BSA-Handballer müssen in der Bezirksliga A zittern

Vorsprung beim 27:26 fast noch verspielt

Abgezogen: Mit fünf Toren war Julian Scharff (links) am Sieg der TSG Bad Sooden-Allendorf gegen den Kreisrivalen VfL Wanfried II beteiligt. Foto: Per Schröter

Bad Sooden-Allendorf – Ihren fünften Sieg in Folge feierten die Bezirksliga-Handballer der TSG Bad Sooden-Allendorf mit dem hauchdünnen 27:26 (13:11)-Derbyerfolg über den Kreisrivalen VfL Wanfried II.

„Das war eines dieser typischen Derbys und ganz sicher nichts für schwache Nerven“, war Neuenroth zwar zufrieden mit den beiden Punkten, nicht aber mit dem, was seine Mannschaft sich in der Schlussphase zusammengespielt hatte. 50 Minuten lang hatten die Gastgeber den Gegner und die eigenen Nerven voll im Griff und machten beinahe alles richtig. Gestützt auf eine gut funktionierende Abwehr und einen glänzend aufgelegten Marcus Soter im Tor ließen sie zunächst nur wenige Gegentore zu. Und auch wenn im Angriff nicht jeder Wurf ein Treffer war, ging die Zwei-Tore-Führung zur Pause in Ordnung.

Ihre beste Phase hatte die Neuenroth-Sieben zwischen der 40. und 50. Minute. Von 17:16 eilte sie mit einem beeindruckenden Zwischenspurt bis auf 24:18 davon und sah schon wie der sichere Sieger aus.

Dann aber erlebten die Kurstädter und die rund 130 mitfiebernden Zuschauer in der Rhenanus-Sporthalle, wie schnell sich im Handball das Blatt wenden kann. Während sich die Gastgeber nun bereits auf ihren Lorbeeren auszuruhen schienen und plötzlich nichts mehr zustande bekamen, witterten die Gäste Morgenluft. Da auch bei TSG-Keeper Soter von der anfänglichen Sicherheit nichts mehr zu merken war, schmolz der Vorsprung dahin wie die Butter in der Sonne. Mit noch fünf Minuten auf der Uhr stand es plötzlich nur noch 25:24 und die Partie war wieder völlig offen.

In der hektischen Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. War das Derby bis dahin zwar hart umkämpft, aber sportlich fair, sorgte Wanfrieds Christian Manthey mit einem rüden Bodycheck gegen Nicolas Herzer für einen ersten Aufreger und sah dafür vom guten Unparteiischen Willi Paar die Rote Karte (58.). Nur eine Minute später wurde Alexander Klingmann von Josua Dietzel gefällt und dafür – erneut völlig zurecht – ebenfalls disqualifiziert. Dazwischen hatte Matthias Noll, der mit acht Toren beste TSG-Werfer, einen Siebenmeter zum 26:24 verwandelt. Und als der spät eingewechselte Lukas Hasselbach kurz vor Schluss unter dem Jubel des TSG-Anhangs auf 27:25 stellte, war die Partie entschieden.

Tore BSA: Noll (8/4), Scharff (5), Klingmann (5/1), Herzer (3), Kirschner (2), Kruse (2), Vogeley (1), Hasselbach (1).  per

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