Leichtathletik

Bastian Mrochen tritt bei der Deutschen U20-Hallenmeisterschaft an: „Meine Motivation ist es, besser zu werden“

Trainiert sechs bis sieben mal die Woche: Bastian Mrochen, hier bei der Crosslauf-Kreismeisterschaft, hat sich für die Hallen-DM qualifiziert.
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Trainiert sechs bis sieben mal die Woche: Bastian Mrochen, hier bei der Crosslauf-Kreismeisterschaft, hat sich für die Hallen-DM qualifiziert.

Bastian Mrochen hat sich für die Deutsche U20-Hallenmeisterschaft in Leichtathletik qualifiziert. Im Interview erzählt er von seinem Training und seinen Zielen. 

Ob Minimarathon oder nationale Meisterschaften – Bastian Mrochen ist stets vorn mit dabei. Nun hat sich der 17-Jährige für die Deutsche U20-Hallenmeisterschaft qualifiziert, die parallel zu den Jugendwinterwurf-Titelkämpfen am Wochenende in Neubrandenburg stattfindet. 

Mrochen tritt im 3000-Meter-Lauf an, hatte sich aber auch für die 1500 Meter qualifiziert. Da die Starts zeitlich zu nah beieinander liegen, hat er sich dazu entschieden, nur über 3000 Meter anzutreten. Wir haben mit ihm über seine Ziele und das Training gesprochen.

Bastian Mrochen: Unter den Top Ten in der U20

Zum Einstieg: Wissen Sie, wo Sie aktuell in der Rangliste des DLV stehen?

Bei den 3000 Metern stehe ich derzeit auf dem fünften oder sechsten Platz in der Halle. Die U20 ist etwas größer als die einzelnen Altersklassen. Bei den 1500 Metern ist es ähnlich, da stehe ich auch unter den Top Ten.

Wie oft trainieren Sie?

Normalerweise trainiere ich sechs- bis siebenmal die Woche für jeweils etwa zwei Stunden. Manchmal habe ich einen Tag frei in der Woche und manchmal nicht. 

Wenn ich, wie jetzt in der Vorbereitung für eine Meisterschaft bin, dann kann es mal sein, dass ich einen Tag länger Pause kriege, weil die Trainingseinheiten dann intensiver sind.

Sechs bis Sieben Mal die Woche Training

Wie bereiten Sie sich auf die Meisterschaft vor?

Einfach durch mein normales Training. Mein Trainer Mustafa Hallal hat die Pläne im Kopf. Manchmal mache ich Dauerläufe, gehe raus und laufe 70 Minuten einfach nur. Anstrengendere Einheiten sind Tempo-Einheiten im Stadion, bei denen ich Distanzen im Renntempo oder schneller laufe.

Wie schaffen Sie den Spagat zwischen Schule und dem Trainingspensum?

Manchmal muss ich etwas länger wachbleiben. Das ist aber noch im Rahmen, weil ich auch nicht in jedem Fach so viele Hausaufgaben bekomme. Wenn ich Klausurenphasen habe, ist es etwas stressiger, weil ich mich dann beim Training hetzen muss und am Nachmittag nicht entspannen kann.

Wie motivieren Sie sich in solchen Zeiten?

Zum einen denke ich dann an die Ferien, das ist dann schon mal ein Anreiz. Meine Motivation ist es, einfach besser zu werden. Ich hoffe darauf, dass sich das Training auch lohnt. Ansonsten ist es aber auch ein schöner Ausgleich zum Lernen am Schreibtisch.

Bastian Mrochen: "Alkohol ist schlecht für meinen Körper"

Müssen Sie auf Dinge verzichten für den Sport?

Ich versuche, mich einigermaßen gesund zu ernähren. Als ich gelernt habe, warum Alkohol schlecht für den Körper ist, habe ich gemerkt, dass meine Trainingseinheiten keinen Wert haben, wenn ich danach Alkohol trinke, ich bin aber ohnehin nicht der Typ dafür. 

Ich trinke sehr selten Alkohol und auch nicht viel. An meiner Ernährung könnte ich sicherlich noch etwas tun. Ich achte aber nur am Tag vor dem Wettkampf genauer darauf, damit ich nicht schlecht schlafe oder mir am Wettkampftag etwas schwer im Magen liegt.

Was sind Ihre Ziele?

Also bei der Deutschen Meisterschaft in der Halle möchte ich natürlich eine gute Zeit laufen und vorn mit dabei sein. Wenn die Freiluftsaison beginnt, möchte ich dann meine Zeiten über 5000 Meter und 1500 Meter verbessern, um auch da bei der Deutschen Meisterschaft der U 20 vorn mit dabei sein zu können.

Auszeit mit Essen und Serien

Wie kommen Sie nach Meisterschaften und Wettkämpfen am besten wieder runter?

Ich muss zugeben, ich esse sehr gerne. Nach einem Wettkampf schaue ich, dass ich essen gehe oder ich esse, was zuhause da ist. Dabei entspanne ich total. Ich setze mich vor den Fernseher, gucke eine Serie und schalte komplett ab. 

Das Wichtigste ist, dass ich eine Zeit gar nichts mache und meine Ruhe habe. Danach kann ich mir die Motivation aus dem Wettkampf mitnehmen für das nächste Training.

Wie haben Sie die Wettkämpfe erlebt, die Atmosphäre in der Halle?

Vor so einem Saisonhöhenpunkt bin ich immer nervös, ich glaube das ist aber ganz normal, wenn man da im Call-Room mit seinen Konkurrenten sitzt und merkt, dass es gleich losgeht. Von der Atmosphäre ist es nicht so wie bei einem Fußballspiel, größtenteils sind Freunde, Bekannte und Trainer anwesend.

Zur Person

Bastian Mrochen (17) wurde am 21. März 2002 geboren und lebt in Liebenau. Der Schüler macht in diesem Frühjahr sein Abitur am Gymnasium Marianum Warburg. Er tritt für die LG Reinhardswald in unterschiedlichen Leichtathletikwettkämpfen an. 

Als er 13 Jahre alt war, wurde der Landestrainer auf ihn aufmerksam und berief Mrochen in den Landeskader. Mit 14 wurde er Hessenmeister über 800 Meter in seiner Altersklasse. 

Heute zählen Rennen über 1500 und 3000 Meter zu seinen Lieblingsdisziplinen. Seine Bestzeiten liegen über 1500 Meter bei 4:01 Minuten und auf 3000 Meter bei 8:48 Minuten.

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