den freien Platz in der Kreisoberliga, nach dem sich auch die Meißneraner trotz des 4:3 (2:0)-Erfolgs der Rot-Weißen als Sieger fühlen konnten.

„Man muss auch unserem Gegner wirklich ein Kompliment machen. Meißner hat sich wirklich gut verkauft und nie aufgegeben“. Selbst Fürstenhagens Trainer Klaus Scholz war von der großen Moral des Gegners beeindruckt, der bei einem Pfostenschuss in den Schlusssekunden sogar noch die Möglichkeit zum Ausgleich besaß.

Dabei schienen die Gastgeber ihren Rivalen in den ersten Minuten förmlich überrennen zu wollen. „Die haben losgelegt wie die Feuerwehr“, staunte auch Coach Uwe Dippel vom Ortsrivalen TSG Fürstenhagen über den anfänglichen Elan der Scholz-Elf. Und bei einer zwischenzeitlichen 4:1-Führung hatten die Rot-Weißen das Tor zur Kreisoberliga schon ganz weit aufgestoßen.

Denkste! Der A-Liga-Vizemeister hatte die Rechnung nämlich ohne die Spielgemeinschaft gemacht. „Eigene Fehler haben uns zwar schnell in Zugzwang gebracht, doch wir wollten uns immer eine passable Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Sonntag erhalten“, sagte SG-Trainer Norbert Toby später.

Zu keinem Zeitpunkt hatten er und die SG-Anhänger die eigene Mannschaft abgeschrieben, obwohl zunächst nahezu alles für den Gegner lief.

Schon nach sechs Minuten knallte Fürstenhagen ungemein agiler Stürmer Reinhold Gaber das Leder an die Querstange, nach 20 Minuten hatte Mannschaftskamerad Nico Titan seine Farben mit 2:0 in Führung gebracht.

Von diesem Schock zeigten sich die Meißneraner spätestens in der Endphase der ersten Hälfte erholt. Erst kratzte Rot-Weiß-Verteidiger Daniel Scholz den Ball nach einen Schuss von Pflüger von der Torlinie (27.), klärte kurz darauf nochmals in höchster Not, ehe RW-Keeper Quinting unmittelbar vor dem Pausenpfiff gegen den durchgebrochenen Eysert rettete.

Die objektiven Beobachter hatten bei dem Geschehen auf dem Rasen ihre helle Freude. „So sind Relegationsspiele richtig geil, gerade wenn man unmittelbar nichts damit zu tun hat“, machte es die Runde.

Das Fußballfest mit offenem Schlagabtausch ging auch nach der Pause weiter. Die Rot-Weißen wähnten sich nach weiteren Treffern von Theil (56.) und Gaber (72.) bei einem 4:1-Vorsprung bereits im Fußball-Himmel, ehe der Konkurrent zweimal zurückschlug und trotz hoher Temperaturen bis zuletzt alles aus sich herausholte. In den letzten fünf Minuten stand Fürstenhagen nach der Ampelkarte für Fabio Röse nur noch mit zehn Kickern auf dem Rasen.

Tore: 1:0/2:0 beide Titan (12./20.), 3:0 Theil (56.), 3:1 Pflüger (64.), 4:1 Gaber (72.), 4:2 Kästing-Schäfer (77./Foulelfmeter), 4:3 Thrun (87.).

Bes. Vork.: Gelb-rote Karte für Röse (Rot-Weiß) wegen Meckerns.

Von Eckehard Meyer

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