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Kompromissloses Abwehrbollwerk: SVR schlägt Titel-Favorit Wollrode sensationell

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Von: Maurice Morth

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Nur glückliche Gesichter: Mit einer bärenstarken Leistung fügten die Handballfrauen des SV Reichensachsen dem Landesliga-Favoriten TSV Wollrode die erste Niederlage der Saison zu und schoben sich auf Platz zwei.
Nur glückliche Gesichter: Mit einer bärenstarken Leistung fügten die Handballfrauen des SV Reichensachsen dem Landesliga-Favoriten TSV Wollrode die erste Niederlage der Saison zu und schoben sich auf Platz zwei. © Gerd Reinhardt

Den Handballfrauen des SV Reichensachsen ist in der Landesliga am vergangenen Spieltag ein sensationeller Erfolg gelungen: Sie fertigten Titelfavorit TSV Wollrode mit 32:23 (16:10) ab. 

Reichensachsen – Kurz vor der Schlusssirene hielt es die über 200 Zuschauer am späten Sonntagnachmittag in Reichensachsen nicht mehr auf ihren Plätzen: Zu großartig waren die zuvor gesehenen knapp 60 Spielminuten der Handballfrauen gegen den TSV Wollrode, die mit einem sensationellen 32:23-(16:10)-Heimerfolg gegen den Landesliga-Titelfavoriten endeten.

„Es war eine Bombenstimmung“, sagte auch Reichensachsens Trainer Matthias Meinl zum zweiten Saisonsieg seiner Sieben.

Starke Abwehrarbeit der Schlüssel zum Erfolg

Dabei legte der SV Reichensachsen von Anfang an los wie die Feuerwehr: Als Neuzugang Fabienne Hoffmann in der elften Minute ihren zweiten Treffer des Tages markierte, führten die Gastgeberinnen bereits mit 7:1. Über die Zwischenstände 11:5 (21.) und 15:7 (27.) ging es mit einem 16:10 in die Halbzeitpause.

Den Erfolg machte Matthias Meinl bei insgesamt 32 erzielten Toren aber vor allem an der eigenen Defensivarbeit fest: „Nur zehn Gegentore zur Halbzeit sagen alles. Wir haben von Beginn eine fantastische Abwehr gespielt, Laura Schmieling und Bianka Bartalos haben zusammen gerade einmal sieben Tore geworfen.“

Seine Mannschaft habe Wollrode nahezu perfekt zwischen den sechseinhalb und siebeneinhalb Metern verteidigt, ein hervorragendes Rückzugsverhalten an den Tag gelegt, dazu hätte Emily Heckmann im Tor einen überragenden Tag erwischt und auch Laura Hesse drei Siebenmeter gehalten.

5:1-Deckung machte keine Probleme

Zwar nahmen sich die Reichensächserinnen nach Wiederbeginn zwischen der 33. und 36. Minute eine kurze Auszeit, Wollrode kam über schnelle Tore wieder auf ein 19:16 heran, doch danach lief alles wieder zu Gunsten des Heimteams.

„Wir waren da sehr diszipiniert und sind nach deren Umstellung auf 5:1-Deckung nicht in ein großes Loch gefallen, was uns in dieser Saison davor nicht gelungen ist“, sagt Meinl.

Und so kam es, dass die Reichensächserinnen ihren Vorsprung bis in die Schlussphase hinein verteidigten, mit einem Fünf-Tore-Plus (25:20) in die letzten zehn Minuten gingen und absolut nicht nachließen. Denn dass Wollrode wegen der starken SVR-Abwehrarbeit viel Kraft brauchte, um überhaupt zum Torerfolg zu kommen, machte sich nun bemerkbar: Bis zum Ende schraubten Michelle Friman (3), Lacey Brand (2), Fabienne Hoffmann (1) und Carolin Küch (1) das Ergebnis noch auf 32:23 in die Höhe.

SV Reichensachsen kann bis zum Ende durchziehen

„Da hatte Wollrode absolut keine Körner mehr“, schwärmte Meinl auch über die Konsequenz und Varianz seines Teams in der Offensive: „Wir haben ein gutes Tempo an den Tag gelegt. Kamen über die erste Welle, die zweite Welle, die schnelle Mitte, über den Kreis, über die Außen und den den Rückraum zu Toren. Das war ein hochverdienter Sieg gegen den bisher besten Gegner, ich bin super stolz auf die Mannschaftsleistung.“

Nicht nur für das Selbstvertrauen sondern auch im Hinblick auf die Tabelle der Landesliga Nord waren die zwei Punkte für den SV Reichensachsen Gold wert: Statt mit einer Position im Tabellenkeller geht es nun am kommenden Wochenende als Tabellenzweiter zur ebenfalls gut gestarteten HSG Twistetal (4:2 Punkte, 4.). (Maurice Morth)

SV Reichensachsen - TSV Wollrode 32:23 (16:10)

SV Reichensachsen: Hesse, E. Heckmann - Weiner, C. Heckmann 4/1, Hohmann 4, Friman 4, Brand 5, Hauschild 5, Hoffmann 3, L. Heckmann 2, Küch 4, Wagner 1.

TSV Wollrode: Fehr - Schmieling 5/1, Pietsch, Dieling 1, Bartalos 2, Klipp 3/1, Schneider 2, Huy 1, Lachnit 3/1, Habenicht, Ködel 5, Friedrich 1, Haupt.

Schiedsrichter: Mario Schlosser/Torsten Schmidt.

Zuschauer: 250.

Spielfilm: 7:1 (11.) – 11:5 (21.) – 16:10 (30.) – 19:15 (35.) – 22:17 (41.) – 24:20 (49.) – 26:21 (53.) – 32:23 (60.).

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