Golfspieler Stefan Sachs brilliert europaweit

Stefan Sachs ist eine Koryphäe auf dem Golfplatz und in der Arztpraxis

Das deutsche Golfteam AK 50 ist Europameister 2018 (von links): Ulrich Schulte, Stefan Sachs (jubelnd), Martin Birkholz, Andreas Braatz, Captain Thomas Hübner, Thomas Krieger, Ekkehart Schieffer. FOTO: PRIVAT/NH
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Das deutsche Golfteam AK 50 ist Europameister 2018 (von links): Ulrich Schulte, Stefan Sachs (jubelnd), Martin Birkholz, Andreas Braatz, Captain Thomas Hübner, Thomas Krieger, Ekkehart Schieffer.

Er muss etwas ganz Besonderes hergeben, der Golfsport. Andernfalls würden sich wohl kaum weltweit 60 Millionen in Verbänden organisierte Spieler für diese Sportart begeistern, die schon ab dem 17. Jahrhundert internationalen Aufschwung erfahren hat.

Eschwege – Auch der Eschweger Facharzt Stefan Sachs hat schon mit 14 Jahren die Liebe zu Schläger und Golfball entdeckt. Daran hat sich auch gut vier Jahrzehnte später nichts geändert. Im Gegenteil, aus der Liebe ist ganz tiefe Leidenschaft geworden, die ihn nicht mehr loslässt. Die vielen großartigen Erfolge sind natürlich inbegriffen, die unter seiner bisherigen Karriere stehen und noch kein Ende erkennen lassen.

Ein echter Teamplayer

Bei Stefan Sachs, der Mitglied im Golfklub Kassel-Wilhelmshöhe ist, fällt es schwer, die sportliche Leistung des Lebens in die gleichnamige Rubrik der Werra-Rundschau einzugliedern. Vor allem, weil er sowohl deutschland- als auch europaweit für Schlagzeilen gesorgt hat. Vor allem im Jahr 2018 gingen gleich mehrere Träume für den bald 56-Jährigen in Erfüllung. Es spricht für ihn, dass er den Europameistertitel mit der deutschen Mannschaft höher einschätzt, als den im gleichen Jahr erzielten Titel des Deutschen Meisters.

„Ja, ich bin ein Teamplayer und möchte die erstmals in der Geschichte des deutschen Golfsport-Verbandes gewonnene Europameisterschaft der AK 50 auf Platz eins der sportlichen Leistungen meines Lebens einordnen. Ich stufe den Titel deshalb so hoch ein, weil du ihn nur gewinnen kannst, wenn das aus sechs Spielern bestehende Team keinen Ausfall verzeichnet, was uns letztlich geglückt ist“, schwärmt der Eschweger.

Wörtlich: „Im Turnier der insgesamt 21 Nationen haben wir Frankreich im Viertelfinale ausgeschaltet und nach England in der Vorschlussrunde konnten wir dank besagter Ausgeglichenheit auch im Endspiel gegen Spanien unsere Dominanz demonstrieren“, lobt Stefan Sachs an dieser Stelle seine Mitspieler Ulrich Schulte, Andreas Braatz, Ekkehart Schieffer (alle GC Bochum), Martin Birkholz (GC Krefeld) und Thomas Krieger (GC Heddesheim). Dazu kommt noch der mit zahlreichen Aufgaben rund ums Team in der Verantwortung stehende Captain Thomas Hübner vom GC Tegernsee.

Zwei Dinge sind dem heimischen Spitzengolfer ebenfalls noch wichtig: „Auch unser Damenteam hat 2018 den EM-Titel gewonnen. Und wenn ich nach vorne Blicke, dann denke ich, dass wir auch 2019 mit dem fünften Platz in Dänemark an unsere Vorjahresleistungen anknüpfen konnten, obwohl wir ersatzgeschwächt antreten mussten.“

Heimlich zum Titel

Im Traumjahr 2018 konnte Stefan Sachs auch seinen ersten Meistertitel auf nationaler Ebene bejubeln: „Ich habe mir am dritten Tag einen ganz heißen Kampf mit zwei vor mir liegenden Konkurrenten geliefert, die eindeutig die Favoritenbürde trugen. Und während sich die Herren Sommer und Birkholz duellierten und an fünf Löchern in Folge schwächelten, bekamen sie gar nicht mit, dass ich mich an ihnen vorbeigeschlichen hatte und drei Löcher vor dem Ziel mit drei Schlägen Vorsprung an der Spitze lag, die ich natürlich souverän ins Klubhaus transportiert habe“, sagt Stefan Sachs beim WR-Gespräch und lässt seinen Emotionen freien Lauf.

„Mit diesem, ich sage es ganz ehrlich, unerwartetem Erfolg in Hamburg-Falkenstein, habe ich mich ins EM-Team gespielt“, zeigte sich der 56-Jährige auch angetan von den Platzverhältnissen. „Für mich ist die Anlage die Nummer eins in Deutschland, hervorragend gepflegt, mit perfektem Zustand der Grüns.“ Übrigens: Seit Stefan Sachs dem Kreis der Altersklasse 50 angehört, hat er bei sechs Anläufen bei der Deutschen Meisterschaft viermal einen Platz unter den besten zehn Startern belegt.

Weil die deutschen Titelkämpfe wegen Corona 2020 ausgefallen sind, ist Stefan Sachs mit großen Hoffnungen über die Pfingstfeiertage nach Lauterhofen in der Oberpfalz gefahren, wo unter den 50 Teilnehmern die gesamte deutsche Golf-Elite vertreten war: „Ich bin jetzt bald 56 und man merkt, dass die jüngeren Golfer, die in der AK 50 starten dürfen, mit Elan nachrücken. Dennoch konnte ich am Pfingstsonntag den Vizetitel bejubeln. Nach den drei Runden verzeichnete ich einen Rückstand von sechs Schlägen gegen den Topfavoriten und Titelverteidiger von 2019, Martin Birkholz aus Krefeld.“

Freude auf die Zukunft

Stefan Sachs blickt voller Vorfreude auf kommende Aufgaben, er will weiter mit viel Ehrgeiz seinen Sport ausüben und möchte noch viele Erfolge wie im Traumjahr 2018 feiern. Auch seine Ambitionen in Richtung Nationalteam sind ungebrochen, seine Erfolgsrezepte, die ihn so weit nach oben im deutschen Spitzengolf geführt haben, wird er weiter eisern verfolgen und hat sie fixiert.

„Ich werde auch künftig jede Chance suchen und nutzen, um meine Leidenschaft mit Herzblut auszuüben und den Weitblick auf auf mein Gesamtwerk richten, in meiner Freizeit weiterhin intensiv trainieren sowie den Spaß am Sport fördern und niemals mit ihm hadern“, so die Bilanz des 55-Jährigen, der sich mit seinem „Handicap 0“ zu den besten Golfern in Deutschland zählen darf. (Harald Triller)

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