Stuckhardt trotzt dem Wind

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Überzeugender Sieger: Philipp Stuckhardt  war der schnellste Läufer über die Zehn-Kilometerstrecke am Sonntag.

Böiger Wind machte den Lollsläufern beim ersten Durchgang über die 10,7 Kilometer-Strecke mächtig zu schaffen.

Bad Hersfeld – Philipp Stuckhardt und Julia Friedrich sind beim 21. Bad Hersfelder Lollslauf das Maß der Dinge. Stuckhardt ging als der große Favorit bei den Männern an den Start und wurde seiner Rolle in 34:33 mehr als gerecht – trotz dem Wind.

Der Kohlhäuser führt die Wertung über die 10,7 km mit einem Vorsprung von 5,11 Minuten vor dem Zweiten Mark Andree Sippel an. Ein Platz auf dem Treppchen scheint Stuckhardt sicher, doch muss er aber noch den zweiten Teil am kommenden Sonntag abwarten. Auf seiner „Hausstrecke“ war der für das Laufteam Kassel startende Bio-Landwirt nicht zu bremsen.

Bei den Frauen führt zur Halbzeit Julia Friedrich vom TLV- Eichenzell in 45:36. Der starke Wind machte nicht nur den Läufern auf der Strecke in Richtung Kohlhausen zu schaffen, sondern auch den Organisatoren. Im Kurpark stellten Helfer die Absperrgitter mehrfach neu auf. Und die aufblasbaren Start-Ziel-Markierungskissen mussten festgehalten werden, damit die Böen sie nicht wegfegten. „Der Wind ist ein Brett“, meinte Marc Güth, einer der Läufer. „Nach Kohlhausen zu war er sehr stark. Erst auf dem Rückweg über den Johannesberg im Wald wurde es besser.“ Güth ist Lehrer in Niederaula. Sein Kollege Christopher Wahl schaffte die Strecke in 42:20 Minuten, eine für diese Bedingungen starke Zeit. Genüsslich ließ er sich im Ziel ein Bier schmecken, alkoholfrei versteht sich. Die größte Läufergruppe an diesem Sonntag stellte der TBV Eichenzell.

Insgesamt ist die Strecke mit 10,7 Kilometern etwas länger als die Original-Lollslaufstrecke. Doch die Hygienebestimmungen der diesjährigen Lollslauf-Variante lassen keine Begegnungen auf der Strecke zu, sodass eine andere Streckenführung über diese Distanz nicht möglich ist. Für die Starter spielte das allerdings keine Rolle, sie waren froh, sich nach längerer Zeit endlich mal wieder im Wettbewerb messen zu können.

Spitzenzeiten, mit Ausnahme der von Stuckhardt, konnten bei den windigen Bedingungen nicht erwartet werden und so war jede Läuferin und jeder Läufer froh, unter dem Applaus der Zuschauer im Ziel anzukommen. Dankbar wurde die Getränkestation in Kohlhausen angenommen, wo rund 15 Zuschauer die Läufer anfeuerten. Zahlreiche Streckenposten und die Begleitung durch die Radstaffel des Ski-Club Neuenstein sorgten dafür, dass sich keiner der Aktiven verlaufen konnte.  red/wz

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