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Spiel des Jahres für den SVA: Titel und Hessenliga-Aufstieg heute gegen CSC drin

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Von: Maurice Morth

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Nach dem wichtigen Auswärtssieg beim Lichtenauer FV am Mittwochabend gab es schon einmal einen kleinen Vorgeschmack dafür, was in Weidenhausen los sein wird, sollte am morgigen Sonntag der Aufstieg in die Fußball-Hessenliga glücken.
Nach dem wichtigen Auswärtssieg beim Lichtenauer FV am Mittwochabend gab es schon einmal einen kleinen Vorgeschmack darauf, was in Weidenhausen los sein wird, sollte am morgigen Sonntag der Aufstieg in die Fußball-Hessenliga glücken. © Moritz Ziegler

Der SV Adler Weidenhausen steht kurz vor dem größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte. Mit einem Punkt gegen Aufstiegskonkurrent CSC 03 Kassel könnte der Sprung in die Hessenliga glücken.

Weidenhausen – Die Verbandsligasaison des SV Adler Weidenhausen ist schlichtweg atemberaubend. Scheiterten die Kicker vom Chattenloh im vergangenen Jahrzehnt häufiger an sich selbst und ließen wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg liegen, zieht sich in diesem besonderen Jahr eine kaltschnäuzige Dominanz durch die gesamte Spielzeit.

Die heutige Begegnung zwischen Weidenhausen und CSC 03 Kassel (Sonntag, 29. Mai, 16 Uhr) wird ein Duell der Superlative. Nicht nur für den SV Adler Weidenhausen, sondern für den gesamten Werra-Meißner-Kreis.

Die Bedeutung

Nicht weniger als historisch wäre der Aufstieg des SV Adler Weidenhausen in Deutschlands fünfthöchste Spielklasse. Zuletzt kratzte die TSG Bad Sooden-Allendorf in den 1970er-Jahren an der Oberliga – dem damaligen Äquivalent der heutigen Hessenliga. Gelungen ist es in der Geschichte bis dato allerdings noch niemals zuvor einer Mannschaft aus dem Landkreis.

„Dass man das als erster Verein überhaupt aus dem Kreis schaffen könnte, das ist ganz besonders“, sagt SVA-Teammanager Stefan Stederoth. Zusätzlichen Druck verspüre man deswegen aber nicht: „Druck hatten wir die ganze Saison über, weil wir keine Punkte liegen lassen durften. Jetzt haben wir höchstens einen positiven Druck.“

Die Ausgangslage

Den Rechenschieber muss keiner mehr bedienen, die Situation ist klar: Bei drei verbleibenden Saisonspielen und sieben Punkten Vorsprung auf den CSC 03 Kassel genügt am morgigen Sonntagnachmittag ein Punkt, um die Meisterschaft und den Aufstieg klar zu machen.

„Damit hat wirklich keiner gerechnet. Wir freuen uns einfach auf die Kulisse, schließlich ist es wohl eines der größten Sportevents der letzten Jahre im Kreis, und wollen alles raushauen – der Sieg am Mittwochabend in Lichtenau hilft uns dabei“, ist Stederoth zuversichtlich.

Der Gegner

Der Tabellenzweite CSC 03 Kassel ist wohl der erfahrenste Gegner, der in diesem Jahr auf dem Chattenloh aufschlägt. So kommen alleine die Leistungsträger Florian Heussner (34), Daniel Beyer (39), Christoph Reuter (32), Nico Schrader (32) und Enis Salkovic (32) zusammen auf 959 Spiele in der Hessenliga und 143 Partien in der Regionalliga.

„Wir wissen, dass sie sehr routiniert und in der Zweikampfführung sehr abgezockt sind. Ihre Aufstellung ist bretthart. Da müssen wir dagegen halten“, sagt SV-Adler-Trainer Ronald Leonhardt vor dem Topspiel.

„Um gegen sie zu bestehen, wird von uns ein ganz starker Auftritt notwendig sein. Aber die Mannschaft hat in diesem Jahr schon häufig bewiesen, dass sie mit Druck klar kommt. Mit der Unterstützung von draußen und einem unglaublichen Willen von innen sollte uns ein vernünftiges Spiel gelingen“, so Leonhardt.

Im Hinspiel im vergangenen August unterlagen die Weidenhäuser an der Jahnstraße mit 0:2. David Simoneit markierte damals die frühere Führung (25.), der SV Adler war früh zu Wechseln gezwungen und konnte verletzungsbedingt nicht die beste Startelf aufbieten.

„Der Auftritt damals war wirklich dürftig. Das wollen wir korrigieren und alles reinwerfen, was wir noch haben. Wir nehmen allen Mut zusammen und dann los“, gibt Adler-Trainer Leonhardt die Marschroute vor.

Und wer weiß? Vielleicht gelingt am Ende auf diese Art und Weise die Sensation auf dem Chattenloh. Für Weidenhausen und den Fußball Werra-Meißner-Kreis wäre es ein geschichtsträchtiger Moment.

(Maurice Morth)

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