Andjelkovic-Team jetzt Dritter

Klei/Hun/Doh mit zweitem 4:3-Sieg in Folge

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Kopfballchance: Reichensachsens Stürmer Patrick Röder (oben) setzt sich in dieser Szene gegen SG-Verteidiger Tim Demus durch, sein Kopfball ist aber zu unpräzise.

Reichensachsen. Was für ein Spiel in der Fußball-Gruppenliga! Der SV Reichensachsen hat dem Favoriten SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach im Kreisduell alles abverlangt, war im zweiten Durchgang sogar das bessere Team, musste sich aber dennoch mit 3:4 (2:3) geschlagen geben.

„Ein glücklicher Sieg für unseren Gegner“, befand SVR-Pressesprecher Stefan Geisler.

In der ersten Halbzeit war der Gast teilweise drückend überlegen. Nach zehn Minuten faustete Reichensachsens Torwart Sascha Eisenhuth einen Freistoß nicht weit genug weg. Kevin Becker staubte ab zum 0:1. In der 25. Minute die Antwort: Eine Ecke des SVR wiederum faustete Klei/Hun/Doh-Keeper Daniel Schwenda vor die Füße von Pellumb Zela, der von der Strafraumkante aus ins lange Eck zum Ausgleich traf.

Doch dieses Ergebnis hielt nicht lange. Jakub Swinarski netzte 120 Sekunden später nach einem blitzsauberen Angriff zum 1:2 ein – und gab sich mit diesem Tor nicht zufrieden. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld traf Swinarski per Kopf zum 1:3. Der 13. Treffer des offensiven Mittelfeldspielers in dieser Saison. „In der ersten Halbzeit haben wir zu wenig Fußball gespielt, waren aber trotzdem immer dran am Gegner“, bilanzierte Geisler, der kurz vor der Pause noch einmal jubeln durfte. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff erzielte erneut Zela per direkten Freistoß das 2:3.

„Das hat uns Auftrieb gegeben. Nach dem Seitenwechsel waren wir die bessere Mannschaft“, so Geisler. Einen Freistoß von Tonio Binneberg lenkte SG-Schlussmann Schwenda neben den Pfosten, kurze Zeit später scheiterte Zela aus spitzem Winkel. Nach einer Stunde war Patrick Röder frei durch, schoss aber neben das Gästetor. „Im direkten Gegenzug kassierten wir dann das 2:4, als Michael Obrtlik einen Rückpass zu Sascha Eisenhuth zu kurz spielte und Jannik Schinzel einschob. Das war extrem bitter“, meinte Geisler.

Ansonsten sei von der Spielgemeinschaft wenig bis gar nichts mehr gekommen. Einen einzigen Schuss musste SVR-Torhüter Eisenhuth noch an die Latte lenken (70.). „Wir haben dann aufgemacht, die Konter des Gegners aber gut unterbunden“, so Geisler. Und am Ende wurde es tatsächlich noch einmal eng. Lenard Lange erzielte neun Minuten vor Schluss das 3:4, als ihm der Ball nach einer Ecke vor die Füße fiel und er diesen ins lange Eck setzte.

„Der Ausgleich lag in der Luft“, sagte SVR-Sprecher Geisler. Strittig waren zudem zwei Szenen: Einmal hätte es Handelfmeter für den SVR geben können, zudem wurde Zela per Abseitspfiff eine klare Chance auf seinen dritten Treffer genommen.

Den Gästen war dies aber komplett egal. Nach dem 4:3 nach 0:3-Rückstand bei Türkgücü in der Vorwoche landete der Tabellendritte wieder einen spektakulären 4:3-Erfolg. „Einfach und langweilig können wir nicht. Wir wollen den Zuschauern immer etwas bieten“, kommentierte Klei/Hun/Doh-Coach Goran Andjelkovic den schmeichelhaften Sieg. „Wir sind erst drückend überlegen, kassieren aber zwei dämliche Gegentore. Und nach der Pause hatten wir keinen Zugriff mehr. Das war unnötig, denn wir haben den Gegner dadurch erst stark gemacht. (flk/raw)

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