Fußballwart Horst Schott beklagt unsportliche Veröffentlichungen in neuen Medien

Verstöße werden bestraft

Im Blickpunkt: Informationen zu den neuen Futsal-Regeln gab Kreisschiedsrichterobmann Friedhelm Mühlhausen (links). Neben ihm Kreisfußballwart Horst Schott und dessen Stellvertreter Erwin Schellhase. Foto: eki

Velmeden. Es war nur eine ganz normale und obligatorische Tagung der Fußball-Vereinsvertreter in der Mitte der Saison, doch die diskutierten Themen bei dieser Zusammenkunft waren durchaus brisant. Es ging um die Integration von Flüchtlingen in den Klubs, wieder gestiegene Strafen wegen fehlender Schiedsrichter, die neuen Futsal-Regeln bei der kommenden Hallenmeisterschaft und die Problematik bei unsportlichen Veröffentlichungen in den sozialen Netzwerken.

Bezüglich der unsachlichen und bisweilen sogar diskriminierenden Verunglimpfungen in den neuen Medien nahm Kreisfußballwart Horst Schott kein Blatt vor den Mund. „Der Kreisfußballausschuss wird auf diese Veröffentlichungen achten und Verfehlungen knallhart sanktionieren. Derartige Dinge, die weit über die sportliche Fairness hinausgehen, sind einfach nicht in Ordnung“, machte Schott vor den Vertretern der heimischen Klubs deutlich.

Mehr Informationen hätten sich die Anwesenden wie auch Hans-Jürgen Markolf aus Witzenhausen über die Richtlinien bei der Aufnahme von Asylanten in die Fußballklubs gewünscht, doch ein auf der Tagesordnung angedachtes Referat zur Flüchtlingsintegration gab es wegen der kurzfristigen Absage des Referenten nicht. „Es ist zwar nicht so einfach eine schnelle Spielberechtigung für Flüchtlinge zu erwirken, doch der Hessische Fußball-Verband bearbeitet entsprechende Anträge recht großzügig“, machte der Kreisfußballwart deutlich.

Informationen über Regelungen bei der Flüchtlingsaufnahme für die Vereine mit den entsprechenden Fristen, gibt es auf der Homepage des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV). Zudem wurden die Klubs über ihr Internet-Postfach mit den Richtlinien vertraut gemacht. Nach Schotts Worten erhielten bereits einige Vereine für ihre Leistungen bei der erfolgreichen Integration Sonderprämien vom Verband.

Futsal-Regeln

Im Mittelpunkt der Diskussionen der Klubvertreter stand auch die am kommenden Wochenende ausgetragene Hallenmeisterschaft in Witzenhausen. Erstmals werden diese Titelkämpfe bei den Männern und Frauen nach Futsal-Regeln abgewickelt, was längst nicht bei allen Vereinen auf Gegenliebe stößt. „Dieses neue Regelwerk ist von ganz oben oktroyiert worden, ohne dass es einer von uns so richtig will“, sagte Fußballwart Horst Schott. Und: „Der Deutsche Fußball-Bund legt aber großen Wert Futsal zu forcieren, um auch bei den nach diesen Regeln ausgetragenen Meisterschaften international eine bessere Rolle zu spielen“.

Enttäuscht zeigte sich Horst Schott über das mangelnde Interesse der Vereine bei einer vom Kreisfußballausschuss im Vorfeld der Hallenmeisterschaften angebotenen Futsal-Schulung, die aufgrund von nur sechs Anmeldungen abgesagt wurde. „Wir gehen davon aus, dass es auch bei den Erwachsenen nach einer gewissen Anlaufzeit wenig Probleme geben wird, zumal im Jugendbereich schon seit mehreren Jahren nach Futsal-Regeln gespielt wird“, erklärte der Kreisfußballwart. (eki).

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