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KHD gegen Reichensachsen: Das Derby-Duell der Torjäger

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Von: Andreas Arens

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Jubel im KHD-Trikot: Torjäger Jakub Swinarski wechselte im Sommer zum SV Reichensachsen.
Jubel im KHD-Trikot: Torjäger Jakub Swinarski wechselte im Sommer zum SV Reichensachsen. © Per Schröter/Archiv

Das Spitzenspiel der Fußball-Gruppenliga ist gleichzeitig ein Kreis-Duell der besonderen Art. Wenn am Sonntag um 15 Uhr die Partie zwischen der SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach gegen den SV Reichensachsen angepfiffen wird, trifft der Tabellendritte auf den Fünften. Und: Zwischen den Spielern der Vereine besteht eine freundschaftliche Verbindung.

Kleinalmerode – Das Derby zwischen der SG KHD und dem SV Reichensachsen lässt das Herz der Fußball-Fans im Werra-Meißner-Kreis höher schlagen. Zugleich dürfen sich die Zuschauer auch auf einige der besten Fußballer der Gruppenliga freuen. Zwei davon sind Özkan Beyazit (SG KHD) und Jakub Swinarski (Reichensachsen), die Torjäger beider Clubs.

Heimspiel für SVR-Torjäger Swinarski

Für Swinarski ist es, als würde er nach Hause kommen. Wobei eigentlich ist er schon zu Hause. Vier Jahre (2017 bis 2021) spielte der Zweite der Gruppenliga-Torschützenliste (13 Treffer) für die SG KHD, er wohnt noch immer in Kleinalmerode. Kein Wunder also, dass die Beziehungen zu seinem Ex-Club hervorragend sind. „Ich habe noch viele Kontakte zu meinen ehemaligen Teamkollegen“, sagt Swinarski im Gespräch mit unserer Zeitung. „Und ich gucke den Jungs auch gerne zu. Immer wenn es geht.“

Das ist auch andersherum der Fall. Die KHD-Spieler, die im Winter ihre Testspiele auf dem Kunstrasenplatz in Reichensachsen austragen, sind des Öfteren Gast, wenn der SVR spielt. Apropos Kunstrasen. Für Swinarski war dieser Platz einer der Hauptgründe für seinen Wechsel im vergangenen Sommer: „Weil die Trainings- und Spielmöglichkeiten im Winter hier besser sind.“ Ansonsten sieht der Stürmer vor allem Parallelen bei den Clubs: „Beide sind sehr ambitioniert, wollen aufsteigen und spielen immer nach vorne.“

Goran Andjelkovic
KHD Trainer Goran Andjelkovic © Ralf Walle

„Riesen Herausforderung“ für KHD

Verantwortlich bei KHD ist dafür auch Trainer Goran Andjelkovic. „Es ist ein echtes Derby. Die Jungs kennen sich privat alle gut. Wir freuen uns sehr auf dieses Spiel“, sagt Andjelkovic. Obwohl Reichensachsen mit 30 Punkten (vier weniger als die SG) bereits sieben Zähler Rückstand auf Spitzenreiter KSV Hessen Kassel II hat, lobt Andjelkovic die herausragende Qualität des kommenden Gegners: „Das ist eine tolle Mannschaft, der Kader ist klasse. Für uns wird das am Sonntag eine riesen Herausforderung.“

Insbesondere ein Spieler, den der KHD-Coach selbst noch gut kennt, „kann ein Spiel allein entscheiden, wenn er gut drauf ist“: Gemint ist natürlich der oben erwähnte Jakub Swinarski. Doch auch Andjelkovics eigenes Team hat einiges an individueller Klasse zu bieten. Florian Baldauf, Alexander Bazzone, Jonathan Schäfer, Kapitän Tim Demus – um nur einige zu nennen. Und natürlich Özkan Beyazit, dessen Einsatz aber wackelt. Der angeschlagene Torjäger bringe jede Menge Erfahrung mit, so Andjelkovic.

Oldie but Goldie: Özkan Beyazit (rechts) ist mit elf Treffern bester Torschütze der SG KHD.
Oldie but Goldie: Özkan Beyazit (rechts) ist mit elf Treffern bester Torschütze der SG KHD. © Per Schröter

Beyazit ist Torjäger und Ratgeber zugleich

Der 41-jährige Beyazit ist folglich einer der Fixpunkte in der KHD-Offensive. Auch wenn sein Oberschenkel ein wenig zwickt, hofft er auf einen Einsatz am Sonntag. Entschieden wird das wohl kurzfristig. Zwar verfügt KHD in der Offensive über viel Qualität, doch Beyazits Fehlen wäre eine Schwächung – nicht nur wegen seiner Torgefahr. „Ich bin ja fast 20 Jahre älter als die meisten meiner Teamkollegen. Natürlich gebe ich den jüngeren Spielern Ratschläge. Ich versuche in verschiedenen Situationen, auf dem Spielfeld zu helfen.“ Das würde der SG auch gegen Reichensachsen guttun. Trotzdem sagt Trainer Andjelkovic: „Wir haben einen großen Kader und können das auffangen.“

Den Aufstieg hat der KHD-Coach noch nicht abgeschrieben. . „Solange wir oben dran bleiben, ist noch alles drin. Hessen Kassel II wird irgendwann auch wieder Federn lassen“, betont Andjelkovic mit Blick auf den souverän auftretenden Tabellenführer. „Aber wir denken immer nur von Spiel zu Spiel. Wir müssen uns jedes Mal neu konzentrieren“, erklärt der Coach. Und so steht nun allein der SV Reichensachsen im Fokus. Andjelkovic erwartet ein „rassiges Spiel“ auf Augenhöhe. Das sieht auch Jakub Swinarski so: „Wer den besseren Tag hat, gewinnt“, so der SVR-Torjäger, der sich bei KHD besonders auf Stefan Küllmer, Tim Demus und den Vorsitzenden Fritz Werner freut.

Von Andreas Arens

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