„Soll keine kurze Nummer werden“

SV 07-Coach Florian Mönche im Interview über Visionen und Ambitionen

Florian Mönche (links) und Matthias Kreiselmeyer.
+
Stolz über seinen neuen Posten: Florian Mönche (links), der das Amt des Trainers bei der SV 07 Eschwege übernimmt, mit dem 1. Vorsitzenden des Vereins, Matthias Kreiselmeyer.

Ende April gelang der SV 07 Eschwege ein echter Trainer-Coup. Der Verein, der kommende Saison in Fußball-Kreisliga B an den Start geht, verpflichtete Florian Mönche.

Eschwege ‒ Dieser stand zuletzt für Gruppenligist SV Reichensachsen an der Seitenlinie. Im Interview spricht der Neu-Coach darüber, warum die SV 07 für ihn erste Wahl war, wie er zu Ex-Verein Reichensachsen steht und welche Pläne er langfristig mit den Kreisstädtern hat.

Herr Mönche, vor wenigen Wochen stand noch eine Vertragsverlängerung bei Reichensachsen im Raum, jetzt sind sie in Eschwege gelandet. Wie fühlt sich das an?
Gut. Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Mich erwartet hier eine komplett andere Mannschaft mit vielen jungen Spielern, die ich fördern kann. Gemeinsam können wir hier echt Stück für Stück etwas aufbauen.
Von der Gruppenliga in die Kreisliga B – fühlt sich das nicht wie ein Abstieg an?
Technisch gesehen ist die B-Liga ein Abstieg, ja. Aber es fühlt sich definitiv nicht so an. Mir stehen hier bei der SV 07 alle Wege für die Zukunft offen, wir haben ambitionierte Ziele. Dazu kommen die eben angesprochene gute Jugendarbeit und ein Kader, den wir aktuell verbreitern. Das reizt mich sehr.
Ihr Ex-Verein macht aktuell Schlagzeilen, in dem er fleißig neue Spieler verpflichtet. Beschäftigen Sie sich noch mit dem SVR?
Nein, das Thema ist komplett abgehakt. Es ist Reichensachsen selbst überlassen, welche Transfers sie tätigen oder nicht. Klar ist das ein bisschen Schade für die Spieler, die in den letzten Jahren aus der Jugend hochgekommen sind. Die fallen jetzt, wenn sie Pech haben, hinten runter. Davon ab beschäftigt mich der SVR nicht mehr.
Nachdem Ihr Aus in Reichensachsen feststand, berichteten Sie davon, dass Sie Kontakt mit mehreren Vereinen hätten. Was sprach für Eschwege?
Ganz klar: Die Vision, in der Zukunft junge Spieler einzusetzen und das beste Ergebnis rauszuholen. Und natürlich spricht auch der sehr kurze Fahrtweg für Eschwege, ich komme von hier. Aber entscheidend waren die Vision und die Perspektive. Es wird schwer, zurück in die Verbands- oder Gruppenliga zu kommen. Aber bei diesem Verein kann echt viel wachsen.
Was ist denn Ihr persönliches Ziel für die kommenden Jahre mit dem neuen Verein?
Besonders wichtig ist mir, dass ich die Spieler voranbringe. Das gilt für die jungen Kicker aus dem Nachwuchs genauso wie für gestandene Akteure. In der kommenden Saison wollen wir uns dann erst mal kennenlernen und Schemata einstudieren. Die Jungs müssen lernen, wie ich Fußball spielen will. Dann wäre es schön, wenn wir die Bemühungen mit dem Aufstieg in die A-Liga krönen und das Gelernte nach dem Aufstieg umsetzen.
Also besitzen Sie einen längerfristigen Vertrag.
Wir haben uns bislang auf einen Vertrag über zwei Jahre geeinigt. Das Ganze hier soll keine kurze Nummer werden, wenn alles nach der Plan läuft, kann die Zusammenarbeit auch über die zwei Jahre hinausgehen.
Wie sieht es für die Zielerreichung mit der Kaderplanung aus? Sucht ihr noch nach Neuzugängen?
Wir werden keine Abgänge haben und wollen noch zwei, drei, vier Spieler holen. Der Kader war zuletzt vielleicht etwas klein, weswegen wir definitiv noch aufstocken werden. Wir sind diesbezüglich auch schon in guten Gesprächen und ich telefoniere mit vielen Leuten. Offiziell ist aber noch nichts.
Jetzt sind Sie als neuer Trainer bei einem neuen Verein und haben durch Corona nicht die Möglichkeit, Ihre Mannschaft zu treffen. Macht das die Arbeit schwerer?
Es ist ungewohnt. Bisher war kein persönlicher Kontakt möglich, nur schriftlich über WhatsApp. Die Spieler haben mich aber allesamt sehr gut aufgenommen und ich hatte schon Kontakt mit dem Kapitän. In den nächsten Tagen machen wir eine Vorstellungsrunde über Zoom, einfach, damit wir uns alle kennenlernen können.
Sie beginnen die kommende Spielzeit bei einem neuen Verein. Macht Sie das noch heißer auf den Saisonbeginn?
Ja. Ich will endlich loslegen, wir brennen alle auf die Jagd nach drei Punkten. Das Grundkonzept fürs Training steht, jetzt warten wir auf das Signal, loslegen zu dürfen. (Kevin Hildebrand)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.