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Das darf nicht ins Auge gehen

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Von: Torsten Kohlhaase

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Den Ball fest im Blick: Niklas Hilgenberg will mit Tischtennis-Drittligist SVH Kassel gegen Fehlheim den ersten große Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.
Den Ball fest im Blick: Niklas Hilgenberg will mit Tischtennis-Drittligist SVH Kassel gegen Fehlheim den ersten große Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. © Andreas Fischer

Vorletzter gegen Letzter: Mehr Abstiegskampf geht nicht in der 3. Tischtennis-Bundesliga Nord. Wenn die SVH Kassel am Sonntag ab 14.15 Uhr den VfR Fehlheim empfängt, denn steht schon jede Menge auf dem Spiel.

Es ist der Auftakt in die Schlussphase der Saison, die die Harleshäuser mindestens auf dem drittletzten Platz abschließen müssen, um am Ende die Klasse zu halten. Wir klären die Situation in Fragen und Antworten:

Wie ist die Lage vor den letzten drei Saisonspielen für die SVH?

Sie könnte schlechter sein. Zwar rangieren die Harleshäuser auf einem direkten Abstiegsplatz, sie sind aber punktgleich mit dem Drittletzten aus Bargteheide. Da jedoch am Ende der Saison nicht der direkte Vergleich, sondern das Satzverhältnis entscheidet, stehen die Nordhessen einen Rang schlechter da. Mut macht vor allem das Restprogramm. Nach dem Heimspiel gegen Schlusslicht Fehlheim finden auch die letzten beiden Partien gegen Berlin (2. April) und in Borsum (3. April) gegen unmittelbare Konkurrenten im Abstiegskampf statt.

Welches Restprogramm erwartet die Konkurrenz?

Hier hat sicherlich Borsum die besten Chancen. Mit nur 13 ausgetragenen Spielen haben die Niedersachsen noch fünf weitere Chancen, dem Klassenerhalt näher zu kommen. Neben der Partie gegen die Harleshäuser stehen gegen Berlin und Bargteheide weitere direkte Duelle auf dem Programm. Während auf die Hauptstädter am Ende noch ein Heimspiel gegen Schwarzenbek wartet, hat Bargteheide das kniffligste Restprogramm. Mit Buschhausen und Velbert II warten nämlich noch zwei Topteams. Fehlheim hat als Tabellenletzter drei Auswärtspartien vor der Brust und wird sich nach dem Gastspiel in Kassel sowie den Auftritten in Buschhausen und Lampertheim wohl auf den Abstieg vorbereiten müssen.

Was ist das Besondere am Kellerduell zwischen der SVH Kassel und Fehlheim?

„Fehlheim hatte im Januar noch einen weiteren ukrainischen Spieler verpflichtet, doch der kann nun wie auch seine drei Teamkollegen nicht spielen. Durch den Krieg müssen sie in ihrem Land bleiben und sich beim Militär melden“, erklärt SVH-Abteilungsleiter Dieter Salmen, der im gleichen Atemzug aber auch sagt: „Einen Grund, den Gegner zu unterschätzen gibt es auf keinen Fall. Auch die Ersatzspieler haben bislang ordentliche Leistungen gezeigt.“ Das sieht auch Niklas Hilgenberg so. „Mit dem Inder Saha Sourav haben sie eine starke Nummer eins, die im vorderen Paarkreuz beide Punkte holen kann. Sollte Andrej Bondarev spielen, dann wird es gegen ihn ebenfalls eine schwere Aufgabe werden“, sagt der SVH-Spieler. Im Hinspiel hatten sich die Harleshäuser letztlich glatt mit 6:0 durchgesetzt.

Werden die Corona-Maßnahmen für die Zuschauer in der Harleshäuser Sporthalle gelockert?

„Nein, es gelten weiterhin die 3G-Regeln. Allerdings darf man die Maske absetzen, wenn man seinen Platz auf der Tribüne eingenommen hat“, sagt Dieter Salmen, der noch einmal darauf hinweist, dass ab 14 Uhr die Mannschaften vorgestellt werden und es sich durchaus lohnt, ein bisschen früher zu kommen. Apropos Kommen: Vielleicht gibt es auch Unterstützung von Tobias Kirch. Der Trainer hatte die SVH in der Regionalliga betreut und könnte nun im Kellerduell noch einmal seine Expertise an die ehemaligen Schützlinge weitergeben.

Wieviel Punkte wird die SVH noch zum Klassenerhalt benötigen?

„Ich denke, dass vier Zähler vielleicht reichen. Wir können gegen alle drei Mannschaften gewinnen, aber eben auch dreimal verlieren. Es wird extrem spannend“, sagt Hilgenberg. Hinzu kommen Unwägbarkeiten bei den letzten beiden Gegnern. So stellt sich die Frage, ob die Nummer eins der Berliner, Sebastian Borchardt, die bei ihm sonst unübliche Auswärtsfahrt mitmacht. Zudem soll es interne Unstimmigkeiten beim letzten SVH-Gegner in Borsum geben. Inwiefern das den Ausgang der Saison beeinflusst, wird sich zeigen.

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