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SV Reichensachsen siegt in der Fußball-Gruppenliga trotz langer Unterzahl

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Der Rückrundenauftakt lässt den SV Reichensachsen jubeln (von links): Marius Jung, Jakub Swinarski, Patryk Stromczynski und Christian Schätzke freuen sich über den 3:0-Sieg.
Der Rückrundenauftakt lässt den SV Reichensachsen jubeln (von links): Marius Jung, Jakub Swinarski, Patryk Stromczynski und Christian Schätzke freuen sich über den 3:0-Sieg. © Florian Künemund

Taktische Reife, Cleverness, Konzentration – damit hat sich der SV Reichensachsen seinen 3:0-Sieg im Auftaktspiel der Fußball-Gruppenliga gegen den VfL Kassel erarbeitet.

Reichensachsen - Und das, obwohl Patryk Stromczynski nach einer halben Stunde ebendiese Cleverness und Reife vermissen ließ, als er wegen Nachtretens zu Recht mit Rot vom Platz flog.

Doch mit der frühen 2:0-Führung im Rücken ließen die Gastgeber trotzdem bis zum Ende nie einen Zweifel aufkommen, wer die drei Punkte einfahren würde.

Doch von vorn: Reichen-sachsen begann druckvoll. Schon in den ersten zwei Minuten hätte es klingeln müssen. Doch zwei messerscharfe Hereingaben vom durchgestarteten Linksaußen Jakub Swinarski traf Mittelstürmer Marius Jung am Fünfmeterraum jeweils nicht richtig.

Jung vollstreckt aus Kurzdistanz zum 1:0

Besser machte er es nach zehn Minuten. Eine Flanke von Stromczynski legte Tonio Binneberg mit dem Rücken zum Tor stehend klug ab, sodass Jung aus Kurzdistanz zum 1:0 vollstreckte. Auch das 2:0 besorgte Marius Jung (25.). Einen Kopfball von Binneberg konnte der Gästekeeper nur abprallen lassen – genau vor Jungs Füße, der dankend zum 2:0 einschob.

Vom VfL Kassel war bis hierhin nicht viel zu sehen. Nach einem Abstimmungsfehler in der SVR-Defensive wurde es einmal etwas brenzlig, aber auch nicht so ganz. Eigens kreierte Chancen gab es nicht.

Das Momentum schien dann nach einer halben Stunde zu kippen. Patryk Stromczynski wurde im Mittelfeld mit einem Allerweltsfoul von den Beinen geholt und hatte sich nicht im Griff.

Früher Platzverweis für Reichensachsen

Am Boden liegend trat er mit den Stollen zuerst klar erkennbar nach seinem Gegenspieler. Das zog natürlich direkt den Platzverweis nach sich. Doch wer nun dachte, der VfL würde zur Aufholjagd blasen, sah sich getäuscht.

Ein einziges Mal tauchte Kassel brandgefährlich vorm SVR-Gehäuse auf – und zwar direkt nach Wiederbeginn. Doch Reichensachsens Schlussmann Danny Göhler war auf dem Posten und behielt im Eins-gegen-eins mit Hakim Melzer die Oberhand. Der Nachschuss nach Göhlers Parade kullerte knapp am Tor vorbei. Das war es dann aber auch mit erkennbaren Kasseler Offensivbemühungen.

Zu stabil standen die Platzherren, die aber jetzt natürlich auch kein Angriffsfeuerwerk mehr boten. Die wohl beste Chance in der Folge hatte Tonio Binneberg, scheiterte aber freistehend am VfL-Torhüter. In Minute 85 machte Jakub Swinarski dann alles klar. Ein Einwurf von Stephan Montag wurde verlängert und landete an der Strafraumgrenze vor seinen Füßen. „Kuba“ zog volley ab und drosch das Leder zum 3:0 ins lange Eck.

„Unser Ziel heute war es, uns von der Roten Karte nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und weiter defensiv konzentriert zu arbeiten. Ich denke, das hat gut funktioniert und wir haben verdient gewonnen“, bilanzierte SVR-Trainer Rafal Klajnszmit.

SV Reichensachsen - VfL Kassel 3:0 (2:0)

SV Reichensachsen: Göhler - Montag, Schätzke, Szymanski, Vidal Gadea - Gadea Baringo (90. Müller), Dreyer (70. Wittich), Binneberg - Stromczynski, Jung, Swinarski.

VfL Kassel: Bindbeutel - Preilowski, Montero, Semoski, Rosenthal, Mogck, Melzer, Mustafov, Vizza, Billing, Winter.

Schiedsrichter: Mario Czieslick (Bad Hersfeld). Zuschauer: 40.

Tore: : 1:0, 2:0 Jung (10., 25.), 3:0 Swinarski (85.).

Rote Karte: Stromczynski wg. Nachtretens (SVR/30.).

(Florian Künemund)

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