Goldenes Tor in letzter Sekunde zum 29:28-Heimsieg gegen den VfL Wanfried II

Niemczyk macht BSA glücklich

Durch die Mitte: Mit seinem goldenen Tor unmittelbar vor der Schlusssirene sicherte Michael Niemczyk (Mitte) den BSA-Heimsieg gegen Wanfried II. Foto: per

Bad Sooden-Allendorf. Eine Woche nach der 23:31-Klatsche beim Homberger HC betrieben die Bezirksliga-Handballer der TSG Bad Sooden-Allendorf Wiedergutmachung. In einem echten Krimi zwang das Team von Trainer Sebastian Neuenroth den VfL Wanfried buchstäblich in letzter Sekunde mit 29:28 (12:12) in die Knie und kletterte damit in der Tabelle am Gegner vorbei auf den sechsten Platz.

Das, was die rund 70 Zuschauer (darunter knapp 30 aus Wanfried) am Samstag in der Rhenanus-Sporthalle zu sehen bekamen, hatte über weite Strecken nicht viel mit Handball zu tun. „Das war Krieg“, sagte Schiedsrichter Jörg Ruppel, der seine liebe Mühe mit der Spielleitung hatte, nach dem Schlusspfiff kopfschüttelnd. Sieben Zeitstrafen und zwei Rote Karten (Tim Vogeley nach grobem Foul Mitte der ersten Hälfte und Sören Lauer nach drei Zeitstrafen in der Schlussphase) auf Seiten der Gastgeber sowie neun Zeitstrafen und eine Hinausstellung bei den Wanfriedern sprechen Bände.

Dass bei dieser übertriebenen Härte, die beide Seiten an den Tag legten, das Spielerische auf der Strecke blieb, ist nur verständlich. Packend und in der Schlussphase sogar extrem spannend war die Begegnung aber allemal.

Nachdem es in der ersten Halbzeit keine Mannschaft geschafft hatte, sich einmal mit mehr als zwei Toren abzusetzen und man mit einem Remis in die Pause gegangen war, sah es im zweiten Durchgang beim 19:16 für den VfL (40.) zunächst so aus, als sollten die Gäste das bessere Ende für sich haben. Dann aber lief TSG-Rechtsaußen Lukas Hasselbach, der im ersten Durchgang nur durch eine Vielzahl von Fehlversuchen aufgefallen war, zu Großform auf und brachte sein Team mit fünf Treffern in die Partie zurück.

Als beim Stand von 27:27 nur noch eine Minute zu spielen war und die Gastgeber in Unterzahl waren, nahm TSG-Trainer Neuenroth eine wichtige Auszeit. Den anschließenden Führungstreffer glich der VfL zwar postwendend wieder aus, aber dann war Michael Niemczyk mit der Schlusssirene zur Stelle und bescherte den Badestädtern den umjubelten Siegtreffer.

„Heute wäre ein Remis sicher dem Spielverlauf gerecht geworden, aber diese beiden Punkte nehmen wir gerne mit“, zollte Neuenroth seinem Team ein „Riesenkompliment für eine hervorragende kämpferische Leistung.“ Matchwinner auf Seiten der TSG waren neben Lukas Hasselbach noch Burkard von Velsen, der alle zehn Siebenmeter sicher verwandelte, sowie Torwart Atila Dincel, der vor allem in der Schlussphase über sich hinaus wuchs.

Tore BSA: A. Neuenroth (4), Niemczyk (1), T. Neuenroth (7), Hasselbach (6), Lauer (1), von Velsen (10/10). (per)

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