Viererbob: Team um Jan Speer kippt in Kurve neun um und landet nur auf Rang 14

Sturz – aber alle wohlauf

Hier lief es noch rund: Das Team um Viererbob-Pilot Francesco Friedrich im ersten Lauf. Der Wirmighäuser Jan-Martin Speer sitzt auf Position zwei. Foto: dpa

Lake Placid. Die Ausfahrt von Kurve neun wurde ihnen zum Verhängnis: Beim Weltcup-Auftakt der Bobfahrer im amerikanischen Lake Placid ist das Team um Pilot Francesco Friedrich, bei dem auch der Wirmighäuser Jan-Martin Speer im Schlitten saß, noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Der Viererbob stürzte bei der Ausfahrt von Kurve neun und rutschte dann auf der Seite ins Ziel. Doch bis auf ein paar Prellungen und blaue Flecken überstand das Quartett den Sturz unverletzt. Am Ende landete das Team auf Rang 14.

Gute Platzierung verspielt

„Der Wettkampf lief wunderbar, wir hatten zweimal die zweitbeste Startzeit – doch dann kam Lauf zwei. Wir sind gestürzt, sind aber alle wohlauf. Eine gute Platzierung haben wir dadurch leider verspielt“, so Speer, der anfügte: „In Calgary werden wir wieder angreifen und uns von der Startzeit her noch einmal verbessern. Man muss ja auch bedenken, dass wir an diesem Wochenende erstmals in dieser Besetzung an den Start gegangen sind.“

Denn: Speer rutschte ins Team, weil Gregor Bermbach, der eigentlich zur Friedrich-Crew gehört, wegen Adduktorenproblemen noch nicht einsatzbereit ist. Und da sich die Mannschaft des Wirmighäusers, der normalerweise den Schlitten von Manuel Machata anschiebt, nicht für den Weltcup-Auftakt qualifizierte, wurde der 27-Jährige als bester Ersatzmann ins Friedrich-Team berufen.

Noch am Sonntag ging für den Bob-Tross die Reise nach Calgary weiter, denn dort steht diese Woche der nächste Wettkampf an. „Ich denke, dass wir da unter den besten Fünf landen werden, das ist auf jeden Fall unser Ziel“, sagte Jan-Martin Speer.

Den Sieg im Viererbob schnappte sich am Samstag Maximilian Arndt (BSR Oberhof). Mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung rettete das Team am Fuße des Mount van Hoevenberg die Führung aus dem ersten Lauf ins Ziel.

Nicht nur das Friedrich-Team stürzte übrigens in Lake Placid: Im ersten Durchgang war auch der Schlitten von Nico Walther (Riesa) bei voller Geschwindigkeit umgekippt, Walther trat zum zweiten Lauf nicht mehr an. Auch die brasilianische und die südkoreanische Crew schieden nach ähnlichen Unfällen aus.

Von Friederike Göbel

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