Start in die 3. Liga: ASC schmettert wieder los

Kopf hoch! Acht der zehn Volleyballer, mit denen der ASC in die neue Saison startet. Hinten schräg von links: Co-Trainer Julian Hoffmann, Lennart Köhler, Stefan Troestler. Mitte schräg v.l.: Trainer Matthias Polkähn, Josse Clark, Tobias Harms, Michael Wollring. Vorne: Rüdiger Hesse, Manuel Holst. Foto: Jelinek

Göttingen. Nach 44 Jahren haben Deutschlands Volleyballer endlich mal wieder eine WM-Medaille geholt – die bronzene. Viel weiter unten angesiedelt ist der ASC 46 Göttingen, der am 5. Oktober mit dem Heimspiel gegen den TV Dortmund-Hörde in seine zweite Saison in der 3. Liga West startet.

Denn das Team von Trainer Matthias Polkähn hatte nach der vergangenen und vor der nun bevorstehenden Spielzeit diverse Probleme. In der 3. Liga geblieben waren die ASCer, denen sportlich nur ein Punkt zum Klassenerhalt gefehlt hatte, nur, weil es keinen Absteiger aus der 2. Liga gegeben hatte. In einem von Abteilungsleiter Jan Feldhusen gestellten Sonderantrag wurde dem ASC das Teilnahmerecht an der 3. Liga zugestanden, die aber nur neun Teams aufweist, wodurch es lediglich acht Heimspiele gibt.

Schwierige Vorbereitung

„Wir hatten viele Spieler auf der Liste, aber durch Studienplatz- und Berufsortwechsel war es schwierig“, erklärt Polkähn, der jetzt zumindest zehn Spieler für die kommende Serie zusammen hat, darunter mit Fabian Gessat, Manuel Holst und den erst 16-jährigen Justus Barke drei Northeimer. Holst und Barke, der ein Doppelspielrecht für den ASC und Oberligist DJK Northeim hat, sind neu bei den Göttingern ebenso wie Josse Clark aus Ilsede.

Der Zehner-Kader ist natürlich knapp bemessen. „Das funktioniert nur so lange, wie wir keine Verletzten haben“, sagt Polkähn. Aber man wolle ja weiterhin keine (Halb-)Profis im Team haben, sondern eher noch drei, vier Aushilfen aus der zweiten Mannschaft. Bis auf Barke sind übrigens alle Studenten, die teilweise wegen Auslands-Praktika erst kommende Woche ins Training einsteigen können.

„Aber die anderen ackern wie die Wilden“, lobt der ASC-Coach seine (noch) kleine Trainingsgruppe, die bereits drei Turniere zur Vorbereitung spielte. Gut daher, dass der Spielplan dem ASC entgegenkommt. Zwischen dem ersten und zweiten sowie zweiten und dritten Spiel ist je eine Woche Pause, so dass man sich weiter einspielen könne.

Neu in der 3. Liga West sind der GfL Hannover (erster ASC-Auswärtsgegner) und der SSF Fortuna Bonn. Als absoluten Favoriten betrachtet Polkähn die Tecklenburger Land Volleys, bis vor zwei Jahren noch in der 2. Liga. Apropos 2. Liga: Weil mit Zweitliga-Aufsteiger SF Aligse neben dem TSV Giesen/Hildesheim und dem USC Braunschweig drei Klubs aus Süd-Ostniedersachsen in Konkurrenz zum ASC stehen, konnte Polkähn auch keinen Spieler nach Göttingen locken. 2. Liga zieht eben doch etwas mehr als 3. Liga. Trotz allem ist Polkähn aber zuversichtlich wegen „sieben, acht eingespielter Leute“. Ob sie zum einzigen ASC-Ziel, dem Klassenerhalt, reichen, wird man sehen. (gsd/nh)

Von Helmut Anschütz

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