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Bodybuilder Budesheim greift weiter an

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Von: Mario Reymond

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Muskelmann mit Ambitionen: Tim Budesheim, Profi-Bodybuilder aus Ransbach, hat weiterhin große Pläne.
Muskelmann mit Ambitionen: Tim Budesheim, Profi-Bodybuilder aus Ransbach, hat weiterhin große Pläne. © Jannik Hohmann

Um besonders schmackhaft zu werden, muss ein guter Käse nur lange genug reifen. Und wer es im Bodybuilding an die Weltspitze schaffen möchte, der muss sich jahrelang dafür quälen.

Ransbach - „Ich bin jetzt mit 32 Jahren im besten Bodybuilding-Alter“, erklärt Tim Budesheim. Und der Profi-Bodybuilder aus Ransbach möchte im kommenden Jahr noch einmal richtig angreifen. In der für ihn zu Ende gegangenen Wettkampfsaison hat es für den Sprung nach ganz oben noch nicht gereicht. „Ich habe jüngst in den USA neben den Besten auf der Bühne gestanden. Jetzt weiß ich genau, woran ich arbeiten muss, um im kommenden Jahr noch erfolgreicher zu sein“, sagt Tim Budesheim, der bei seinen Profiwettkämpfen in Estoril und Chicago jeweils auf dem vierten Platz und in Tampa auf dem sechsten Rang landete. Zu wenig für den Traum einer Teilnahme am Mr. Olympia Mitte Dezember in Las Vegas.

„Wenn ich meine beiden Söhne nicht hätte, würde ich vom Fleck weg in die USA – nach Florida – gehen. Dort gibt es die besten Athleten und die besten Trainer. Überhaupt spielt sich das Profibodybuilding einfach dort in den Staaten ab“, so der Bodybuilder aus Ransbach. Zudem seien Bodybuilder dort anerkannter als hier. „In den USA erfährt man eine ganz andere Wertschätzung. Das ist einfach so“.

Aufgrund dessen will er zu Jahresbeginn für zwei Monate wieder rüber, um dort mit den Besten der Besten wie Nick Walker oder Derek Lansford zu trainieren. Seine eigentliche Vorbereitung auf das kommende Sportjahr beginnt für Tim Budesheim noch in diesem Monat. Dabei will er einige Dinge verändern. Das beginnt damit, dass er seinen Alltag komplett neu strukturieren möchte.

„Ich brauche neben meinem kräftezehrenden Sport eindeutig mehr Ruhepausen. Ich bin eigentlich ein kleiner Workaholic, der neben dem Sport gerne Holz macht und auch ansonsten handwerklich arbeitet. Das muss ich nun alles besser aufeinander abstimmen“, erklärt Budesheim.

In der bald beginnenden sechsmonatigen Aufbauphase will der aktuell 126 Kilogramm schwere Athlet seine Masse auf 135 Kilogramm erhöhen, also um neun Kilo Muskelmasse „wachsen“. Dafür muss er zweimal an fünf Tagen in der Woche trainieren. Morgens für eine Stunde geht es da um Ausdauer und Beweglichkeit, während nachmittags zweieinhalb Stunden Krafttraining in seiner Eisenhöhle in Philippsthal oder Rays Fitnessclub anstehen.

Wann er im kommenden Jahr in die für ihn heiße Wettkampfphase einsteigen wird, ist abhängig vom Termin für den Mr. Olympia 2023. Die Teilnahme an diesem im Profi-Bodybuilding prestigeträchtigsten Vergleich ist nach wie vor Tim Budesheim größtes Ziel. Die notwendigen Punkte dafür will er in Wettkämpfen sammeln, die nicht allzu weit vor dem Mr. Olympia-Wettbewerb liegen. „Kurze Abstände zwischen den Wettkämpfen sind wichtig, da ich auch auf meine Gesundheit achten muss. Das ist wie bei einem Auto-Motor. Da kann ich für kurze Zeit mal mit hoher Drehzahl fahren. Wenn ich das aber andauernd mache, geht der Motor kaputt“, zieht der Ransbacher Profi-Bodybuilder einen interessanten Vergleich.

Ohnehin gehe es ihm gar nicht mehr nur darum, auf Teufel komm raus Muskeln aufzubauen. Das vorhandene Paket sei schon gar nicht schlecht. Für ihn sei es eher wichtig, seine Form punktgenau optimal präsentieren zu können. „Auf den letzten Metern kann ich da noch viel versauen“, weiß er aus Erfahrung. Tim Budesheim scheint mittlerweile auch mental einen Schritt weiter zu sein als bisher – eben etwas älter und reifer. (Mario Reymond)

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