Kuriose Szene beim Badminton

Top 5 des Olympiatages: Stricknadel und Besen immer zur Hand

Helfer in Tokio.
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Es war ein regnerischer Tag in Tokio: Helfer befreien das Leichtathletik-Stadion während der Diskus-Wettkämpfe vom Wasser.

Wenn Sie denken, dass am zehnten Tag der Olympischen Sommerspiele in Tokio die außergewöhnlichen, die besonderen Geschichten weniger werden – vergessen Sie es.

Kassel – Auch am Montag passierte wieder allerhand Kurioses bei den Wettkämpfen in der japanischen Hauptstadt. Wir haben dafür eine weitere Top 5 zusammengestellt.

1. Wenn alle springen und einer strickt: Was macht man während der Olympischen Spiele, wenn man auf der Tribüne sitzt und nichts zu tun hat? Klar, man strickt. So hat es zumindest der Brite Tom Daley gehandhabt, der mit seinem Synchronpartner bereits Gold vom Zehn-Meter-Turm gewonnen hat. Beim Drei-Meter-Wassersprung-Finale saß der 27-Jährige dann im Zuschauerbereich und strickte eine Tasche. Die soll nun dazu dienen, dass er seine Medaille mit sich herumtragen kann, ohne dass diese zerkratzt. Clever.

2. Wenn der Ballwechsel läuft und du mal eben deinen Schläger austauschst: Doppel-Endspiel im Badminton: Zwei Indonesierinnen gegen zwei Chinesinnen. So wie es bei diesem Sport üblich ist, gibt es auch im Finale viele spektakuläre Ballwechsel. Doch eine Szene übertrifft dann doch alles. Während ihre Mitspielerin Apriyani Rahayu an der Grundlinie den nächsten Schlag plant, läuft Greysia Polli mitten im Ballwechsel aus dem Feld und nimmt sich kurzerhand ein neues Racket. Trotz dieses Abstechers behalten die beiden starken Indonesierinnen die Übersicht und gewinnen schließlich auch das Match verdient 2:0 gegen Qing Chen Chen und Yi Fan Yia. Sachen gibt’s.

3. Wenn du ungläubig lächelst und deine Betreuer dir die Landesfahne reichen: Erinnern Sie sich noch an das Tennis-Finale der Frauen bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro? Damals schrieb Monica Puig mit dem Sieg gegen die Deutsche Angelique Kerber Sportgeschichte – das erste Gold für Puerto Rico. Jetzt tat es ihr Hürdensprinterin Jasmine Camacho-Quinn in Tokio gleich. Es war der erste Olympia-Triumph für Puerto Rico in der Leichtathletik. Und die 24-Jährige – Sie werden es sicher schon erahnen – konnte es auch erst nicht so richtig fassen, bis sie die Fahne ihres Heimatlandes in die Hand gedrückt bekam.

4. Wenn es regnet und alle helfen mit: Auch im Land der aufgehenden Sonne regnet es manchmal. Das bekamen die Leichtathleten gestern hautnah mit. Während des Diskus-Wettkampfes, den die Deutsche Kristin Pudenz sensationell auf dem Silberrang abschloss, setzten sintflutartige Regengüsse ein. Das hatte zunächst einige ungültige Versuche zur Folge, dann eine Unterbrechung. Dank der fleißigen Helfer in Tokio, die das Stadion vom Wasser befreiten, konnte es dann irgendwann aber weitergehen.

5. Wenn einer singt und alle stimmen mit ein: Aus der ersten olympischen Woche wissen wir inzwischen, dass es die bewegenden Momente nicht nur unmittelbar nach einem Wettkampf gibt. Manchmal wird es auch erst emotional, sobald die erfolgreichen Teilnehmer zurück im Olympischen Dorf sind. Sehr beeindruckend war jetzt, wie herzlich die Südafrikaner in der Nacht zu Montag die Medaillengewinner empfingen. Einer aus der Delegation stimmte das bekannte und überaus populäre südafrikanische Lied Shosholoza an – und alle machten mit. (Maximilian Bülau und Björn Mahr)

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