3:1-Sieg gegen Willingen

39 Punkte in der Verbandsliga-Hinrunde: SV Adler mit neuem Vereinsrekord

Wie im Rausch: Der SV Adler Weidenhausen um Kapitän Sören Gonnermann fliegt in der Verbandsliga von Sieg zu Sieg. Gegen den SC Willingen gab es am Samstag den siebten Dreier hintereinander und damit Platz zwei zum Ende der Hinrunde.
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Wie im Rausch: Der SV Adler Weidenhausen um Kapitän Sören Gonnermann fliegt in der Verbandsliga von Sieg zu Sieg. Gegen den SC Willingen gab es am Samstag den siebten Dreier hintereinander und damit Platz zwei zum Ende der Hinrunde.

Dem SV Adler Weidenhausen ist der neue Vereinsrekord geglückt: Noch nie holte der SVA in einer Verbandsliga-Halbserie so viele Punkte.

Weidenhausen – „Was wir in den letzten Wochen geleistet haben, das ist brettstark“, sagte ein euphorisierter SVA-Trainer Ronald Leonhardt nach dem 3:1-Sieg seines Teams in der Fußball-Verbandsliga am Samstag über den SC Willingen.

Damit landeten die Weidenhäuser nicht nur den siebten Sieg in Serie, sie sicherten sich mit 39 Punkten auch einen vereinseigenen Punkterekord für eine Verbandsliga-Halbserie und überwintern auf dem zweiten Tabellenplatz.

Ein tolles Fußballspiel für die Zuschauer

Den leider nur rund 275 Zuschauern wurde auf dem Chattenloh viel geboten, denn beide Teams spielten auf tiefem Boden und bei niedrigen Temperaturen mit offenem Visier und hoher Intensität. „Wir haben uns viel Druck gemacht, wollten die Partie unbedingt noch gewinnen. Ein riesiges Kompliment an das Team, wir haben richtig gut umgeschaltet, viel gearbeitet“, so Trainer Leonhardt.

Der SVA begann druckvoll und nach elf Minuten hatten die Heimfans den Torschrei schon auf den Lippen, doch Jan Gerbig stand bei seinem Treffer im Abseits.

Wie aus dem Nichts schlugen aber die Gäste zu: Die Adlerträger verschliefen einen Freistoß an der linken Strafraumkante, SCW-Kapitän Jan-Henrik Vogel fand am anderen Strafraumrand Florian Heine, der den Ball sehenswert zur Führung ins lange Eck schlenzte und Johannes Klotzsch im Adler-Tor keine Chance ließ (12.). „Man durfte sich bei diesem starken Gegner defensiv nichts erlauben“, so SVA-Coach Leonhardt.

Offener Schlagabtausch in der zweiten Hälfte

Aber Weidenhausen tat das, was es schon die ganze Saison tut, und biss sich sofort zurück: Jan Gerbig wurde im Strafraum gelegt, den fälligen Strafstoß verwandelte er zum 1:1 (14.).

Ansonsten mangelte es dem Gastgeber an Präzision im letzten Drittel, der entscheidende Pass wollte bis kurz vor der Pause nicht ankommen. Da kombinierten sich die Torjäger Sören Gonnermann und Jan Gerbig allerdings wunderschön durch den Strafraum, Gonnermanns Abschluss aus spitzem Winkel verfehlte das Willinger Tor hauchzart (44.).

Nach dem Wiederanpfiff entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Weidenhäuser die besseren Chancen hatten: Tim Ullrich traf nach einer Vorlage von Philipp Immig den Pfosten (49.), ein Volley von Kilian Löffler war kein Problem für den starken SCW-Torwart Yannick Wilke (56.), der acht Minuten später auch noch einen Freistoß von Gerbig ums Tor lenkte.

Herausragende Aktion von Kapitän Sören Gonnermann

Folgerichtig fiel die SVA-Führung, die der starke Aushilfsaußenverteidiger Kilian Krug mit einem Flugball auf Sören Gonnermann vorbereitete. Gonnermann umkurvte seinen Gegenspieler mit dem Ball in höchstem Tempo Zentimeter vor der Torauslinie und fand in der Mitte Jan Gerbig, der das Leder nur noch zum 2:1 über die Linie drücken musste (66.).

Gab es an diesem Samstag eine Spielszene, die den Siegeswillen und die Klasse des SV Adler demonstrierte, dann war es die des SVA-Kapitäns.

Aber auch die Willinger gaben nicht nach, blieben bis zum Abpfiff gefährlich. Die beste Chance vergab Florian Heine, als er einen Ball aus dem vollen Lauf über den Kasten jagte (70.).

In der Folge warf der SCW alles nach vorne, für den SVA ergaben sich mehr Räume. Während Tim Gonnermann mit seinem Schuss noch scheiterte (80.), machte Bruder Sören alles klar, als er auf Zuspiel von Kilian Krug das 3:1 erzielte (92.).

Und was kommt nach dieser herausragenden Hinrunde nun für den SV Adler? Das Wort „Hessenliga“ wollte am Samstag jedenfalls noch niemand in den Mund nehmen. „Jetzt ist erst mal Zeit, um sich zu freuen“, so Teammanager Stefan Stederoth. (Maurice Morth)

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