Lothar Ries ist der älteste Referee im Bezirk Melsungen/Fulda

Mit 80 Jahren kein bisschen müde

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Mit 80 Jahren immer noch an der Pfeife: Lothar Ries aus Felsberg, ältester Schiedsrichter im Handball-Bezirk Melsungen-Fulda, der auch als Sekretär aktiv ist.

Felsberg. Beim Blick auf die vielen Ehrenurkunden, Bilder und Zeitungsberichte lacht Lothar Ries: „Es hat immer Spaß gemacht.” Damit gemeint ist die eindrucksvolle Laufbahn des Handball-Schiedsrichters, der am Sonntag 80 Jahre alt wurde.

Seit 37 Jahren „an der Pfeife“ ist der Felsberger laut Dieter Landau der älteste aktive der 256 Referees im Handballbezirk Melsungen/Fulda. „Lothar Ries ist immer einsatzbereit, immer zuverlässig”, lobt der Bezirksschiedsrichterwart den gelernten Kraftfahrzeugschlosser, der am Sonntag seinen 80. Geburtstag feiert.

Für ihn kein Grund, die Pfeife aus der Hand zu legen: „Solange ich fit bin, pfeife ich.” Noch mit 79 leitete er Spiele in den Bezirksligen der Männer, Frauen und Jugend und pfeift seit 1. Januar dieses Jahres alle Heimspiele der männlichen und weiblichen Jugend E der Jugendspielgemeinschaft Dreiburgen. Und wenn Lothar Ries mal nicht pfeift, ist er Sekretär oder setzt für die ESG Gensungen/Felsberg die Sekretäre ein.

Geboren in Lothringen fand er mit seinen Eltern zunächst in Witzenhausen eine neue Heimat. spielte dort im Nachbarort Roßbach Fußball, ehe er 1955 nach Felsberg kam und Fußball bei Eintr. Felsberg, 1. FC Felsberg, in Lohre und Niedermöllrich spielte. Im Auestadion kam er später in den Genuss eines seiner schönsten Sporterlebnisse: Eine Begegnung mit Nationalspieler Wolfgang Fahrian, dem Torwart der deutschen Nationalmannschaft, der im Trikot der TSG Ulm beim KSV Hessen Kassel antrat.

Das Vorspiel bestritten Niedermöllrich mit Torwart Lothar Ries gegen die KSV-Reserve. „Wir haben 1:5 verloren, aber vor 25 000 Zuschauern war es ein einmalig schönes Erlebnis”, erinnert sich Ries, der 1958 zu den Edertaler Handballern stieß und mit ihnen in die Bezirksklasse aufstieg. Auch bei seiner Schiedsrichterkarriere vollzog er diesen Wechsel, hat mittlerweile wohl mehr als 5000 Spiele auf dem Buckel, viele davon zusammen mit Dieter Clobes.

„Ärger hat es nie gegeben, ich habe ein gutes Verhältnis zu den Vereinen”, sagt er nicht ohne Stolz. Vor zehn Jahren schickten die Damen der SG 09 Kirchhof „unserem Lieblingsschiedsrichter beste Grüße und Wünsche”. Die Homberger Handballer ernannten ihn einmal zum „Schiedsrichter des Jahres”. Was für ein Kompliment!

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