Reitturnier in Witzenhausen

Nur eine besser als Zoé Woltmann

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Strahlende Siegerinnen: Eingerahmt wird Kespercup-Gewinnerin Janine Wieden von Zoé Woltmann (links) und Jennifer Wagner. 

VON KRISTIN WEBERWitzenhausen - Für das Reit- und Therapiezentrum in Witzenhausen war es eine Premiere. Seit 1994 richtete der örtliche Reit- und Fahrverein am Wochenende zum ersten Mal wieder ein LPO-Turnier aus und kürte die Sieger des Witzenhäuser Kespercups.

Das Besondere: In dieser Wertung beweisen sich die Reiter in gleich zwei Disziplinen, im Springen und in der Dressur. Dressurreiterin Jennifer Wagner, die bislang in Ellingerode trainiert hat, in dieser Saison jedoch für den Hof Bettenrode antritt, hätte sich in ihrer Paradedisziplin etwas mehr als eine 6,3 erwartet. Doch sie stellte sich der Herausforderung und begab sich auf Royal Finesse im Springparcours auf ungewohntes Terrain - und zeigte, dass sie beide Disziplinen reiten kann.

Die Richter gaben eine Wertnote von 5,5 im Stilspringen. Das reichte für den dritten Platz. Für Springreiterin Zoé Woltmann vom gastgebenden Verein, sollte der Parcours eigentlich die leichtere Übung darstellen. Überraschend konnte sie mit ihrem Dressurergebnis von 6,4 ihren Ritt im Springen aber übertreffen. In der Gesamtwertung bedeutete dies Platz zwei.

Geschlagen geben mussten sich beide Reiterinnen Janine Wieden (Fritzlar), die mit einer 7,6 im Springen uneinholbar den Kespercup gewann. In der schwierigsten Prüfung am Sonntagnachmittag, dem A-Springen, ließ sich Tina Goebel (Großalmerode) nicht aus der Ruhe bringen. So gelang ihr ein souverän ausgeführter Ritt auf La Courage ohne Fehler, der für Platz zwei reichte, nur in der Zeit war Valeska Becker (Hombressen) schneller. Sehr gut lief es auch für Laura Hübscher (Hessisch Lichtenau) in der A-Dressur. Sie stellte Florencia vor und konnte mit einer Wertnote von 7,7 die Richter überzeugen. Nur Katharina Dülfert (Oberkaufungen) war besser, allerdings mit zwei Pferden, deshalb gab es Platz drei für die Reiterin vom Lindenhof. Und auch Nadine Leistner (Witzenhausen) konnte in der Dressurreiterprüfung Klasse L an die Spitze heranreiten und sich hinter Venja Specker (Rotenburg), Carla Jähn (Bettenrode) zusammen mit der Wertungsgleichen Katharina Dülfert auf Platz drei setzen.

Mit der Premiere im Bereich A bis L und dem großen Engagement der zahlreichen Helfer hat der RFV in Witzenhausen ein Turnier mit einer schönen, familiären Atmosphäre geschaffen. Ein paar Probleme mit der Griffigkeit bereitet im Springen noch der neu angelegte Sandplatz, da durch die anhaltende Trockenheit des Sommers das Gras nicht wie geplant durch den Sand hindurchgewachsen war, was dem Untergrund mehr Festigkeit gegeben hätte. „Ich bin sehr stolz auf mein Team“, sagte Turnierleiterin Carmen Schrader. „Es wurde fair geritten und gewertet und wir haben viel gelernt. Insgesamt haben wir damit eine gute Basis gelegt, die wir im nächsten Jahr ausbauen können.“ Am Donnerstag findet im Reit- und Therapiezentrum Witzenhausen das eintägige WBO-Turnier für die Reitanfänger bis zur Klasse E statt.

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