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Steven Müller will es noch einmal wissen

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Von: Martin Scholz

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Der Kasseler Sprinter Steven Müller im Nationaltrikot bei der Weltmeisterschaft in Doha im Jahr 2019.
Der Kasseler Sprinter Steven Müller im Nationaltrikot bei der Weltmeisterschaft in Doha im Jahr 2019. © imago images/Chai v.d. Laage

Noch einmal Vollgas ist angesagt. Der Kasseler Sprinter Steven Müller startet am Sonntag in Kalbach über 60 und 200 Meter in die Hallensaison. Der 32-Jährige im Trikot der LG ovag Friedberg-Fauerbach unternimmt damit den Versuch, noch einmal an alte Leistungen anzuknüpfen. Und die können sich sehen lassen: Mit drei nationalen Titeln im Freien und in der Halle sowie einer Freiluft-Bestzeit von 20,42 Sekunden über 200 Meter gehörte der Student mehrere Jahre zur nationalen Elite über die längere Sprintstrecke. Teilnahmen bei EM und WM und zuletzt bei den Olympischen Spielen in Tokio waren die logische Konsequenz, aber offensichtlich auch der Schlussstrich aus Sicht des Deutschen Leichathletik-Verbandes. So wurde Müller im vergangenen Jahr nicht mehr in den Nationalkader berufen. Chef-Bundestrainerin Annett Stein, Sprint-Bundestrainer Ronald Stein und Bundesstützpunkt-Trainer David Corell begründeten das mit der Einleitung eines Generationswechsels.

Für Müller und seinen Trainer Otmar Velte war das ein Schock. Da Müller als früherer Footballer erst seit zehn Jahren im Leistungssport aktiv ist, sah und sieht Velte noch Entwicklungsmöglichkeiten für seinen Schützling: „Seit Oktober ist Steven wieder voll im Training, und sein Ziel bleibt die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Paris im kommenden Jahr.“ Aus diesem Grund planen Velte und Müller eine Wiederholung der erfolgreichen Jahre 2018, 2019 und 2020, die alle mit einer Hallensaison begannen und später im Jahr in starke Freiluft-Leistungen mündeten.

Müller, dem durch die Nicht-Berücksichtigung im DLV-Kader die finanziellen Möglichkeiten für ein Trainingslager in wärmeren Gefilden fehlen, hat vorrangig im Auestadion trainiert. „Nach längerer Pause von Hallen-Wettbewerben freue ich mich jetzt auf die Wettkämpfe in der Halle. Natürlich hoffe ich dann auf die Freiluft-Saison“, sagt der Sprinter, der vor allem verletzungsfrei durch die Saison kommen will. „Nach wie vor will ich 2024 in Paris bei Olympia meine beste Leistung abrufen, was mir in Tokio nicht gelungen ist“, sagt der Berufspädagogik-Student.

Daher nun also in diesem Jahr der frühe Saisonstart am Sonntag bei einem Sportfest im Frankfurter Stadtteil Kalbach. Ende Januar folgen dann die Hessischen Hallen-Meisterschaften und im Februar die Süddeutschen und die Deutschen Titelkämpfe.

Danach setzt Müller auf Erfolge und Leistungssteigerungen im Freien mit dem Saison-Höhepunkt bei den Deutschen Meisterschaften im Juli im Auestadion. „Darauf freue ich mich jetzt schon tierisch“, sagt Müller. (Martin Scholz)

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