„Es geht nicht ums Geld“

SV Reichensachsen antwortet auf Kommentare des LFV

Harald Zaremba
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Nahm zu den jüngsten Aussagen aus Lichtenau Stellung: Harald Zaremba, Abteilungsleiter der Fußballer des SV Reichensachsen.

Ein Artikel der Sportredaktion der HNA aus Witzenhausen, der am Samstag erschien, sorgte bei den Verantwortlichen des SV Reichensachsen für Verwunderung.

Reichensachsen ‒ Denn: Nicht alle Aussagen, die darin getätigt wurden, seien laut Aussage des Fußball-Gruppenligisten korrekt. Wir sprachen mir Harald Zaremba, Abteilungsleiter Fußball beim SVR, der zu dem veröffentlichten Artikel Stellung nahm.

In dem HNA-Bericht kam Erkan Kilci zu Wort, sportlicher Leiter beim Verbandsligisten Lichtenauer FV. Der vermeldete, dass mit Marius Jung ein weiterer Transfer vom LFV in Richtung Reichensachsen feststehen würde. „Dabei ist noch gar kein Transfer fix und kann eigentlich noch nicht nach außen kommuniziert werden“, erklärt Zaremba.

„Wenn ein Spieler von uns weggeht, warten wir erstmal, bis auch wirklich alle Details geklärt sind, bevor wir damit an die Presse gehen. Aber das entscheidet jeder Verein für sich selbst“, fügt er noch hinzu. Mehr zur Personalie Marius Jung hatte Zaremba damit nicht zu sagen. Er bleibt seiner Linie treu: „Wenn es bei uns Neuigkeiten in Form von Spielerzugängen gibt, informieren wir auch darüber.“

Wirbel um Wechsel

Ein weiteres Thema, welches im Gespräch zwischen Kilci und der HNA Witzenhausen viel Beachtung fand, war der Wechsel der Gadea-Brüder. Dadah Gadea Baringo und Christian Vidal Gadea entschieden sich, trotz vorheriger Zusage beim LFV nach Reichensachsen zu wechseln. Für Kilci ein herber Schlag, immerhin waren die Brüder Stammspieler in der Verteidigung des Verbandsligisten.

„Bei diesen Wechseln geht es nur um die Finanzen“, erklärte Kilci gegenüber der HNA. Die Gadea-Brüder hätten ein Angebot aus Reichensachsen erhalten und in Lichtenau nachgefragt, ob der Verein bei diesen Angeboten mitgehen würde. „Wir haben den beiden abgesagt, denn wir können bei diesem Angebot finanziell nicht mithalten“, erklärte Kilci gegenüber der HNA Witzenhausen.

Für Harald Zaremba aus Reichensachsen stimmen diese Aussagen so nicht: „Bei den Wechseln geht und ging es nicht ums Geld. Der größte Pluspunkt für uns ist Rafal Klajnszmit.“ Dabei hob Zaremba auch die Bindung der Gadea-Brüder zum neuen Trainer des SV Reichensachsen hervor, der die Spanier vor „fünf bis sechs Jahren nach Deutschland“ holte. Zaremba bleibt daher bei seiner Aussage, die er auch schon in den vergangenen Tagen in der Werra Rundschau tätigte: „Die Wechsel waren dank Rafal Klajnszmit möglich, nicht aufgrund des Geldes.“

Noch deutlicher unterstreicht Zaremba seine Meinung mit folgender Aussage: „Für die Spieler ist das Projekt und der Trainer hier interessant. In der Gruppenliga oben und um den Aufstieg in die Verbandsliga mitspielen. Wäre Rafal Klajnszmit nicht Trainer bei uns, hätten wir keinen der bisherigen Neuzugänge bekommen.“

Keine Vorwürfe

Trotz aller Wechsel und getätigten Aussagen – laut Zaremba würde das Verhältnis zu den Kollegen in Hessisch Lichtenau nicht unter den aktuellen Geschehnissen leiden. „Ich möchte dem LFV keine Vorwürfe machen. So ist der Fußball, es ist ein Geben und Nehmen und jeder Verein entscheidet selbst, wie er gewisse Dinge handhabt“, sagt Zaremba im Gespräch. Erkan Kilci vom LFV habe er über ein halbes Jahr persönlich nicht mehr gesehen, trotzdem hofft er, dass das Verhältnis zwischen beiden Parteien „darunter jetzt nicht leidet“.

Zum Zeitpunkt des Gesprächs mit Zaremba, welches am Montagnachmittag sttafand, waren beim SVR also nur zwei Wechsel sicher: die der Gadea-Brüder. Nichtsdestotrotz laufe die Kaderplanung in Reichensachsen weiter: „Wir sind mit Spielern in Gesprächen aber werden erst damit an die Presse gehen, wenn mit dem Spieler und seinem alten Verein alles geklärt ist.“

Von Langeweile sei daher – trotz Corona-Zwangspause – bei den Verantwortlichen von Reichensachsen keine Spur. Einen Wunsch hat Zaremba aber doch: „Hoffentlich kommt bald das Zeichen von der Politik, dass wir loslegen dürfen. Wir alle brennen darauf.“ (Kevin Hildebrand)

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