Klotzsch verhindert den Ausgleich

SV Adler Weidenhausen steht nach 3:1-Sieg in Lichtenau im Fußball-Pokalfinale

Eine Schlüsselszene des Halbfinales: Weidenhausens Torwart Johannes Klotzsch klaut dem Lichtenauer Angreifer John Schneider im Eins gegen Eins den Ball vom Fuß und verhindert das 2:2. SVA-Innenverteidiger Thomas Hammer (links) kann in der Szene nicht mehr eingreifen.
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Eine Schlüsselszene des Halbfinales: Weidenhausens Torwart Johannes Klotzsch klaut dem Lichtenauer Angreifer John Schneider im Eins gegen Eins den Ball vom Fuß und verhindert das 2:2. SVA-Innenverteidiger Thomas Hammer (links) kann in der Szene nicht mehr eingreifen.

Dem SV Adler Weidenhausen ist nach dem verlorenen Pokalfinale gegen den Lichtenauer FV im vergangenen Jahr die Revanche geglückt.

Eschwege - Das Team um Torjäger Sören Gonnermann setzte sich am Freitagabend in einem phasenweise hitzigen Halbfinale zwischen den beiden Verbandsligisten in Lichtenau mit 3:1 (1:1) durch.

Die rund 500 Zuschauer sahen eine Partie, in der sich zu Beginn zunächst die Gäste aus Weidenhausen mehr Spielanteile erarbeiteten, aber kaum Gefahr auf das Tor von LFV-Keeper Gheorghi Bantis ausstrahlten.

Danach kippte das Spiel allerdings in die andere Richtung: Der ehemalige Eschweger Jan Kaufmann und Spielertrainer Alexandru Cucu agierten abwechselnd in der Sturmspitze, was sie für die SVA-Abwehr schwer greifbar machte und für die eine oder andere Standardsituation sorgte.

Die Folge: LFV-Abwehrkante Cedric Mimbala, der schon für den FC Energie Cottbus und den KSV Hessen Kassel auflief, stocherte den Ball nach einer Ecke zum 1:0 über die Torlinie. „Wir haben die Situation wirklich nicht gut verteidigt“, sagte SVA-Teammanager Stefan Stederoth später dazu.

Weidenhausen gleicht schnell aus

Wirklich beirren ließ sich Weidenhausen allerdings nicht davon: Nach einem langen Ball auf Sören Gonnermann konnte LFV-Torwart Bantis diesen in der 30. Spielminute nur mit einem Halten stoppen. „Den kann man geben“, kommentierte Lichtenaus Spielertrainer Alexandru Cucu den fälligen Strafstroß, den Jan Gerbig sicher zum 1:1-Pausenstand verwandelte.

Wie schon im Viertelfinale gegen den Kreisoberligisten TSV Wichmannshausen kam der SVA gut aus der Halbzeit und erzielte durch Tim Ullrich (50.) früh die 2:1-Führung. Vorausgegangen war ein Ballgewinn im halblinken Mittelfeld, die folgende Kombination schloss Ullrich mit einem platzierten Schuss ab.

Danach wurde es hektisch und es kam zu einer Premiere im Kreispokal: Nach einem Foul am Lichtenauer Dennis Salioski und dem folgenden Getümmel erhielt dieser für seine energische Beschwerde beim Schiedsrichter Fabian Bechmann ebenso eine Zehn-Minuten-Zeitstrafe wie Jan Kaufmann (63.).

Beide hatten zuvor die Gelbe Karte gesehen, ein weiteres gelbwürdiges Foul sorgt in dieser Saison auf Kreisebene für eine Zeitstrafe (wir berichteten).

Johannes Klotzsch verhindert den Ausgleichstreffer

„Wir haben die doppelte Überzahl zunächst gut ausgespielt, sind nach einem schlechten Pass dann aber in einen Konter gelaufen“, sagte Stefan Stederoth zu einer Schlüsselszene des Spiels: Denn in der Folge lief der eingewechselte John Schneider von der Mittellinie alleine auf das Adler-Tor zu, scheiterte im Eins gegen Eins aber am glänzend reagierenden Torwart Johannes Klotzsch, der ihm den Ball vom Fuß pflückte (68.).

Nachdem der Lichtenauer FV wieder vollzählig war, blieb das Spiel hektisch und vor allem hitzig, eine Großchance konnte sich der Gastgeber aber nicht mehr erarbeiten. Stattdessen machte Sören Gonnermann in der Nachspielzeit den Deckel per Strafstoß zum 3:1 drauf, nachdem Gerbig zuvor gefoult worden war (95.).

Hinweis: Das Pokalfinale steigt am kommenden Freitag, 30. Juli, um 18.30 Uhr. Gastgeber ist der TSV Waldkappel. Zweiter Finalist ist der Gruppenligist SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach, der den SV Reichensachsen mit 4:2 (1:1) schlug.

(Maurice Morth)

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