Futsal-Hallenkreismeisterschaft

JSG Kammerbach/Hitzerode siegt gegen Favoriten SSV Witzenhausen

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Strahlende Sieger: Die jungen Kicker des Futsal-Hallenkreismeisters JSG Kammerbach/Hitzerode inmitten ihrer Trainer.

Sonntagnachmittag, 14.55 Uhr. Als in der Sporthalle der Witzenhäuser Johannisbergschule die Schlusssirene ertönt, schwappen die Emotionen über.

Während bei den D-Jugendfußballern der JSG Kammerbach/Hitzerode nach dem 2:1-Finalsieg über den Favoriten SSV Witzenhausen grenzenloser Jubel ausbricht und die Mannschaft zusammen mit ihrem Anhang freudestrahlend den überraschenden Gewinn der Futsal-Kreismeisterschaft feiert, kann beim unterlegenen Gegner der eine oder andere Spieler die Tränen der Enttäuschung nicht zurückhalten.

Mit einem solchen Ausgang gerechnet hatte wohl niemand. Zu dominant waren die Witzenhäuser während der gesamten Hallenserie aufgetreten, in der sie bis zum Erreichen des Endspiels insgesamt 21 von 22 Spielen gewonnen und dabei gerade einmal drei Gegentore kassiert hatten. Das einzige Remis hatte ihnen am Sonntag in der Gruppenphase der Endrunde ausgerechnet die JSG Kammerbach/Hitzerode beim 0:0 abgerungen. Einen beinahe genauso starken Eindruck wie die Witzenhäuser hatte bis zum Halbfinale der JFV Werra-Meißner Eschwege hinterlassen.

Pure Freude: JSG-Torschütze Moritz Hilmes.

Als Sieger ihrer Vor- und Endrunden-Gruppe als Mitfavorit auf den Kreismeistertitel angetreten, sicherten sich die Eschweger auch in ihrer Endrundengruppe Platz eins vor dem SV Reichensachsen. Nachdem der SSV Witzenhausen in seinem Halbfinale beim 5:0 jedoch kurzen Prozess mit den Reichensächsern gemacht hatte, kam der JFV in einem packenden Spiel mit zahlreichen Torgelegenheiten hüben wie drüben und zwei ganz starken Torhütern gegen Kammerbach/Hitzerode über ein 0:0 nach Verlängerung nicht hinaus. Während im entscheidenden Sechsmeterschießen dann nur Jan-Luca Nickel für den Favoriten traf und gleich fünf seiner Mannschaftskameraden scheiterten, behielt Moritz Hilmes auf der anderen Seite zweimal die Nerven und schoss die Kammerbacher ins Finale.

Und dort war es erneut Moritz Hilmes, der den Unterschied ausmachte. Mit zwei schnellen Toren waren die Spieler des SSV Witzenhausen derart geschockt, dass sie erst spät ihren Rhythmus wiederfanden. Mehr als der Anschlusstreffer durch den starken Mardin Buelgen wollte nicht gelingen. „Heute gibt es keine Verlierer“, versuchte Klassenleiter Wolfgang Nowak bei der Siegerehrung tröstende Worte für die unterlegenen Witzenhäuser zu finden. „Wir haben heute tolle Spiele gesehen und ich bin mir sicher, dass diese beiden Mannschaften den Werra-Meißner-Kreis beim Regionalentscheid glänzend vertreten werden.“ Dieser steigt bereits am kommenden Sonntag ab 10 Uhr in der Sporthalle in Hessisch Lichtenau.

„Das ist Fußball und das macht Fußball so attraktiv“, konnte Lutz Hilmes, der die Kammerbacher D-Jugend zusammen mit Timo Fink trainiert, sein Glück kaum fassen. „Als unsere Erste dann im Halbfinale stand, war aus meiner Sicht alles möglich“, so Hilmes. Enttäuschung herrschte dagegen auf der anderen Seite. „Natürlich haben wir vom Titel geträumt, aber das sollte eben nicht sein“, haderte SSV-Trainer Michael Schaaf vor allem mit den beiden Gegentoren“. Insgesamt war er dennoch sehr stolz auf die Mannschaft. 

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