Tischtennis-Meister SV Ermschwerd II

Der Star ist die Mannschaft

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Fröhliche Gesichter nach dem Titelgewinn: Mit einem Screenshot übermittelte der SV Ermschwerd II der HNA-Sportredaktion das Meisterfoto: Oben von links: Martin Wiatrek, Florian Schober, Philipp Pudörius, Mirko Müller. Unten von links: Michael Amend, Ingo Meyer und Michael Tusch. 

Ermschwerd – Es war eine Saison der Superlative, eine, von der auch Tischtennisspieler nur träumen können. Mit 18 Siegen in 18 Spielen und damit ohne einen einzigen Verlustpunkt beherrschte der SV Ermschwerd II die Konkurrenz in der Bezirksliga 3. Das bedeutete die souveräne Meisterschaft, nachdem die Saison abrupt abgebrochen wurde und die Stände vom 13. März als Abschlusstabellen gewertet wurden.

„Wir hatten uns schon auf eine spannende Restsaison mit den abschließenden Vergleichen gegen die beiden unmittelbaren Verfolger TTC Lüdersdorf II und TG Großalmerode eingestellt, nehmen es jetzt aber so wie es ist“, sagt Mannschaftsführer Michael Tusch.

Ein bisschen enttäuscht sind die Meisterspieler nur darüber, dass sie den Triumph nicht unmittelbar nach einem Match feiern konnten, doch ein würdiger Champion sind sie nach den grandiosen Auftritten in der nun vorzeitig beendeten Spielzeit allemal. „Es war eine überragende Leistung von uns allen“, liegt Michael Tusch mit seiner Einschätzung völlig richtig, denn ein Blick auf die Bilanzen verdeutlicht die überragende Rolle des Titelträgers.

Spitzenspieler Florian Schober war in der Vorrunde mit 16:5-Siegen in der Form seines Lebens, ehe ihn dann eine Erkrankung etwas zurückwarf. Und auch die Knieverletzung von Kapitän Tusch, der einige Spiele aussetzen musste, konnte die Ermschwerder nicht vom Erfolgsweg abbringen. „Wir haben uns das vor Serienbeginn nicht unbedingt zugetraut, hatten dann aber nach dem starken Auftakt einen richtigen Lauf“, so Michael Tusch.

Neben ihm und Florian Schober gaben sich auch Ingo Meyer, Martin Wiatrek, Mirko Müller und Philipp Pudörius leistungsmäßig kaum einmal eine Blöße und sammelten allesamt Punkte am Fließband.

Und dann war da noch einer, der häufig im Meisterteam im hinteren Paarkreuz aushelfen musste und dabei den jeweiligen Gegnern unlösbare Rätsel aufgab. Michael Amend bestritt insgesamt 13 Einzel und ging dabei zwölf Mal als Sieger vom Tisch. „Er war mehr als nur ein Joker“, sagt Michael Tusch, zumal Amend im ganz wichtigen Spiel gegen den anderen Titelaspiranten Lüdersdorf II in der Hinrunde über sich hinauswuchs, beim 9:6-Erfolg beide Einzel für sich entschied und zusammen mit Doppelpartner Mirko Müller ein weiteres Mal gewann.

Einen Star im Siebener-Team gab es dennoch nicht. „Unser großes Plus war die mannschaftliche Geschlossenheit. Jeder hat für sich und auch für die Mitspieler gekämpft. Und auch die gute Stimmung im Team war ein wichtiger Faktor für den Erfolg“, sagt Tusch.

Es war eine Traumsaison nicht nur für den Bezirksliga-Meister, sondern für den gesamten Verein. Auch die vierte und fünfte Mannschaft des SVE wurden Meister, dazu noch das mit Mädchen und Jungen gemischte Schülerteam mit einem weiteren Titel.

Stolz ist Michael Tusch auch darauf, dass er in diesem Jahr einen Titel wie auch seine im Schülerteam spielende Tochter Laura feiern kann. „Das passiert bestimmt nicht allzu oft und vielleicht nur dieses eine Mal“, meint der SVE-Kapitän.

Auch Mannschaftskamerad Mirko Müller hat deshalb allen Grund zur doppelten Freude, denn auch Sohn Luca sammelte im erfolgreichen Schülerteam Punkte für den Triumph. eki

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