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Start ins neue Jahr bei der Eintracht gelungen

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Von: Martin Scholz

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Baunatals Jan-Erik Kleinschmidt (vorn) kann sich hier gegen den Bernburger Niklas Friedrich durchsetzen. Rechts außen wartet Benjamin Fitozovic.
Baunatals Jan-Erik Kleinschmidt (vorn) kann sich hier gegen den Bernburger Niklas Friedrich durchsetzen. Rechts außen wartet Benjamin Fitozovic. © Andreas Fischer

Erst holperte es etwas, aber dann legte Drittligist GSV Eintracht Baunatal einen souveränen Start ins neue Handball-Jahr hin. In der Rundsporthalle erspielten sich die Gastgeber am Samstagabend die erhofften zwei Punkte mit einem 34:26 (16:14)-Sieg gegen den SV Anhalt Bernburg und bleiben damit auf Tuchfühlung zu den oberen Tabellenplätzen.

„Mit dem Druck und der Schnelligkeit der Bernburger am Anfang des Spiels hatten wir nicht gerechnet. Es hat eine Weile gedauert, bis unsere Abwehr kompakter geworden ist und wir uns auch im Angriff besser gefunden haben“, sagte nach dem Spiel Linksaußen Felix Geßner, der mit sieben Toren wieder zu den herausragenden Eintracht-Akteuren zählte. Allerdings brauchten Geßner und seine Mannschaftskollegen erstmal 25 Minuten, bis sie die Bernburger um Nico Richter und Ante Simic (jeweils sieben Tore) im Griff hatten.

„Wir haben am Anfang nicht in unser Abwehrspiel gefunden. In der zweiten Halbzeit wurde das besser, genau wie unser Tempospiel und unsere Positionsangriffe“, sagte Trainer Dennis Weinrich nach dem Spiel, bei dem es erstmal eine Weile dauerte, bis sich der gesamte Eintracht-Kader die Winterpause aus den Knochen geschüttelt hatte.

Noch vor der Pause konnten die Baunataler dann erstmal mit zwei Toren in Führung gehen und kamen dann auch wesentlich strukturierter aus der Kabine zurück aufs Spielfeld. In der 35. Minute betrug der Vorsprung schon vier Tore. Kurz darauf kam Marcel Lohrbach für Moritz Goldmann ins Tor und zeigte mit insgesamt sieben Paraden bis zum Spielende eine ansprechende Leistung. Die boten aber auch die Baunataler Feldspieler, die jetzt endlich ein ordentliches Positionsspiel boten und auch bei Tempogegenstößen voll auf dem Posten waren.

Entsprechend realistisch fiel daher auch die Bewertung des Bernburger Trainers Martin Ostermann aus: „Unsere Deckung hat nachgelassen, auf den Halbpositionen haben wir zu viele Fehler gemacht, und die Baunataler haben schließlich ein sehr gutes Kreisläuferspiel gezeigt.“ Das war in der Tat so. Vor allem Leo Helbing bekam von Marvin Gabriel und Kevin Trogisch einige überraschende Bälle zugesteckt, die der 22-jährige ein ums andere Mal in Zählbares ummünzte.

Das ging so weit, dass Bernburg kurz davor stand, deklassiert zu werden, als der Baunataler Vorsprung bis auf elf Tore angewachsen war (53.). Vielleicht auch wegen der mitgereisten lautstarken Fans konnten die Gäste dann allerdings in den letzten Minuten noch das Allerschlimmste verhindern. Allerdings waren die Eintracht-Akteure nun auch voll auf dem Posten und zu gut eingespielt – ernsthaft gefährlich werden konnten die Gäste nicht mehr.

Das sah auch Eintracht-Kapitän Marvin Gabriel so: „Vieles von dem, was wir im Training geübt haben, hat jetzt einfach bestens funktioniert, vor allem das Kreisläuferspiel. Einen besseren Start ins Jahr kann man sich nicht wünschen.“ (Martin Scholz)

Baunatal: Goldmann (1. - 35.), Lohrbach (36. - 60.), Mügge (n.e.) - Gabriel 5, Lasse Reinhardt, Fynn Reinhardt 1, Geßner 7, Räbiger 2, Fitozovic 5, Bieber 1, Hellmuth, Batz, Trogisch 8/3, Kleinschmidt 1, Helbing 4 Bernburg: Petrov, Baum - Beck, Danneberg, Richter 7/3, Leskovec, Herda, Krömke 2, Gehlert 2, Petrov, Grafenhorst, Froschauer 2, Schulze 3, Friedrich 3, Simic 7, Kwooczalla

SR: Grobe/Kinzel Zuschauer: 320

Siebenmeter: 3/3:3/4

Strafminuten: 6:6

Spielverlauf: 0:3 (5.), 3:4 (10.), 5:7 (14.), 9:9 (19.), 13:13 (25.), 15:23 (27.), 19:15 (35.), 22:18 (41.), 27:21 (46.), 30:21 (52.), 33:24 (55.)

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