Meisterschaft in Hessisch Lichtenau

Venja Gerhold holt sich den Dressur-Titel zurück

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Die Siegerin der LK 3 und 4: Venja Gerhold (PSV Obermühle Trubenhausen) und Dulai.

In dem Moment, als Nadine Zacher (Wanfried), Justina Rüffer (Sontra) und Venja Gerhold (Trubenhausen) ins Viereck ritten, um das Finale der Leistungsklasse 3 und 4 mit einer L-Dressur auszutragen, war klar: Alle drei würden auf dem Treppchen landen, eine von ihnen würde Kreismeisterin werden.

Jetzt ging es um die Reihenfolge – Sitz und Einwirkung, korrekt gerittene Figuren und flüssige Übergänge mussten überzeugen. Nadine Zacher schlug sich wacker mit ihrem Aragon. Ihr Ritt war den Richtern eine 5,7 wert. Justina Rüffler stellte ihren Schimmel Altanero vor, der mit kraftvollen, ausgestellten Gängen ein schönes Bild abgab. Für dieses Paar gab es eine 6,1. Venja Gerhold stand in 2018 schon mit Dulai als dritte in der LK 3 und 4 auf dem Treppchen, 2016 hatte sie mit Elvis den Titel gewonnen. Nun stellte sie ihre Konkurrentinnen mit ruhiger Hand und sicherem Gespür erneut in den Schatten. Eine 6,8 war die Belohnung, und die Reiterin eroberte sich nach vier Jahren den Titel zurück.

Die Dressur steht ein wenig im Schatten des Springsports, am Wochenende wurde sie mit den Kreismeisterschaften in Hessisch Lichtenau ins Licht gerückt. Das ganze Wochenende gehörte beim Turnier des RSV Lindenhofs den Dressurreiterinnen und -reitern. Die Leistungsklassen 5 und 6 waren in diesem Jahr stark vertreten, was dem Kreisreiterbund Werra-Meißner Hoffnung auf die Zukunft des Reitsports gibt.

Wie viele andere Sportarten beklagen die Vereine auch im Reiten, dass immer weniger Kinder und Jugendliche aktiv Sport betreiben. In LK 5 hatte Leni Vogelsang (LRFV Hessisch-Lichtenau) anfangs die Nase vorn, stellte sich in der Dressur A** sogar mit einer 7,6 vor. Doch im Finale hatte sie Pech, nun zogen ihre Vereinskameradinnen Christina Holl und Aline Bandyla an ihr vorbei. Letztere holte sich mit vier Punkten Vorsprung in der Gesamtwertung den Titel.

In LK 6 ritt Lenya Gerhold wie ihre ältere Schwester auf Siegeskurs und ließ von Anfang an keine Zweifel aufkommen. Eine 7,6 und eine 8,0 waren nicht zu überbieten. So sicherte sich die Reiterin den Titel vor den ebenfalls starken Joana Grieß (Ellingerode) und Martha Immig (Wanfried).

Schließlich gelang Hannah Zeidler (Sontra-Berneburg-Nentershausen) in LK 7 und 0 noch ein Überraschungssieg: Eigentlich betrachtet die Vielseitigkeitsreiterin das Springen als ihre stärkere Disziplin, doch dann lief es super im Viereck. Sie behauptete sich erfolgreich gegen Leni Störmer und Shirley Elawure (beide Hessisch Lichtenau).

Das machte auch Papa Jörg Zeidler, Vorsitzender des Kreisreiterbundes stolz. „Das war ein spannendes Rennen heute“, sagte er zufrieden. „Die Saison 2020 war durch den Ausbruch der Pandemie sehr kurz, normalerweise können die Reiter über mehrere Turniere hinweg ihre Leistungen ausgleichen. Doch viele haben die Pause gut zum Training genutzt. Wenn wir keine neuen Wellen bekommen, können wir im nächsten Jahr in diesen Bahnen weitermachen.“

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