Gimtes Keeper Norman Stollberg: „In diesem Jahr unter die ersten fünf kommen - und dann angreifen“

Stollberg will noch was erreichen

Im Kreisliga-Derby gegen den FC Werder Münden nimmt hier Torhüter Norman Stollberg dem Mündener Ersin Akin das Leder vom Fuß. Links beobachtet Paul Kroker die Szene. Foto: Schröter

HANN. MÜNDEN. Er zählte in der vergangenen Saison beim TuSpo Weser Gimte zu den Erfolgsgaranten und hatte maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga. Im Sommer verließ Torwart Norman Stollberg - für viele etwas überraschend - nach nur einem Jahr den Verein, kehrte aber noch vor der Winterpause zurück. HNA-Mitarbeiter Per Schröter sprach mit dem 26-Jährigen.

HNA: Was hat Sie bewegt, den TuSpo Weser trotz Kreisligatitel und Aufstieg so schnell wieder zu verlassen? Norman Stollberg: „Als ich nach Gimte kam, war es mein Ziel, mit dem Verein aufzusteigen. Als das schon in der ersten Saison gelang, habe ich mir selbst neue sportliche Ziele gesetzt und wollte noch einmal mindestens in der Oberliga spielen.“ HNA: Fiel Ihnen die Entscheidung leicht? Stollberg: „Natürlich nicht. Ich fühlte mich wohl und die Kameradschaft im Team war großartig. Außerdem hatte ich gesehen, wie sehr sich die Mannschaft im Laufe der Saison weiter entwickelt hatte. Gleichzeitig hatte ich aber auch das Gefühl, dass wir mit dem vorhandenen Kader nicht in der Lage sein würden, in der Bezirksliga oben mitzuspielen oder gar ein ernsthafter Titelkandidat zu werden. Und da entsprechende Neuzugänge nicht in Sicht waren, ich aber eben gerne noch einmal höherklassig spielen wollte, war der Schritt für mich nur logisch.“ HNA: Wie ging es für Sie weiter? Stollberg: „Oberligist SVA Hersfeld nahm im September mit mir Kontakt auf und lud mich zum Probetraining ein. Ich bekam sofort einen Vertrag für ein Jahr mit der Option auf ein weiteres Jahr. Spielberechtigt wäre ich ab der Rückserie gewesen. Da der Verein zwischenzeitlich sowohl sportlich als auch finanziell einen heftigen Absturz erlebte, musste man den Kader wieder verkleinern. Nachdem der Trainer auch noch entlassen worden war, wurde mein Vertrag im beiderseitigen Einvernehmen wieder aufgehoben.“ HNA: Und warum dann jetzt die Rückkehr nach Gimte? Stollberg: „Nach meinem Weggang hatte ich noch viel Kontakt zum Verein und habe mich auch bei der Mannschaft fit gehalten. Da mein Herz am TuSpo Weser hängt und ich gebeten wurde, wieder zurückzukommen, habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen.“ HNA: Welche Ziele haben Sie jetzt mit dem TuSpo Weser? Stollberg: „Ich bin in meiner gesamten Karriere noch nie abgestiegen. Und das soll auch so bleiben. In dieser Saison will ich mit dem Team einen Platz unter den ersten Fünf erreichen. Wenn ich über das Saisonende hier bleibe, wovon ich ganz fest ausgehe, da ich im Sommer meine Lebenspartnerin Nicole Müller nach neun Jahren heiraten werde, dann will ich längerfristig mit dem Verein noch einmal aufsteigen.“ HNA: Im Oktober haben Sie beim TuSpo die Leitung der Abteilung Jugendfußball übernommen. Warum? Stollberg: „Da ich schon in der vergangenen Saison bei einigen Jugendteams das Torwarttraining geleitet hatte, habe ich gesehen, dass die Trainer Sven Fritsch, Ete Maar, Frank Bockfeld, Thomas Fleischmann und andere gute Arbeit machen. Mein Ziel ist es nun, die Jugendarbeit im Verein so zu organisieren und zu koordinieren, dass sie noch besser wird und wir einen guten Unterbau für unsere Seniorenteams schaffen. Als erste Maßnahme haben wir jetzt bei den A-Jugendlichen einen Trainerwechsel vorgenommen. Und mit dem neuen Coach Lutz Stollberg scheint das Team schon jetzt auf einem guten Weg zu sein, was nicht zuletzt die Qualifikation für die Endrunde der Hallenkreismeisterschaften zeigt.

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