SV Ermschwerd verkauft sich trotz 3:9-Niederlage gegen den Spitzenreiter sehr teuer

Gleich acht Fünfsatz-Krimis beim Spitzenspiel der Bezirksoberliga 

Kampf um jeden Ball: Hoch konzentriert sind die beiden Ermschwerder Mirko Müller (links) und Michael Tusch in ihrem gewonnenen Doppel im Heimspiel gegen Besse II. Foto: eki

Ermschwerd. Beim mitreißenden Schlagabtausch der beiden Spitzenspieler Rolf Gebhardt und Petr Mottl flogen die kleinen Zelluloidbälle wie bei einem Schaukampf der Ex-Weltmeister Pansky und Orlowski.

Dabei war es den Akteuren bei ihren knallharten Schmetterschlägen oder kunstvoller Ballon-Abwehr bitterernst. Der SV Ermschwerd und der TSV Besse II kämpften um die Tabellenspitze in der Tischtennis-Bezirksoberliga, die der Gast aus Besse mit dem 9:3-Erfolg wieder übernahm.

Teuer verkauft, alles gegeben und doch hoch verloren. Ein bisschen stand die Enttäuschung den Ermschwerder Spielern nach dem klaren Resultat schon ins Gesicht geschrieben. „Das Ergebnis war bei den vielen ganz engen Duellen einfach zu hoch“, sagte SV-Mannschaftsführer Michael Tusch. Und auch sein Gegenüber Dirk Mayer bescheinigte den von 40 Fans unterstützten Gastgebern einen unbändigen Kampfgeist.

Ganz dicht war der SVE in vielen Duellen am Favoriten dran, konnte aber mehrere Matchbälle nicht verwerten. „Die entscheidenden Punkte hat meist der Gegner gemacht“, stellte Michael Wiesendorf nach hochklassigen und spannenden Ballwechseln nüchtern fest. Gerade bei Ermschwerds Nummer drei wechselten Glücksgefühle und tiefe Enttäuschung in kurzer Folge. Gegen Stefan Talmon wehrte Wiesendorf im dritten Satz zwei Matchbälle ab, um dann im fünften Durchgang gleich vier Matchbälle zu vergeben und noch 11:13 zu verlieren. Nicht viel besser erging es Mannschaftskamerad Heiko Blessmann, der einen Matchball gegen Besses Ass Mottl im Entscheidungssatz nicht zum Triumph nutzen konnte. Und schließlich verloren auch Rolf Gebhardt gegen Dirk Mayer sowie Mirko Müller gegen Daniel Lysik jeweils mit 9:11 im Entscheidungssatz.

Gebhardts Urschrei

Sieben der acht Vergleiche über fünf Sätze gingen an den neuen Spitzenreiter. Nur einmal ging ein Urschrei aus Ermschwerder Spielerkehle durch die Halle. Rolf Gebhardt freute sich denn auch wie ein Schneekönig. Er hatte es geschafft, Petr Mottl mit 11:9 im fünften Satz zu bezwingen und seinem Rivalen die erst zweite Niederlage in dieser Saison beizubringen.

Wie schon im Hinspiel führte Ermschwerd nach den Doppeln mit 2:1, nachdem sowohl Blessmann/Wiesendorf als auch Tusch/Müller ihre Gegner recht sicher mit 3:1 in die Schranken gewiesen hatten. Dann folgten in neun bestrittenen Einzeln acht Fünfsatz-Krimis mit nur einem glücklichen Ende für den SVE. (eki)

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