Fußball-Saisonvorschau

Fußball-Saisonvorschau: Verbandsligist SV Adler Weidenhausen möchte oben mitspielen

Volle Konzentration auf die kommende Woche startende Saison: Angreifer Jan Gerbig (links) und Innenverteidiger Thomas Hammer.
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Volle Konzentration auf die kommende Woche startende Saison: Angreifer Jan Gerbig (links) und Innenverteidiger Thomas Hammer.

Anfang August beginnt die Fußballsaison 21/22. Wir stellen die heimischen Mannschaften von der Verbandsliga bis zur Kreisoberliga vor. Heute: der Verbandsligist SV Adler Weidenhausen.

Eschwege – Eine Sache wird beim Fußball-Verbandsligisten SV Adler Weidenhausen schnell klar: Das Wort „Aufstieg“ nimmt im Vergleich zur vorherigen Saison keiner in den Mund.

Zwar wurde das Ziel im vergangenen August durchaus mit Bedacht, Bescheidenheit und dem nötigen Respekt vor den Gegnern geäußert, in dieser Saison setzt man aber eine Stufe niedriger an. Auch, um noch mehr Kontinuität in die eigenen Leistungen zu bekommen, die sich in der vergangenen Saison bereits bis zum Abbruch mit fünf souveränen Siegen am Stück andeutete.

Das Saisonziel

„Wir haben im vergangenen Jahr gezeigt, dass wir oben mithalten können“, sagt Trainer Ronald Leonhardt. Natürlich wolle man in der vorderen Tabellengruppe mitmischen, das hänge bei dem vergleichsweise kleinen Verbandsligakader aber auch davon ab, inwieweit alle Leistungsträger fit bleiben würden.

„Top-Favorit ist für mich die SG Bad Soden, die sich unter anderem mit Ex-Profi Kevin Pezzoni prominent verstärkt hat und mit aller Macht in die Hessenliga will“, sagt SVA-Teammanager Stefan Stederoth. Dahinter würden sich allerdings sechs bis acht weitere Teams um die vorderen Plätze streiten. „In dieser Gruppe wollen wir dabei sein“, so Stederoth.

Die Vorbereitung

Ende Juni in die Saisonvorbereitung gestartet, konnte der SVA die Spiele gegen Hessenligist Hünfelder SV (2:0), die Kreisoberligisten TSV Wichmannshausen (2:0) und FC Großalmerode (6:0) sowie die Partie gegen den thüringischen Landesklasseverein SC Leinefelde (4:0) allesamt für sich entscheiden. Am Wochenende folgten Siege im Pokal-Halbfinale in Lichtenau (3:1) und beim Gruppenligisten ESV Hönebach (3:0).

„Wir haben eine relativ stramme Vorbereitung hinter uns, mussten aber wegen des Pokals, den wir total ernst nehmen, immer auch Erholungsphasen einbauen“, so Leonhardt. Dementsprechend hätten sich auch einige Spieler mit Wehwehchen herumschlagen müssen. „Dazu war dann noch ein Teil im Urlaub, was aber auch einfach daran liegt, dass die Saison so früh startet. Man muss eine Balance finden“, sagt SVA-Coach, und weiter: „Aber machen wir uns nichts vor, wir sind einfach froh, dass wir wieder spielen können.“

Der Trainer

Ronald Leonhardt (52) ist seit über sechs Jahren für den SV Adler Weidenhausen tätig – eigentlich immer als Co-Trainer. Zunächst bei Marco Wehr, der wie Leonhardt aus Ershausen im Thüringer Landkreis Eichsfeld stammt und mit dem er nach fünf Jahren beim Thüringenligisten Heiligenstadt zum SV Adler kam, dann bei Maikel Buchenau, von dem er im vergangenen Jahr das Amt des Cheftrainers übernahm.

Der vorherige Co-Trainer Ronald Leonhardt (Mitte) hat in der vergangenen Saison das Traineramt von Maikel Buchenau übernommen.

„Ich halte nichts davon, nur in Ballbesitz- oder Konterfußball zu denken“, sagt er. Ihm komme es darauf an, auf dem Feld aktiv zu sein, Bälle möglichst schnell zu erobern und den Weg zum gegnerischen Tor kurz zu halten.

„Wenn man das beherzigt, hat man den nächsten Spielzug bereits vor der Aktion im Kopf“, sagt er. Natürlich würde das aber nicht über 90 Minuten und nicht in jedem Spiel gehen.

Der Kader

Jan Ullrich (SV Niederaula), Dominik Stöber (Preußen Langensalza) und Elias Nowak (unbekannt) haben den SVA verlassen. Neu sind Philipp Immig (TSG Bad Sooden-Allendorf, 23) sowie Moritz und Kilian Krug (Jugend KSV Baunatal, 18). „Wir haben unsere Abgänge mehr als kompensiert – auch wenn man den Jungen noch Zeit geben muss“, sagt SVA-Teammanager Stederoth.

Die drei Neuzugänge des SVA: (von links) Philipp Immig kam von der TSG Bad Sooden-Allendorf, Moritz und Kilian Krug wechselten aus der Jugend des KSV Baunatal in den Seniorenbereich.

Alle würden laut Coach Leonhardt bislang einen guten Eindruck hinterlassen: „Ich denke, dass sie für uns absehbar eine Verstärkung sein werden und den Konkurrenzkampf auf den zentralen Abwehr- und Mittelfeldpositionen verschärfen.“

Nicht aus den Augen lassen wolle man auch das Gruppenligateam, in dem Spieler mit viel Entwicklungspotenzial stecken würden. (Maurice Morth)

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