Skispringen: Heute steht zweiter Wettbewerb an

Stephan Leyhe landet auf Rang 13

Freute sich riesig über Platz 13: der für den SC Willingen startende Stephan Leyhe.

Engelberg. „Tief sitzen, Schanzentisch treffen und gut fliegen“, das hatte Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster Stephan Leyhe bei seinem ersten Weltcup in Engelberg nach überstandener Qualifikation und guten 128,5 Metern und Platz 20 im Probedurchgang mit auf den Weg gegeben.

Und der für den SC Willingen startende Athlet befolgte die Anweisungen aufs Wort, stand mit 135 Metern im ersten Durchgang den weitesten Satz und landete auf Platz acht.

„Locker bleiben und genießen“, kündigte der 22-Jährige im TV-Interview bei Matthias Opdenhövel und Dieter Thoma in der ARD an. Im Finaldurchgang erwischte Leyhe nicht so optimale Windverhältnisse, musste sogar noch einmal vom Balken, als Seitenwind aufkam, bestätigte aber mit 130 Metern fast schon routiniert seine schon beim Continentalcup im norwegischen Rena unterstrichene gute Form und holte am Ende auf Platz 13 seine ersten 20 Weltcup-Punkte. „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich bin total zufrieden und freue mich sehr, dass ich so weit vorn gelandet bin“, so Leyhe, der anfügte: „Ich muss zugeben, dass ich schon sehr nervös war. Deswegen bin ich im zweiten Durchgang auch auf Nummer sicher gegangen, da wollte ich den Sprung nur noch sicher runter bringen und nichts mehr wagen.“

In Klingenthal (2010) und Willingen (2012) war der gebürtige Schwalefelder noch in der Qualifikation gescheitert, die will er jetzt auch am Sonntag für das zweite Springen auf der Tiflis-Schanze überstehen. „Da kann ich jetzt ganz locker ran gehen, den 13. Platz kann mir keiner mehr nehmen.“ Sein Ziel: „Die Qualifikation gut überstehen und noch mal ein paar Pünktchen sammeln, damit wäre ich schon zufrieden.“

Vorm Fernseher mitgefiebert

„Das war der Hammer und hat wohl niemand so erwartet“, freute sich auch Volker Leyhe, der mit seiner Frau und Sohn Christoph den Wettkampf Zuhause vor dem Fernseher verfolgte. „Das hat Stephan souverän gemacht und damit die guten Ergebnisse vom Conti-Cup bestätigt.“

Insgesamt war die Freude beim deutschen Team groß, denn Richard Freitag (277,7 Punkte) gewann am Ende vor dem Tschechen Roman Koudelka (277,1) und dem Österreicher Michael Heyböck (276,2). Severin Freund (272,7) und Markus Eisenbichler (268) runden auf den Plätzen sieben und acht das deutsche Ergebnis ab. Marinus Kraus (241,4) auf Platz 22 und Andreas Wank (239,2) auf Platz 25 erreichten das Finale, das Routinier Michael Neumayer ganz knapp verpasst hatte. (rn/frg)

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