Aufsteiger in die Fußball-Kreisliga A

Teamgeist des Lichtenauer FV II versetzt Berge

Extremer Einsatz: Als Kämpfer ging LFV-Kapitän Waldemar Driegert (vorn) stets mit leuchtendem Beispiel voran. 
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Extremer Einsatz: Als Kämpfer ging LFV-Kapitän Waldemar Driegert (vorn) stets mit leuchtendem Beispiel voran.

Keine Saison ist wie die andere - doch auch bei der zweiten Mannschaft des Lichtenauer FV fand die Fußball-Spielzeit 1919/20 trotz aller Einschränkungen und Regulierungen bezüglich der Corona-Pandemie zumindest in sportlicher Hinsicht ein glückliches Ende.

Hessisch Lichtenau – „Die Art und Weise wie wir die Meisterschaft in der Kreisliga B geschafft haben, macht mich stolz und glücklich“, sagt Trainer Bernd Diederich. Für ihn waren seine Kicker in den insgesamt zwölf bestrittenen Begegnungen und in der Vorbereitung auf die einzelnen Spiele stets „ein verschworener Haufen“ und ein Team, in dem die Chemie stimmte. „Bei allen war der Wille und die Bereitschaft von Anfang an da, sich weiter zu entwickeln und mit der entsprechenden Anstrengung auch Erfolg zu haben“, sagt der LFV-Coach.

Dabei stand die zweite Lichtenauer Mannschaft nicht gerade oft im Fokus der Öffentlichkeit oder im Blickfeld der LFV-Anhänger. Die Augen waren vielmehr auf das Starensemble der ersten Garnitur gerichtet, das buchstäblich mit Siebenmeilenstiefeln dem Titelgewinn in der Gruppenliga entgegenstrebte.

Bernd Diederich, der das Traineramt nach Anfrage des sportlichen LFV-Leiters Erkan Kilci im Juli vergangenen Jahres übernahm, war dies nicht unrecht. Er konnte in Ruhe arbeiten, seine gelehrigen Schützlinge in Ruhe auf die Aufgaben vorbereiten und die Truppe formen. Dabei hatte der Erfolgscoach, der mit seiner Elf in allen Partien ungeschlagen blieb und dabei 32 von 36 möglichen Punkten erreichte, auch eine tolle Unterstützung.

Routinier und Mannschaftskapitän Waldemar Driegert war sein verlängerter Arm auf dem Rasen. Als unermüdlicher Kämpfer mit Vorbildfunktion führte er die „jungen (und ehrgeizigen) Wilden“ wie Philipp Vogl, Cumali Kotil, Devran Ashgari, Tobiasz Aksamit, Robin Beck und Torjäger Daniel Seelig, der die meisten Treffer in der B-Liga erzielte. Sportliche Höhepunkte wie den klaren 5:2-Heimsieg gegen den härtesten Verfolger SG Pfaffenbachtal/Schemmergrund sind in Hessisch Lichtenau unvergessen. Und auch den hart erkämpften 4:2-Erfolg gegen den sich über die gesamten 90 Minuten mächtig zur Wehr setzenden Nachbarn SG Hopfelde/Hollstein/Walburg hat Bernd Diederich noch in guter Erinnerung.

„Wenn man dann von den eigenen Zuschauern hört, dass man sich jetzt auch die zweite Mannschaft des LFV anschauen kann und die einen richtig guten Fußball spielt, dann freut man sich“, sagt Bernd Diederich nicht ohne Stolz. Wie bei der ersten Garnitur ist auch für den LFV II der Sprung in die Kreisliga A der zweite Aufstieg in Folge. In die B-Liga zog man nach einer erfolgreichen Relegation ein, nun folgte der souveräne Titelgewinn in dieser Klasse. Und auch in der Kreisliga A will der Neuling gleich kräftig mitmischen. „Unser Ziel wird sein, kurz- oder mittelfristig in die Kreisoberliga aufzusteigen. Zunächst aber möchten wir uns in der neuen Klasse etablieren und zeigen, dass wir eine Bereicherung für die A-Liga sind“, so Diederich.

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