Finanzielle und strukturelle Probleme: VfB spielt künftig in der Kreisoberliga

Süsterfeld zwei Klassen tiefer

Kassel. Jetzt ist es amtlich. Der VfB Süsterfeld spielt in der kommenden Saison nicht in der Fußball-Verbandsliga. Das hat Pressesprecher Frank Dietrich, das einzig verbliebene Vorstandsmitglied des Vereins, am Mittwoch bestätigt.

„Wir werden definitiv nicht in der Verbandsliga spielen. Ich haben einen Antrag auf Einstufung in die Kreisoberliga gestellt und der geht nach derzeitigem Stand zu 99 Prozent durch“, so Dietrich.

Andere Vorstandsmitglieder sind laut Dietrich derzeit ebenso wenig erreichbar wie der Sportliche Leiter Thomas Herwig: „Sie sind zurückgetreten, obwohl das rechtlich gar nicht geht. Wenn schon, dann müsste ein Rücktritt auf einer Versammlung des Vereins erfolgen.“ Als einer, dem das Wohl des VfB, dessen erster Mannschaft und vor allem der Jugendteams am Herzen liege, versuche Dietrich „zu retten, was zu retten ist“.

Juristisch nicht legitimiert

Leicht fällt ihm dies nicht, zumal er nach einiger Aussage „juristisch nicht legitimiert und damit auf das Wohlwollen der Verbände angewiesen“ ist. Und schließlich gehen die Süsterfelder finanziell am Bettelstab, auch wenn, so Dietrich, der wohl erforderliche Insolvenzantrag noch nicht gestellt wurde.

Der Hoffnung von Frank Dietrich, wonach die erste Mannschaft des VfB künftig in der Kreisoberliga Kassel um Punkte kämpfen darf, gibt Horst Riemenschneider Nahrung. „Der VfB Süsterfeld hat seine erste Mannschaft aus der Verbandsliga zurückgezogen und einen Antrag auf Einstufung in die Kreisoberliga gestellt. Dies lassen unsere Statuten zu“, sagt der stellvertretende Kreisfußballwart. Keine Meldung liege für eine zweite Mannschaft vor.

Auswirkung auf Relegation

Der Abgang des VfB Süsterfeld aus der Verbandsliga hat Auswirkungen auf die Relegation. Der VfL Kassel, der SC Willingen, der FC Eichenzell und der TSV Grebenhain stritten ursprünglich um einen freien Platz. Nun sieht es so aus, als reiche auch der zweite Platz in der Gruppe noch zum Aufstieg. (wb/zgk)

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