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Heimsieg für verletzten „Thommy“ Hammer - SV Adler bezwingt den FC Gießen

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Von: Maurice Morth

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Das Trikot mit Thomas Hammers Rückennummer 2 war am Samstagnachmittag beim SV Adler Weidenhausen allgegenwärtig.
Das Trikot mit Thomas Hammers Rückennummer 2 war am Samstagnachmittag beim SV Adler Weidenhausen allgegenwärtig. © Maurice Morth

Der SV Adler Weidenhausen hat in der Fußball-Hessenliga den zweiten Sieg gelandet. Über allem schwebte aber die schwere Verletzung von Innenverteidiger Thomas Hammer.

Weidenhausen – Gedrückt war die Stimmung beim SV Adler Weidenhausen vor der Hessenliga-Partie gegen den Regionalliga-Absteiger FC Gießen am Samstagnachmittag. Denn die schlimmsten Befürchtungen hatten sich bestätigt: Leistungsträger Thomas Hammer (30) wird wohl für den Rest der Saison ausfallen.

Der Innenverteidiger, der seit seinem Wechsel 2015 von der SG Sontra aufs Chattenloh eine enorme Entwicklung vollzogen hat, hat sich im Spiel in Baunatal das vordere Kreuzband, den Meniskus und das Innenband im Knie gerissen. Und so war die Marschroute für den SVA im Vorfeld klar: Alles für „Thommy“ raushauen – was beim 1:0 (1:0) gegen die Mittelhessen auch auf beeindrucke Art und Weise gelingen sollte.

Mutiger Start der Weidenhäuser

Bei bestem Fußballwetter starteten die Gastgeber im Vergleich zum Heimspiel gegen Eddersheim mutiger, nicht einmal fünf Minuten waren gespielt, da hatte Jan Gerbig bereits zwei Freistöße aufs Tor abgegeben (2./4.).

Und der Außenstürmer war es auch, der die rund 700 Zuschauer früh im Spiel fast hätte jubeln lassen: Nach einem starken Umschaltmoment fand Sören Gonnermann von rechts Gerbig, der den sehr schwierig zu nehmenden abgefälschten Ball per Direktabnahme an die Latte setzte (10.).

Aber auch der Regionalliga-Absteiger aus Gießen, der in der Sommerpause über 20 Abgänge und Neuzugänge zu verzeichnen hatte, wurde nun gefährlicher. Mattheus de Moura Beal traf nach einer Flanke von Yassine Maingad nur die Latte, den folgenden Distanzschuss von Ghani Wessam Abdel konnte SVA-Keeper Lucas Waßmann gerade noch so mit den Fingerspitzen über das Tor lenken (20.).

Tim Gonnermann mit Köpfchen

Mitten in diese starke Phase der Gäste hinein schlug der SV Adler wie schon gegen Eddersheim zu: Einen Freistoß von Jan Gerbig von halblinks verlängerte Tim Gonnermann so mit dem Kopf, dass dieser vom rechten Innenpfosten unhaltbar für Aleksa Lapcic im Tor zur 1:0-Führung einschlug (28.).

Nur wenige Augenblicke später verfehlte Kapitän Sören Gonnermann mit einem Schuss nur hauchzart die Zwei-Tore-Führung (30.).

Nach dem Wiederanpfiff übernahmen die in Rückstand liegenden Gießener mehr das Kommando. Ein starker Flugball über Adler-Innenverteidiger Fabian Assmann landete bei Yassine Maingad, der im Eins-gegen-Eins allerdings an Lucas Waßmann scheiterte (52.).

Siegtorschütze Tim Gonnermann reckt beim Jubel über das 1:0 das Trikot von Hammer in die Höhe.
Siegtorschütze Tim Gonnermann reckt beim Jubel über das 1:0 das Trikot von Hammer in die Höhe. © Maurice Morth

Ansonsten lässt sich die zweite Halbzeit schnell zusammenfassen: Der FC Gießen hatte deutlich mehr Ballbesitz, schaffte es aber kaum noch, sich gegen die neu formierte, stark spielende Viererkette aus Henrik Renke, Fabian Assmann, Manuel Toro Moreno und Eike Görs Chancen herauszuspielen.

Mit einem enormen läuferischen Aufwand des gesamten Teams schafften es die sichtlich platten Weidenhäuser am Ende der Englischen Woche so, den verdienten Sieg über die Ziellinie zu retten.

„Verletzung ist brutal für Thommy und für uns“

„Ich habe unglaublichen Respekt vor der Mannschaft, vor allem davor, wie sie gearbeitet hat heute. Ich bin hochzufrieden“, sagte nach der Partie Adler-Trainer Ronald Leonhardt, der keinen Spieler hervorheben wollte: „Ich könnte hier jetzt jeden aufzählen. Nur mit diesem Riesenaufwand holst du Punkte in der Liga, schön, dass wir dafür belohnt wurden.“

Aber auch bei Thomas Hammer war der Trainer nach dem Spiel mit seinen Gedanken: „Die Verletzung ist brutal für Thommy und auch für uns. Es freut mich, dass es uns gelungen ist, heute für ihn zu gewinnen, denn genau das hat er von uns vor dem Spiel am Telefon eingefordert. Dass wir nichts liegen lassen und weiterkämpfen. Ich hoffe, er übersteht alles gut und ist möglichst schnell wieder bei uns.“

Sein Debüt in der SVA-Innenverteidigung gab am Samstag Sönke Schneider (22), hier bestand nach der Verletzung von Thomas Hammer und dem Umzug von Kilian Löffler Handlungsbedarf (mehr zur Neuverpflichtung im Laufe der Woche).

SV Adler Weidenhausen - FC Gießen 1:0 (1:0).

SV Adler: Waßmann - Renke (Pfliegner/76.), Assmann, Toro Moreno (Schneider/69.), Görs, T. Gonnermann, T. Ullrich (Goebel/66.), Gerbig, K. Krug (J. Ullrich/94..), M. Krug (Nguyen/88.), S. Gonnermann.

FC Gießen: Lapcic - Calabrese, Besso, Fink, Abdel, Vural, Kireski, Maingad, de Moura Beal (Rodriguez/63./Mahmuti/73.), Pekesen (Tatchouop/86.), Filsinger.

Schiedsrichter: Philipp Metzger (Wolfhagen).

Zuschauer: 700.

Tore: 1:0 T. Gonnermann (28.).

(Maurice Morth)

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