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Zu viele Fehler und Schiedsrichterpech: SVR-Frauen verlieren in Dittershausen

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Von: Maurice Morth

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Hätte mit dem SVR fast gegen Dittershausen gewonnen: Carolin Heckmann (Mitte).
Hätte mit dem SVR fast gegen Dittershausen gewonnen: Carolin Heckmann (Mitte). © Archivfoto: Maurice Morth

Eine ärgerliche Niederlage kassierten die Frauen des SV Reichensachsen zum Auftakt der Landesliga-Abstiegsrunde bei der TSG Dittershausen.

Dittershausen - Zu viele technische Fehler und zwei unglückliche Schiedsrichterentscheidungen verhinderten den Punktgewinn.

TSG Dittershausen - SV Reichensachsen 31:29 (17:14). Mit 2:5 lagen die Reichensächserinnen nach nur sechs Minuten hinten, was Trainer Matthias Meinl veranlasste, die erste Auszeit zu nehmen. „Wir haben offensiv gedeckt, weil wir Kathrin Kördler so im Rückraum in den Griff kriegen wollten. Weil die TSG aber fast nur versucht hat vom Kreis zu spielen, haben wir umgestellt und uns in der Abwehr stabilisiert – trotz der 31 Gegentore“, sagt Meinl.

Nach der Veränderung arbeitete sich der SVR bis auf 6:6 heran (10.), lief dann aber bis zur Pause über 10:12 (21.), 14:15 (26.) und 14:17 (30.) immer wieder Rückständen hinterher. „Wir haben zu viele technische Fehler gemacht, was ich so nicht von uns kannte. Sicher wurden uns siebenmal Schritte abgepfiffen, wir hatten drei, vier Abspielfehler und dazu sechs Siebenmeter gegen uns“, so der SVR-Coach.

Trainer Meinl: „Das waren zwei spielentscheidende Fehlentscheidungen“

Dennoch hielt der SVR das Spiel auch in der zweiten Halbzeit eng und war beim 22:23 durch Laura Heckmann (42.) wieder auf ein Tor dran. Knifflig wurde es dann nach 56 Minuten, als die Gastgeber mit 29:27 in Führung lagen: „Laura Heckmann war in der zweiten Welle durch und wurde beim Wurf aus neun Metern klar gefoult, traf aber trotzdem ins Tor“, sagt Meinl.

In der Folge entschieden die Schiedsrichter aber auf einen Freiwurf für den SVR, gaben das Tor nicht. „Eventuell hätte man sogar über Rot nachdenken können, aber es waren mindestens eine Zwei-Minuten-Strafe und ein Siebenmeter“, so Meinl. Stattdessen kassierte Laura Heckmann wegen einer Unmutsäußerung eine Zeitstrafe.

Selbst nach dem 27:30 ließen die Reichensächserinnen aber nicht nach und waren nach Toren von Carolin Heckmann und Carolin Küch wieder auf 29:30 herangerückt (59.). Weil die TSG ihren Ballbesitz nicht verwertete, hatte der SVR 30 Sekunden vor Schluss die Chance, die Partie noch auszugleichen – aber wieder kam Schiedsrichterpech dazu.

Sonderlob für Carolin Küch und Kathrin Fey

Trainer Meinl wollte 25 Sekunden vor Ende eine letzte Auszeit nehmen, aber ihm kamen die Referees zuvor, die bei Anna-Lena Kehr einen Schrittfehler erkannt haben wollten. „In der Summe haben uns die eigenen Fehler das Genick gebrochen. Aber das waren zwei spielentscheidende Fehlentscheidungen“, sagt Meinl, der seiner Mannschaft trotz physischer Unterlegenheit ein ordentliches Spiel bescheinigte.

Ein Sonderlob gab es für Linksaußen Carolin Küch, die aus zwölf Versuchen zehn Treffer erzielte und Kathrin Fey, die aus der Mitte stark Regie führte.

SVR: de Vos, Hesse - K. Fey (2), C. Heckmann (7/4), C. Küch (10), Friman (1), Brand (2), N. Küch, Kehr, L. Heckmann (7/1), Wagner.

Spielfilm: 5:2 (6.) – 6:6 (11.) – 11:8 (17.) – 14:13 (24.) – 17:14 (30.) – 20:16 (37.) – 24:23 (44.) – 27:25 (50.) – 30:27 (56.) – 31:29 (60.).  

(Maurice Morth)

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