Wesertal unterliegt beim Hünfelder SV mit 32:39

Starke Leistung, keine Punkte

Oberweser. Gut gespielt, einen favorisierten Gegner 30 Minuten lang dominiert, ihm 45 Minuten Paroli geboten und am Ende doch deutlich verloren, weil die Kräfte nachließen. So erging es den Landesliga-Handballern der HSG Wesertal bei ihrem Gastspiel beim Hünfelder SV. 32:39 (19:15) lautete der Endstand aus Sicht der Wesertaler, die neben ihren sechs Verletzten und dem beruflich verhinderten Markus Westermann auch noch auf den erkrankten Martin Bode verzichten mussten.

„Das Ergebnis spiegelt nicht unbedingt den Spielverlauf wider“, analysierte HSG-Coach Andrew Houseman, der zusammen mit Jan Domes aus der Reserve die durch den Ausfall von Bode und Westermann verwaiste Torwartposition besetzte. „Die erste Halbzeit war top, darauf können wir aufbauen. Zum Schluss machte sich der Kraftverlust bemerkbar. Hünfeld hatte eine vollbesetzte Bank und konnte munter durchwechseln - wir nicht. Das hat den Unterschied ausgemacht.“

Die Wesertaler, bei denen neben Domes auch Jörn Bachmann aushalf, erwischten einen prima Start. 5:1 führten sie nach der Anfangsphase. Nach dem 9:4 herrschte erst einmal Flaute im HSG-Angriff, sodass die Hausherren beim 12:11 das einzige Mal in Durchgang eins in Führung gehen konnten. Bis zum 13:13 blieb die Partie ausgeglichen.

In der 20. Minute dann ein weiterer Schock für die Wesertaler: Rote Karte für Tim Nickel. „Es gab ein Foul bei einem Tempogegenstoß und danach eine Rangelei zwischen Tim und seinem Gegenspieler, dafür sahen beide Rot“, beschreibt Trainer Houseman die Situation. „Zum Glück gab es für Tim anders als für seinen Gegenspieler, der wohl angefangen hatte, keinen Eintrag in den Spielbericht. Somit kann er beim nächsten Mal mitspielen.“

Wesertal, das jetzt nur noch einen Feldspieler zum Wechseln hatte, ließ sich vom Platzverweis nicht beeindrucken. Im Gegenteil: Es schien, als mobilisierte das Geschehene noch einmal alle Kräfte. Bis zur Pause hatten sich die Houseman-Schützlinge einen 19:15-Vorsprung herausgeworfen.

Den Wesertalern gelang es allerdings nicht, den Schwung des ersten Abschnitts in die zweite Halbzeit hinüber zu retten. Viel zu schnell glichen die Gastgeber aus. Zwar konnten die Gäste bis Halbzeitmitte mithalten und waren beim 25:27 noch in Schlagdistanz, aber spätestens zu diesem Zeitpunkt waren die Kraftreserven aufgebraucht, so dass es unterm Strich nicht zu mehr als einer Sieben-Tore-Niederlage reichte.

HSG Wesertal: Domes (Tor), Houseman (Tor) - Regenthal (4), K. Bachmann (3), Hartmann (6), Stucke (8), Lange (5), Schwinge (6), J. Bachmann, T. Nickel. (zno)

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