Flutlichtrennen des MSC Bad Hersfeld fällt erneut aus

Motorsport: Still ruht die Grasbahn in Bad Hersfeld

Ein Foto aus vergangenen Tagen: Wie im letzten Jahr muss das Grasbahnrennen in Bad Hersfeld auch in 2021 ausfallen.
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Ein Foto aus vergangenen Tagen: Wie im letzten Jahr muss das Grasbahnrennen in Bad Hersfeld auch in 2021 ausfallen.

Wie schon im vergangenen Jahr fällt das Grasbahnrennen des Motorsportclubs Bad Hersfeld der Pandemie zum Opfer. Der MSC hat sich schweren Herzens für eine Absage entschieden.

Bad Hersfeld – Kein Flutlicht, keine dröhnenden Motoren, kein aufwirbelnder Staub: Das Grasbahnrennen des MSC Bad Hersfeld fällt auch in diesem Jahr aus. Weil das Gesundheitsamt zum jetzigen Zeitpunkt noch keine verbindliche Aussage treffen kann, wie viele Motorsportfans das traditionelle Rennen auf der Grasbahn vor dem Laufholz verfolgen könnten, ist den Verantwortlichen das Risiko zu groß.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und deshalb bei der Jahreshauptversammlung unsere Mitglieder miteinbezogen und nach deren Meinung gefragt. Wir wollten das als Vorstand nicht allein entscheiden“, berichtet Elona Schäfer-Hablesreiter, die Vorsitzende des MSC. So sei man gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass die Kosten des Rennens ohne, oder aber mit nur wenigen Zuschauern nicht zu stemmen seien.

Auf seine Sponsoren hätte der Hersfelder Klub zwar zählen können. Doch die meisten hätten ihre Zusagen auch von der Zuschauerzahl abhängig gemacht. „Wer will schon eine größere Summe Geld geben, wenn vielleicht nur 100 oder 200 Zuschauer zum Rennen kommen dürfen“, fragt die Klubchefin. Nicht selten verfolgten an die 2000 Motorsportfans die spektakulären und kurzweiligen Rennen unter Flutlicht.

Auch wenn die Inzidenz im Kreis erfreulicherweise im Sinkflug ist, hätte die Austragung der Veranstaltung den MSC vor erhebliche Anforderungen gestellt. „Wie willst du an der weitläufigen Bahn kontrollieren, dass die Zuschauer mindestens 1,50 Meter Abstand halten“, fragt Elona Schäfer-Hablesreiter. Und auch beim Einlass und der Umsetzung des Hygiene-Konzepts hätte sie Probleme auf die Veranstalter zukommen sehen. „Wir hätten zusätzliche Helfer gebraucht. Aber noch sind ja auch nicht alle unsere Mitglieder vollständig geimpft. Und an der Kasse hätte es mit Sicherheit Diskussionen gegeben“, vermutet sie.

Doch Schäfer-Hablesreiter denkt auch an die Fahrer. „Sie haben seit einem Jahr keine Rennen gefahren. Das erhöht die Verletzungsgefahr natürlich um einiges“, sagt sie. Außerdem hätten viele keine Lizenz für diese Saison erworben, weil bislang keine Rennen angestanden hätten. „Es ist wie ein Teufels-Kreislauf. Wir hätten das Rennen nicht guten Gewissens austragen können“, stellt sie klar. In diesem Jahr hätte in Hersfeld das Finale der Deutschen Meisterschaft der Seitenwagen mit B-Lizenz stattfinden sollen.

Der MSC will sich jetzt auf 2022 konzentrieren – dann feiert der Klub sein 70-jähriges Bestehen. „Wir haben uns beim Deutschen Motorsport-Bund (DMSB) für höherer Prädikate beworben. Mal sehen, was daraus wird“, sagt Schäfer-Hablesreiter.

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