Zweites Springen Vierschanzentournee in Garmisch: Willinger Zehnter - Eisenbichler fliegt knapp am Sieg vorbei

Stephan Leyhe feste dritte Kraft - Geiger kann Kobayashi nicht folgen

skispringer freut sich
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Er hat derzeit gut lachen: Stephan Leyhe mag die Vierschanzentournee, denn auch im zweiten Springen flog er unter die besten Zehn.

Die Vierschanzentournee kommt für Stephan Leyhe wie gerufen. Der Skispringer des SC Willingen belegte auch bei der zweiten Station Garmisch-Partenkirchen in die Top 10. Nach Rang neun in Oberstdorf folgt nun Platz zehn.

Garmisch-Partenkirchen – Es war das 100. Neujahrsspringen in Garmisch und der letzte deutsche Sieg ist auch schon 20 Jahre her. Sven Hannawald war der Gewinner und fast hätte Markus Eisenbichler diesmal auch oft dem obersten Treppchen gestanden. Nur 0,2 Punkte fehlten ihm zum Triumph, der Bayer musste sich als Zweiter nur Oberstdorf-Sieger Ryoyu Kobayashi geschlagen geben.

„Telemark habe ich mich nicht getraut, da unten habe ich keine Linie mehr gesehen“, sagte Eisenbichler im ZDF: „Aber ich bin zufrieden, voll geil.“ Er flog auf im Finale auf 143,5 Meter und blieb damit nur einen halben Meter hinter dem Schanzenrekord.

Kobayashi baute seine Führung in der Tournee-Gesamtwertung aus und übernahm außerdem das Gelbe Trikot von Karl Geiger. Der Japaner liegt 13,2 Punkte vor dem Norweger Marius Lindvik und dem Slowenen Lovro Kos (-17,7), der in Garmisch-Partenkirchen erstmals im Weltcup aufs Podest flog. Eisenbichler kletterte im Tournee-Ranking vor dem dritten Springen am Dienstag in Innsbruck von Platz sieben auf vier (-21,1), Geiger liegt als Sechster (-32,3) fast aussichtslos zurück. „Ich bin ehrlich gesagt stinkesauer.“ Er hatte die schwierigsten Bedingungen aller Spitzenspringer, aber Geiger suchte auch die schuld bei sich selbst. „Ich kann besser sprinen.“

Stephan Leyhe hielt nach seinem neunten Platz in Oberstdorf beim zweiten Springen nicht ganz Wort. Da er die Schanze nicht so gern mag, wagte er die Prognose: „Jetzt wird es immer besser.“ Diese Vorhersage hat er aber nicht bestätigt, denn in Garmisch reichten 128 und 136,5 Meter für Platz zehn, nachdem er sich als Neunter qualifiziert hatte.

Olympiateilnahme rückt für Leyhe näher

Dennoch ist der gebürtige Schwalefelder im deutschen Team derzeit die feste dritte Kraft hinter Karl Geiger und Markus Eisenbichler. Damit rückt für ihn auch eine Olympiateilnahme immer näher. In der Gesamtwertung ist Leyhe jetzt hinter Eisenbichler und Geiger auf Platz acht auch der drittbeste DSV-Adler. Und im Gesamt-Weltcup ist er ebenfalls mit 166 Punkten drittbester Deutscher, weil er Schmid und Paschke überholt und damit schon rund 20 000 Schweizer Franken verdient hat.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, sagte Leyhe. „Der erste Sprung war leider bei nicht so guten Bedingungen ein bisschen zu passiv. Im zweiten ist es mir deutlich besser gelungen.“

Constantin Schmid belegte nach einem schwachen zweiten Sprung Rang 20. Andreas Wellinger landete auf dem 22. Platz. Ex-Weltmeister Severin Freund sammelte als 28. noch Weltcup-Punkte. Nicht in den zweiten Durchgang kamen Pius Paschke (30.), der sein Duell verlor, sowie Justin Lisso (43.) und Felix Hoffmann (46.), die sich über die Nationale Gruppe qualifiziert hatten.

Nun zieht der Tournee-Tross nach Österreich weiter, wo die Springen in Innsbruck (Dienstag , 13.30 Uhr) sowie Bischofshofen (17.30Uhr) auf dem Programm stehen. (be/rsm)

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