Erstmals wurde ein Spieler des Lichtenauer FV zum Fußballer des Jahres gewählt

Krone für Torjäger Simon

Auszeichnung: Die Trophäe erhält der neue Fußballer des Jahres Kai Simon (rechts) vom Lichtenauer FV von seinem Trainer Sead Hadzic. Foto: eki

Witzenhausen. Der erfolgreichste Torschütze der vergangenen Saison im Werra-Meißner-Kreis ist um einen weiteren Titel reicher. Kai Simon vom Fußball-Kreisoberligisten Lichtenauer FV ist der neue Fußballer des Jahres und Nachfolger von Domenic Appel vom TSG Fürstenhagen.

Freudestrahlend nahm Simon am Samstag die HNA-Trophäe aus den Händen seines Trainers Sead Hadzic vor dem Vorbereitungsspiel seiner Mannschaft gegen Bosporus Kassel II entgegen. „Dieser Pokal hat bei mir einen hohen Stellenwert und ist nicht nur eine Auszeichnung für mich, sondern auch für die Mannschaft, die Trainer und den gesamten Verein“, sagte der Goalgetter.

Noch nie hatte es ein Spieler des Lichtenauer FV bisher in 26 Jahren geschafft, sich diese Krone aufzusetzen. Mit 49 Punkten hatte Kai Simon am Ende einen komfortablen Vorsprung vor Karl-Friedrich Theune von der SG Werratal (41), der sich gegenüber dem dritten Platz aus dem Vorjahr nochmals um einen Rang verbesserte.

An den geschossenen 34 Treffern des neuen Fußballers des Jahres kam am Ende kaum ein Wähler vorbei. „Das war wirklich eine starke Saison als Angreifer, nachdem ich in den vergangenen Jahren meist in der Defensive gespielt habe. Dann haben die Trainer Sead Hadzic und Erkan Kilci gesagt, dass sie mich im Sturm brauchen und mir ihr Vertrauen geschenkt“, so Simon.

Der Fußballer des Jahres belohnte dies mit Treffern am Fließband, von denen er einige noch sehr gut in Erinnerung hat. Beim 3:2-Erfolg zum Saisonauftakt in Großalmerode traf er gleich zweimal, beim 5:4-Sieg gegen die SG Werratal langte er am vorletzten Spieltag gleich dreimal hin und schaffte dabei in der Nachspielzeit die Entscheidung. Außerdem setzte er das Leder gegen den Nachbarn TSG Fürstenhagen mit der Hacke ins Netz und traf gegen die SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach aus unmöglichem Winkel in der Fallbewegung. „Das waren schon schöne Momente“, sagt der Stürmer, der mit den mit dem Kopf und den Füßen erzielten Treffern die gegnerischen Abwehrkräfte nahezu in jeder Begegnung in Atem hielt.

Tolle Angebote

Natürlich gab es daraufhin interessante Angebote anderer Klubs, doch Kai Simon widerstand allen Offerten. „Ich habe es mir lange überlegt, doch in meinem Beruf bin ich viel unterwegs und kann nicht immer trainieren“, sagt der in einem Marburger Büro für Landschaftsökologie arbeitende Goalgetter. Beim Lichtenauer FV akzeptiert man diese Gegebenheiten, nicht zuletzt deshalb stürmt Simon auch in der kommenden Saison weiterhin für den LFV.

Und dann kickt er wieder an der Seite des Weidenhäuser Neuzugangs Benjamin Orschel mit dem er schon zusammen beim KSV Baunatal in der Jugend-Regionalliga aktiv war. „Eine der Voraussetzungen für die vielen Tore war auch meine körperliche Fitness, nachdem ich vor einigen Jahren nach einer schweren Verletzung beim KSV Hessen Kassel gar nicht wusste wie es überhaupt weitergeht“, sagt Kai Simon.

Es ging weiter und auch in der kommenden Serie will der Fußballer des Jahres möglichst viele Tore schießen. „Wir haben eine starke Mannschaft und Neuzugänge mit individueller Klasse, müssen aber zu einer harmonischen Einheit finden. Die Geschlossenheit fehlte in der abgelaufenen Spielzeit etwas“, so Simon. Von der Meisterschaft spricht er deshalb nicht. Das Ziel ist erst einmal, möglichst weit oben mitzuspielen. (eki)

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