Gadea-Brüder folgen Rafal Klajnszmit vom Lichtenauer FV

SV Reichensachsen verpflichtet zwei Verbandsliga-Spieler

Spieler des SV Reichensachsen beim Jubel.
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Grund zum Jubeln: Damit die Spieler des SVR zukünftig – wie hier auf unserem Archivfoto – öfter feiern können, werden Verstärkungen benötigt.

Im Interview mit unserer Zeitung gab sich Rafal Klajnszmit, der ab der kommenden Saison den Trainerposten beim SV Reichensachsen übernimmt, kämpferisch.

Reichensachsen ‒ In der Samstagsausgabe kündigte er an, spätestens in der übernächsten Spielzeit um den Aufstieg in die Verbandsliga mitspielen zu wollen. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, benötigt der SVR aber Verstärkung – und zwei Neuzugänge hat der Verein bereits gefunden.

Christian Vidal Gadea und Dadah Gadea Baringo wechseln zur kommenden Saison von Fußball-Verbandsligist Lichtenauer FV zum Gruppenligisten SVR. Damit folgen die Brüder Trainer Rafal Klajnszmit an seine neue Wirkungsstätte – denn dieser ist noch amtierender Coach beim LFV.

Zusage beim LFV

In Lichtenau kam die Entscheidung der Gadea-Brüder unerwartet. Der Sportliche Leite des LFV, Erkan Kilci, bestätigte die Wechsel am Freitagabend gegenüber der Sportredaktion der HNA Witzenhausen. Brisant dabei: Angeblich hätten die beiden Abwehrspieler für die neue Saison „zu 100 % zugesagt“. Die Gadea-Brüder gehörten zu den Stammkräften in Lichtenau, was die Kaderplanung für die kommende Saison nun laut Kilci erschwert: „Auf den beiden Positionen haben wir nicht gesucht, weil beide ihre Zusage gegeben hatten. Jetzt müssen wir uns umorientieren.“

Beim SVR hingegen zeigt sich Fußball-Abteilungsleiter Harald Zaremba über die Aussagen des LFV verwundert: „Die Spieler haben nachmittags in Lichtenau ihre Absage übermittelt und uns erst abends ihre Zusage gegeben. Deswegen hätten wir nicht damit gerechnet, dass Lichtenau schon so früh damit an die Presse geht.“

Faire Verhandlungen

Zudem betont Zaremba, dass das Verhalten der Gadea-Brüder in den Transfergesprächen tadellos gewesen sei: „Die Jungs haben erst um Bedenkzeit gebeten, anschließend haben sie dem LFV ab- und uns zugesagt. So ist das Geschäft, egal ob in der Bundesliga oder in der Kreisliga. Uns ist es auch schon oft passiert, dass innerhalb von 24 Stunden ein als sicher geglaubter Neuzugang wieder abgesagt hat.“

Der Grund für den Wechsel der Abwehrspieler von einem Verbandsligisten zum Gruppenligisten liege vor allem im neuen SVR-Coach Rafal Klajnszmit. Dieser habe die Brüder vor „fünf bis sechs Jahren“ von Spanien nach Deutschland geholt. Laut Zaremba spielten Dadah Gadea Baringo und Christian Vidal Gadea zunächst in Eschwege unter Klajnszmit, anschließend folgten sie ihm nach Lichtenau. „Die Bindung zu Rafa ist der Hauptgrund, sonst wären diese Spieler nie zu uns gekommen“, erläutert Zaremba.

Zudem betont der Abteilungsleiter, dass es den Brüdern nicht um das Geld gehe: „Sie hätten beispielsweise für mehr Geld im Kasseler Raum spielen können. Aber sie fühlen sich mit diesem Landkreis und Rafa verbunden.“

Aus sportlicher Sicht ist Zaremba mit der Verpflichtung der Gadea-Brüder ebenfalls sehr zufrieden. Demnach wollte man nach der vergangenen Saison unbedingt die Probleme in der SVR-Abwehr stoppen, dieses Ziel habe man jetzt erreicht. „Die Kaderplanung für den Abwehrverbund ist geschlossen, jetzt gehen wir die nächsten Positionen an“, blickt Zaremba optimistisch in die Zukunft.

Klajnszmit lobt Brüder

Der zukünftige SVR-Coach, Rafal Klajnszmit, zeigte sich ebenfalls mit den beiden Neuzugängen sehr zufrieden: „Sie sind sowohl sportlich als auch menschlich eine große Verstärkung. Dabei hat sie vor allem die sportliche Herausforderung gereizt, mit dem SVR um den Verbandsliga-Aufstieg mitzuspielen.“

Klajnszmit bestätigt, dass er mit dem Personal in der Abwehr zufrieden ist. Nun sollen Verstärkungen für die Offensive her: „Zwei bis drei Spieler werden wohl noch dazukommen, damit wir auch offensiv attraktiven Fußball spielen.“ (Kevin Hildebrand)

Cristian Vidal Gadea
Dadah Gadea Baringo

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