1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Stephan Leyhe belegt bei Olympia-Premiere im Einzel Platz 24

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Skispringer in Hocke nach dem Sprung von Olympia-Transparent.
Sieht nicht glücklich aus: Stephan Leyhe im Auslauf der Schanze in Zhangjiakou. © Hendrik Schmidt/dpa

Stephan Leyhes Hoffnung auf einen Top-15-Platz bei Olympia hat sich im ersten Versuch nicht erfüllt. Auf der Normalschanze landete der Skispringer vom SC Willingen auf Rang 24.

Peking -  Bei schwierigen Windbedingungen bestritt Stephan Leyhe seinen ersten olympischen Einzelwettbewerb. „Ich kenne den Stephan inzwischen auch sehr gut. Er kann stolz auf sein Comeback sein, aber ich weiß, dass er mehr von sich erwartet hat“, lobte Olympiasieger und ZDF-Experte Toni Innauer den 30-Jährigen, der mit 97,5 Meter auf der kleinen Zhangjiakou-Schanze, nach dem ersten Durchgang auf Rang 13 noch in Reichweite eines angestrebten Top ten-Platze war.

Nach guten Bedingungen in 1.700 Meter Höhe für die ersten Springer geriet er in die Rücken- und Seitenwind-Phase. Auch im zweiten Abschnitt machte Wind-Glück aus der Olympia-Entscheidung „eigentlich zwei unterschiedliche Wettbewerbe“ (Innauer). 95 Meter im Finale waren dann ebenfalls weniger als im Training, wo Lehe einmal auch die 100 Meter geknackt hatte.

Wie er selbst seine Leistung bewertet, muss offen bleiben. Leyhe war für ein Statement nicht zu erreichen. Man kann sich vorstellen, dass er kaum weniger enttäuscht war als Karl Geiger (Platz 15) und Markus Eisenbichler, der als 31. sogar das Finale verpasste.

„Eigentlich liegt uns ja die kleine Schanze gut. Aber irgendwie hat uns die Idee oder die Lösung oder gefehlt“, sagte Stephan Leyhe. „Dann ist es so, man setzt alles auf eine Karte, versucht halt sich richtig zusammen zu reißen. Dann funktioniert es oder es funktioniert eben nicht. Bei mir hat es heute nicht funktioniert,“ kommentierte der Mann vom SC Willingen seine Sprünge und das Abschneiden der Teamkollegen.

Schmid ersetzt Eisenbichler im Mixed

Am Ende überraschte beim Goldcoup von Ryoyu Kobayashi aus Japan Constantin Schmid, der mit 102 Metern nach dem ersten Durchgang den sechsten Platz belegt hatte, und mit 98 Metern im Finale zumindest Elfter wurde.

„Im ersten Durchgang war ich deutlich besser. Wenn ich im zweiten nochmal pünktlich gewesen wäre, dann wäre noch was nach vorne gegangen. Deswegen ärgert es mich ein bisschen“, analysierte der 22-Jährige im ‚ZDF‘. Die Schanze findet er „cool, wie vielleicht noch Stephan, aber nicht Karl und Markus.“ Immerhin sei er in seinem gewohnten Weltcup-Rahmen geblieben.

Für Eisenbichler war es mit seinen 92 Metern der letzte Auftritt auf der kleinen Schanze in Peking, ehe .es dann auf die große Anlage geht, wo sich die DSV-Springer zumindest im Team-Wettbewerb wie 2018 in Pyeongchang eine Medaille ausrechnen. Damals musste Eisenbichler in letzter Minute für Leyhe weichen, diesmal muss er seinen Platz im Mixed für Constantin Schmid räumen.

Der 30-Jährige Weltmeister wurde von Bundestrainer Stefan Horngacher nicht für den Wettbewerb an diesem Montag (12.45 Uhr/ZDF und Eurosport) nominiert. Stattdessen wird Geiger mit Schmid antreten. Bei den Frauen war Silbergewinnerin Katharina Althaus gesetzt. Als zweite Frau nominierte Frauen-Bundestrainer Maximilian Mechler die beim Weltcup in Willingen gestürzte Selina Freitag. (be)

Auch interessant

Kommentare