SG Werratal gegen VfB Witzenhausen

Spielabbruch in der Kreisliga A: Eskalation in der Schlussphase

Witzenhausen. Noch lange unter dem Eindruck der Ereignisse beim Spiel zwischen der SG Werratal und dem VfB Witzenhausen am Freitagabend in der Fußball-Kreisliga A stand Thomas Lange. „Derartige Vorfälle sind beschämend für den Fußball“, erklärte der Vorsitzende der gastgebenden Spielgemeinschaft. Vorangegangen war der Abbruch der Partie in der 83. Minute durch Schiedsrichterin Anna-Lena Schmidt (TSV Netra) nach insgesamt drei Roten Karten gegen VfB-Kicker, Tumulten und Handgreiflichkeiten.

Das Geschehen in der umkämpften, aber zunächst durchaus fairen Partie eskalierte erst in der Schlussphase. Dann verhängte die junge Unparteiische einen aus VfB-Sicht umstrittenen Elfmeter für die SG (77.) und zeigte einem Gästekicker nach Rempeln eines Gegenspielers den roten Karton. Nach dem von Andreas Schad verwandelten Strafstoß und einem weiteren Treffer der Gastgeber zur 4:1-Führung (80.) überschlugen sich in den Folgeminuten die Ereignisse auf dem Sportplatz in Wendershausen. Bei Rudelbildung und Remplern verloren zwei Gästespieler die Beherrschung und sahen ebenfalls „Rot“, ehe die Partie vorzeitig beendet wurde.

Schon vor dem Eintreffen der zur Sicherheit gerufenen Polizei hatte sich die Lage beruhigt, nachdem die Witzenhäuser Mannschaft von Ordnungskräften in die Kabine geleitet worden waren.

„Zwei unserer Spieler sind in der Schlussphase regelrecht ausgeflippt“, erklärte VfB-Spielausschussobmann und Jugendleiter Hans-Jürgen Markolf als Augenzeuge der Vorfälle. Markolf machte deutlich, dass diese beiden Kicker auch von Vereinsseite mit Strafen zu rechnen haben.

Nach dem Bericht der Schiedsrichterin wird sich nun das Sportgericht mit den Vorfällen in Wendershausen befassen. (eki)

Rubriklistenbild: © Fredrik von Erichsen/dpa

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