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Handball-Landesliga: SV Reichensachsen gewinnt Kellerduell gegen Rotenburg

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Von: Maurice Morth

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Erzielte für den SV Reichensachsen mit sechs Treffern die meisten Tore am Sonntag: Laura Heckmann.
Erzielte für den SV Reichensachsen mit sechs Treffern die meisten Tore am Sonntag: Laura Heckmann. © Maurice Morth

Extrem wichtige zwei Punkte haben die Damen des SV Reichensachsen am Sonntagnachmittag gegen die TG Rotenburg im Abstiegskampf in der Handball-Landesliga eingefahren.

Reichensachsen - Bitter: Matchwinnerin Sophie Hohmann, die eine Minute vor der Schlusssirene den Siegtreffer zum 25:24 für den SVR erzielte, wird mit einer Armverletzung längerfristig ausfallen.

„Es war das erwartete kampfbetonte Spiel auf Augenhöhe. Ich bin mit der Leistung und der Einsatzbereitschaft zufrieden, die Mannschaft hat alles gegeben und wollte den Sieg einen Tick mehr als Rotenburg. Diese zwei Punkte werden mitentscheidend im Abstiegskampf sein“, sagte SVR-Trainer Matthias Meinl nach der Partie.

Ausgeglichene erste 25 Spielminuten

Die rund 200 Zuschauer sahen zunächst ausgeglichene 25 Spielminuten, in denen die Führung immer wieder wechselte, aber sich keine Mannschaft mit mehreren Toren absetzen konnte. Als Christina Stiefel für die TG Rotenburg zum 11:11 traf und im gleichen Atemzug zwei Minuten zusehen musste, ergab sich für den SVR erstmals die Chance, in Überzahl mit mehreren Toren wegzuziehen (27.).

Carolin Heckmann vergab allerdings den fälligen Siebenmeter und die Gäste erzielten durch Stefanie Deringer in Unterzahl die 12:11-Führung (28.) und setzten durch Marina Denk sogar noch einen Treffer zum 13:11 drauf (29.). Weil Laura Heckmann anschließend noch traf, ging es aus Sicht des SVR mit einem 12:13 in die Pause.

„Wir haben zu viele leichte Gegentore zugelassen. Im offensiven Umschaltverhalten konnten wir nicht das umsetzen, was wir wollten, obwohl wir wussten, dass Rotenburg in der Rückwärtsbewegung Schwächen hat“, so SVR-Trainer Matthias Meinl.

Starker Mittelblock beim SV Reichensachsen

Nur bis zur 40. Minute währte allerdings die Führung der TGR, ehe der SVR durch Sophie Hohmann zum 17:17 ausglich und Carolin Heckmann den SVR per Siebenmeter erstmals in der zweiten Halbzeit mit 18:17 in Front brachte (44.).

In dieser Spielphase wirkten die Reichensächserinnen nun griffiger in der Abwehr, die Einwechslungen von Veronika Wagner und Michelle Friman machten sich im Mittelblock positiv bemerkbar. Als dann noch Michelle Horn von der TGR beim Stand von 21:19 für Reichensachsen eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte (48.), sah es so aus, als biege der SVR auf die Siegerstraße ein.

Stattdessen kam Rotenburg aber bis zur 52. Minute wieder auf 22:22 heran – auch, weil TGR-Keeperin Laura Weidemann gut parierte und die Reichensächserinnen zu unpräzise im Abschluss waren. „Wir haben die Angriffe im Sechs-gegen-Sechs gut über die Kreisläufer und Außen herausgespielt, aber zu viel verballert – ansonsten wird es einfacher“, haderte Matthias Meinl mit der Chancenverwertung.

Starke Emily Heckmann, tragische Sophie Hohmann

In den Schlussminuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Gastgeberinnen konditionell einen etwas besseren Eindruck machten und sich SVR-Torfrau Emily Heckmann als wichtiger Rückhalt herauskristallisierte. „Sie hat eine super zweite Halbzeit gespielt“, so SVR-Trainer Meinl.

Der Siegtreffer war dann Sophie Hohmann vorbehalten, die zur tragischen Heldinnen wurde, weil sie sich durch ein Foul beim entscheidenden 25:24 eine Fraktur am Unterarm zuzog (59.). „Das ist verdammt bitter, denn sie hat sich gut entwickelt und war auf Rückraum rechts Stammspielerin“, meinte ihr Trainer nach der Partie.

TGR-Spielerin Inken Niebuhr musste wegen des Fouls für die letzte Minute zusehen und die SVR-Damen verteidigten den Sieg in Überzahl bis zur Schlussirene.

(Maurice Morth)

SV Reichensachsen - Rotenburg 25:24 (12:13)

SV Reichensachsen: Hesse, E. Heckmann - Weiner, Fey (1), C. Heckmann (4/1), Hohmann (4), Friman, Brand (2), N. Küch (1), Kehr, L. Heckmann (6/3), C. Küch (3), Wagner (4).

TG Rotenburg: Weidemann - Horn (2), Malsch (1), Denk (4), Hollstein, Mäusgeier (2), Groth, Stiefel (8/6), Pipperth, Dickhaut, Seemayer, Niebuhr (2), Deringer (5/1).

Schiedsrichter: Milke/Vogt (Melsungen/Fritzlar).

Zuschauer: 200.

Spielfilm: 3:3 (7.) – 7:7 (14.) – 9:9 (21.) – 11:11 (27.) – 11:13 (28.) – 12:13 (30.) – 14:16 (33.) – 15:17 (39.) – 17:17 (40.) – 18:17 (44.) – 19:19 (46.) – 22:22 (52.) – 24:24 (56.) – 25:24 (60.).

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