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Berglauf: Philipp Stuckhardt siegt am Eiger

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Stolzer Sieger beim Eiger-Ultra-Trail: Philipp Stuckhardt.
Stolzer Sieger beim Eiger-Ultra-Trail: Philipp Stuckhardt. © privat

Diesmal hat es geklappt: Nach dem dritten Platz im vergangenen Jahr ist Philipp Stuckhardt beim Eiger-Ultra-Trail als Erster ins Ziel gekommen.

Grindelwald – Der Eiger: Seit jeher ist der Gipfel in den Berner Alpen (3970 Meter) ein Mythos für Bergsteiger, Kletterer und Wanderer. Die Route durch die Nordwand ist eine gefährlichsten der Welt. Über 70 Alpinisten kamen hier ums Leben. Von den Geschichten und letztendlich auch durch den Film „Nordwand“ inspiriert, gibt es seit 2013 den Eiger-Ultra-Trail. Die längste Srecke war bislang ein 101-Kilometer langer Lauf mit Start und Ziel in Grindelwald über die Alpenpässe Kleine und Große Scheidegg. Sie ist jetzt durch einen 250-Kilometer-Lauf getopt worden.

Erneut gehörte auch Philipp Stuckhardt zu den Startern beim Eiger-Trail, aber nur über 16-Kilometer. Der Premiere im vergangenen Jahr mit einem dritten Platz folgte nun ein sehr erfolgreicher zweiter Start. Der Kohlhäuser – er läuft für SSC Hanau-Rodenbach – gewann diesen Rundkurs bis zur Gemeinde Bort und wieder zurück, der zum Teil über Wege und Wiesen führt, die am Lauberhorn oder der Kleinen Scheidegg beginnen und im Winter zur Skipiste werden. Stuckhardts Siegerzeit: 1:15:51,0 Stunden. Damit war er fast zwei Minuten schneller als der Zweite Angus Wright aus England (1:17:35,8) und der Schweizer Demian Schaedler (1:18:43,4). Der Lauf mit insgesamt 960 Höhenmetern war international stark besetzt. Nicht nur Engländer, Franzosen oder Dänen waren am Start. Sogar aus Australien und Neuseeland kämpften Athleten um Siegerplätze. Insgesamt waren es fast 900 Teilnehmer, die wieder der Faszination des Eigers und des Berglaufes erlegen waren.

Aber Stuckhardt bestimmte die Konkurrenz. „Es lief super. Ich habe mich vom Start weg abgesetzt und Druck auf das Verfolgerfeld gemacht“, erzählt er. Schon nach acht Kilometern bei der Hälfte in der Ortschaft Bort hatte er einen Vorsprung von rund 500 Metern, Zwischenzeit: 46:29,2 Minuten, während der Zweite nach 48:55,2 Minuten in das Bergdorf einlief.

Der Kohlhäuser lief im zweiten Abschnitt, wo es bergab ging, noch schneller (29:21:8 Minuten), obwohl die Bedingungen schwieriger waren als im vergangenen Jahr. Die Wärme setzte den Läufern zu. „Ich kam aber damit ganz gut klar. Ich habe eben dazugelernt“, erzählt er. Im zweiten Streckenabschnitt konnte er sich noch einmal deutlich steigern und schaffte dann mit klarem Vorsprung den Sieg.

Von Hartmut Wenzel

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